Handball

VfB Homberg entscheidet das Derby verdient für sich

Kevin Kirchner (2. von rechts) und Philipp Marijanovic (2. von links) im Duell mit den Hombergern Tobias Reich (links) und Joshua Rippelmeier.

Kevin Kirchner (2. von rechts) und Philipp Marijanovic (2. von links) im Duell mit den Hombergern Tobias Reich (links) und Joshua Rippelmeier.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Duisburger Regionalliga-Absteiger erwischt einen starken Saisonstart. Der Trainer der HSG Hiesfeld/Aldenrade ist nicht zufrieden.

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Marius Brunotte hat am Sonntagabend eine Viertelstunde Handball gespielt. Länger durfte der Abwehrspezialist bei der Premiere nicht mitmischen. Exakt 13:39 Minuten standen auf der Anzeigentafel, als „Bruno“ schon die zweite Zwei-Minuten-Strafe kassierte. Danach musste er rotgefährdet auf der Bank schmoren. Nach seiner erneuten Einwechslung ging es dann ganz schnell. Ein leichter Schubser gegen Nedim Probic, und schon war die Partie für den Deckungschef beim Stand von 15:12 (40.) beendet.

Das erste Duell seines VfB Homberg mit der neugegründeten HSG Hiesfeld/Aldenrade wird Brunotte dennoch in guter Erinnerung behalten. Denn der Regionalliga-Absteiger entschied das Oberliga-Derby gegen den Verbandsliga-Aufsteiger mit 28:25 (13:9) für sich. „Homberg hat verdient gewonnen“, gab HSG-Trainer Harry Mohrhoff unumwunden zu: „Um hier zu bestehen, hätten wir eine gute Leistung zeigen müssen. Das haben wir leider nicht.“

Mäßige erste Hälfte beider Teams

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten beide Teams deutlich, dass es für sie in dieser Saison nur um den Klassenerhalt gehen kann. Die Homberger führten zur Pause mit vier Toren, weil ihnen ein paar technische Fehler weniger unterliefen als den Gästen und Torwart-Neuzugang Yannick Wächter einige Male zur Stelle war.

Nach dem Wechsel schalteten beide Teams einen Gang höher. Beim VfB zeigten die jungen Robin Werner auf Halblinks und Noah Adrian auf Linksaußen, dass Potenzial in ihnen schlummert. Den Rest regelte die Abteilung Routine. Tobias Reich und Andreas Wink gingen immer dann voran, wenn es brenzlig wurde. Aaron Denter rückte beim Stand von 17:15 (43.) zwischen die Pfosten und nahm erst mal einen Tempogegenstoß und einen Siebenmeter weg. Als Joshua Rippelmeier, dem bis dahin im Angriff wenig gelang, zum 20:15 (50.) traf, war das die Vorentscheidung.

Nach dem 25:21 (56.) stellte Harry Mohrhoff auf eine offene Deckung um. Philipp Homscheid verkürzte für die HSG auf 24:26 (59.), ehe Andreas Wink den VfB im Gegenzug endgültig erlöste und seinem Trainer ein breites Grinsen auf das Gesicht zauberte. „Wer hätte gedacht, dass wir nach dem Umbruch mit 4:0 Punkten in die Saison starten?“, freute sich Sascha Thomas. „Unser Sieg geht absolut in Ordnung, aber natürlich hat man gesehen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“ Harry Mohrhoff trauerte einer ausgelassenen Gelegenheit hinterher: „Das war definitiv ein Gegner, den wir hätten schlagen können. Aber wir waren zu schwach im Abschluss und sind auch nicht ordentlich in die Lücken gegangen.“

In die Freude über den Derbysieg mischte sich bei den Hombergern etwas Wehmut. Denn auf Jan Roschig muss der VfB im weiteren Saisonverlauf verzichten. Der Allrounder bekam jetzt die Diagnose Achillessehnenriss.

VfB: Werner (7), Adrian (6/2), Reich, Wink (je 4), Rippelmeier (3), Moritz (2), Brunotte, Thiel.

HSG: Kirchner (5), Blum, Jurzik (je 4), Terhorst (3), Berner, Homscheid, Pobric (je 2), Ebbing, Möhle, Möller.

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