Regionalliga

VfB Homberg feiert Saisondebüt am Rheindeich

VfB-Torwart Philipp Gutkowski will heute gegen Wuppertal seinen Kasten sauber halten.

VfB-Torwart Philipp Gutkowski will heute gegen Wuppertal seinen Kasten sauber halten.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Fußball-Regionalligist VfB Homberg spielt am Samstag gegen den Wuppertaler SV. Im PCC-Stadion will der Aufsteiger eine Serie fortsetzen.

Die eine Serie ist bereits vor zwei Wochen gerissen. Mit dem 1:2 im Regionalliga-Duell gegen Rot-Weiß Essen verloren die Kicker des VfB Homberg seit dem 10. November 2017 erstmals wieder ein Heimspiel in der Meisterschaft. Da dieses Spiel allerdings in der Schauinsland-Reisen-Arena stattfand, hat die Serie in etwas abgewandelter Form im heimischen PCC-Stadion noch immer Bestand. Und nicht nur Philipp Gutkowksi freut sich darauf, dass sein Team den Wuppertaler SV am Samstag um 14 Uhr nun endlich zum ersten Regionalliga-Spiel „in dem Stadion empfängt, in dem wir so lange ungeschlagen sind.“ Diese „PCC-Serie“, wie der Torwart sie nennt, wollen die Gelb-Schwarzen nun gegen die Rot-Blauen aus Wuppertal aufrecht erhalten – ausgerechnet gegen den Verein, der letztmals als Sieger den Rasen am Rheindeich verließ.

Genau ein Jahr und drei Monate nach der letzten Heimpleite überhaupt warf der WSV den VfB mit einem 1:0-Sieg im Viertelfinale des Niederrheinpokals in Homberg aus dem Wettbewerb. „Wuppertal hat uns die letzte Pflichtspielniederlage in unserem Stadion beigebracht“, erinnert sich auch Stefan Janßen noch gut an den knappen Ausgang am 10. Februar. Genau sechs Monate und eine Woche danach wollen der Coach und seine Elf dafür nun „eine kleine Revanche nehmen“.

Umbruch in Wuppertal

Dabei ist dem Trainer bewusst, dass die Elf des Gegners nicht mehr viel mit der gemeinsam hat, die den VfB im Pokal bezwang. Nach finanziellen Problemen in der letzten Saison, die fast in eine Insolvenz mündeten, hat der Vorjahreszehnte einen Umbruch vollzogen und sein Team mit im Schnitt 23,12 Jahren stark verjüngt. „Beim WSV hat sich mit dem neuen Sportdirektor Karsten Hutwelker, dem neuen Trainer Andreas Zimmermann und einem fast neuen Team alles komplett geändert“, weiß Janßen. Mit Innenverteidiger Tjorben Uphoff und Stürmer Viktor Maier sind nur noch zwei Kicker übrig, die im Pokal gegen den VfB in der Startelf standen.

Fest steht, dass diese neue Truppe mit zwei Siegen in der Meisterschaft sowie dem Weiterkommen im Niederrheinpokal einen, so Janßen, „hundertprozentigen Start“ hingelegt hat. „Nicht viele Teams werden es schaffen, Alemannia Aachen und den BVB II zu schlagen“, glaubt der Coach und begegnet dem WSV daher „mit höchstem Respekt“.

Auch wenn sich der Klub in dieser Saison wie der VfB „nur“ den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt hat und vom Papier her deutlich unter den letzten Gegnern RWE und Lotte einzuordnen sein sollte, wird der Aufsteiger vom Rheindeich wieder an seine Grenzen gehen müssen, um die dritte Niederlage in Folge abzuwenden.

Janßen fordert mehr Mut

„Es wird genauso schwer wie in den ersten drei Spielen“, sagt Philipp Gutkowski. Der Keeper freut sich zwar, seit Saisonbeginn viel gefordert zu sein, sein Trainer hätte aber auch mal „nichts gegen einen ruhigeren Nachmittag für Philipp einzuwenden. Wir müssen weniger Chancen zulassen und unsere eigenen besser nutzen. Dann geht es schon mal einen Schritt mehr in die richtige Richtung“, sagt der Coach, der bis auf Patrick Dertwinkel aus dem Vollen schöpfen kann. „Dafür brauchen wir etwas mehr Mut. Wir müssen uns mehr zutrauen“, so Janßen. „Aber das gehört zum Lernprozess dazu, und die Jungs sind bereit, aus ihren Fehlern zu lernen.“

Im eigenen Wohnzimmer des VfB könnten diese paar noch fehlenden Prozente an Selbstbewusstsein womöglich frei werden, um sich für den kämpferisch starken Einsatz auch mal wieder mit Punkten zu belohnen. Lobende Worte nach Niederlagen hat Stefan Janßen genügende empfangen: „Von mir aus kann der gegnerische Trainer diesmal in der Pressekonferenz auch sagen, dass nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat – wenngleich wir natürlich auch besser sein wollen.“

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