Duisburger Sportschau

Unterhaltsame Sportschau begeisterte das Publikum

Die Krücken gehören dazu: Auch die Langzeitverletzten Meike Kämper und Linda Bresonik kamen zur Ehrung der MSV-Frauen auf die Bühne.

Die Krücken gehören dazu: Auch die Langzeitverletzten Meike Kämper und Linda Bresonik kamen zur Ehrung der MSV-Frauen auf die Bühne.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Die Preisträger von Duisburgs Sportlerwahl waren teilweise sprachlos. Bülent Aksen animierte die Zuschauer mit der Trommel und dem „Huh“ der Isländer.

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Wolfgang Graf lief mit suchendem Blick durch das Theater am Marientor. „Schön, dass mich alle beglückwünschen, weil Stefan Janßen Trainer des Jahres geworden ist. Aber ich würde ihm auch mal gern selber gratulieren“, sagte der 2. Vorsitzende des VfB Homberg. Als er ihn endlich ausfindig gemacht hatte, gab es eine innige Umarmung – und die Worte: „Du hast damals eine Absteigermannschaft übernommen. Wir waren doch quasi auf dem Weg in die Bezirksliga!“ Stefan Janßen, der Mann, der den VfB Homberg zurück in die Fußball-Oberliga geführt hat, lächelte derweil nur selig.

Es gab viele schöne Momente bei der 38. Sportschau des Stadtsportbundes, und die Ehrungen für die Sportler des Jahres zählten zweifellos dazu. Es war anrührend, wie Bernard Dietz, das Idol des MSV, überwältigt war von seiner Sonderauszeichnung für Verdienste um den Duisburger Sport. „Sie sehen mich fassungslos“, richtete er seine Worte an das Publikum im wieder voll besetzten TaM.

Frederike Koleiski war bei ihrer Ehrung zu Tränen gerührt

Wenig später ging es Frederike Koleiski ähnlich. „Ich bin zu Tränen gerührt, wenn ich das sagen darf“, erklärte die Leichtathletin von Eintracht Duisburg, die für Platz vier im Diskuswurf bei den Paralympics als Sportlerin des Jahres gekürt wurde. „Ohne die Unterstützung meiner Eltern und meiner Trainingsgruppe hätte ich das nie geschafft“, sagte die 29-Jährige. „Total sprachlos“ war kurz danach Stefan Janßen. Mit sichtbar angefasster Stimme sagte er dann: „Es gibt nichts Größeres für mich, als hier zu stehen. Das ist unfassbar.“

Auch Pierre Bischoff freute sich riesig über die Ehrung zum Sportler des Jahres. Nach der Sportschau setzte sich der Radsportler aus Homberg, der nun in Österreich lebt, auf die Treppenstufen des Theaters und ließ sich samt Auszeichnung von seiner Freundin fotografieren.

Pierre Bischoff hat auch im nächsten Jahr viel vor

Der Sieger des „Race across America“ hat auch im nächsten Jahr viel vor. Vor einigen Tagen erhielt er eine Einladung aus Russland zu einem Radrennen von Moskau nach Wladiwostok im Sommer. „Vorher schaue ich bei der Winterlaufserie noch in Duisburg vorbei“, versprach der ASV-Mann. Als Stefan Janßen hörte, dass Bischoff früher beim VfB kickte, sprach der Trainer des Jahres prompt eine Einladung zum Training aus. Janßen: „Aber bitte keine Gegeneinladung. Ich möchte nicht aufs Rad.“

In den Bus stiegen ganz schnell nach ihrer Auszeichnung als Mannschaft des Jahres die MSV-Frauen. „Da bitte ich um Verständnis, aber wir haben morgen ein schweres Spiel in Frankfurt“, sagte Trainerin Inka Grings, die die Ehrung von Oberbürgermeister Sören Link entgegennahm.

Die „Fliegenden Homberger“ setzten wieder ein Glanzlicht

Zum Finale eines wieder einmal überaus bunten Abends waren die Zebras nicht mehr da. An der glänzenden Stimmung änderte das nichts. Bülent Aksen und Asli Sevindim führten zum zweiten Mal sehr sympathisch durch das Programm, wobei der frühere OSC-Torhüter sich diesmal den Spaß erlaubte, mit einem kleinen Trömmelchen um den Hals die „Huh!“-Sprechchöre der isländischen Fußballfans nachzuahmen.

Highlights auf der Bühne: das Duo Laos mit seiner die Schwerkraft leugnenden Nummer, die Icke Performers auf dem Trampolin, „Hausmeister Stanke“ und sein Teppich, Akrobatin Viktoria Gnatiuk und – wieder einmal – die Fliegenden Homberger, Duisburgs Show-Exportschlager.

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