Taekwondo

Weltranglistenturnier in Duisburg war ein großer Erfolg

Daria Halunga ist eine von vielen Medaillengewinnerinnen des Taekwondo-Centers Duisburg.

Daria Halunga ist eine von vielen Medaillengewinnerinnen des Taekwondo-Centers Duisburg.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Taekwondo-Center Duisburg hatte rund 270 Aktive in der Walter-Schädlich-Halle zu Gast. Das Rennen um die Vereinswertung verlief sehr eng.

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Ein Junge, vielleicht um die 15 Jahre, lässt das Ganze geduldig und mit einem Lächeln über sich ergehen. Zwei kleine Mädchen, in etwa halb so alt wie er selbst, üben an ihm ihre Schläge und Tritte. Natürlich gleichzeitig. Und diesem Trio wie auch allen anderen ist anzumerken: Sie lieben ihren Sport. Weiter hinten in der Walter-Schädlich-Halle hat der Namenssponsor des Hasado-Cups, der Taekwondo-Ausrüstungsgegenstände produziert, seinen Stand aufgebaut. An Dummys – die entweder wie eine Puppe aussehen oder in einer anderen Form so etwas wie Tritt- und Schlagziele darstellen – toben sich die Kids aus. Eine Teenagerin lacht etwas verschämt, als sie das Dummy beinahe auf die „Matte“ geschickt hätte, es aber so gerade eben noch auffangen kann. „Das Turnier war ein großer Erfolg“, resümiert Timur Mutlu zufrieden.

„Ich habe ungefähr 20 Helferinnen und Helfer“, berichtet er. Oft sind es Elternteile von Jungen und Mädchen, die im Taekwondo-Center Duisburg, dessen Cheftrainer Mutlu ist, ihrem Sport nachgehen. Rund 270 Sportlerinnen und Sportler kamen zu diesem internationalen Wettkampf, der sogar als Weltranglistenturnier deklariert ist.

Aufbau hat einen Tag gedauert

„Der Aufbau hat einen ganzen Tag gedauert“, berichtet Mutlu. Die Kampfmatten beispielsweise haben er und sein Team in Köln abgeholt. „Die Nordrhein-Westfälische Taekwondo-Union hat sie uns zur Verfügung gestellt.“ Der Verband hatte noch etwas für den Laarer. „Ich habe die Ehrennadel in Bronze bekommen, weil wir schon seit vielen Jahren Turniere ausrichten“, freut er sich. Los ging es vor über 30 Jahren, als noch sein Vater Cevdet Mutlu der Chef im Verein war. Er ist nun nach Alanya gegangen; sein Sohn Timur Mutlu hat seither das Sagen. „Außerdem gab es noch eine Auszeichnung von Hasado selbst.“

Für den Wettkampf hatte sich Mutlu ein großes Ziel gesetzt: „Ich möchte unbedingt, dass wir die Vereinswertung gewinnen. Der Pokal wäre für uns, das Preisgeschenk würden wir weitergeben.“ Doch schon während der Turniers wusste er: „Solingen ist mit einem großen Team hier. Das könnte knapp werden.“

Tatsächlich sicherte sich die Mannschaft aus der Klingenstadt den ersten Platz, der Pokal für Rang zwei ging an die Duisburger. „Das Trainingsdummy, das wir dafür bekommen hätten, haben wir dem Verein aus Gladbeck geschenkt. Ich denke, sie haben sich sehr gefreut.“

Im Vorfeld des Turniers – nach dem Niederrhein-Cup an gleicher Stelle – war viel zu tun. „Wir hatten sehr viele Prüfungen. Zudem haben wir uns ja auf den Hasado-Cup vorbereitet“, erzählt der Cheftrainer. In der kleinen Trainingshalle in Laar war also viel los: „Wir haben zwar nur ein kleines Vereinsheim. Da wir aber in vier Gruppen trainieren, geht das ganz gut. Wenn es dann doch zu viel wird, können wir auch noch zwei Sporthallen nutzen – das machen wir auch für unsere Weihnachtsfeier.“

Große Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeier? Mutlus Familie stammt aus der Türkei – dort, wo Taekwondo ungeheuer populär ist. „Natürlich machen wir eine Weihnachtsfeier. Wir denken immer an unsere christlichen Freunde. Die Weihnachtsfeier fällt manchmal größer aus als die Feier zum Ramadan“, sagt er. Sport verbindet eben.

Der sportliche Ehrgeiz kommt freilich nicht zu kurz. Am Ende kann sich Mutlu über 15 Goldmedaillen freuen – nur zwei weniger als Solingen. Dazu kommen zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen. Den Blick richtet Mutlu schon wieder nach vorne. „Im kommenden Jahr werden wir den Hasado-Cup erneut ausrichten. Derzeit gehe ich davon aus, dass dann 500 Sportlerinnen und Sportler dabei sein werden.“

Die Medaillengewinner des Taekwondo-Centers Laar:

Gold: Olcay Mutlu, Sara Hadzic, Jamal Dawoud, Mohammad Albdiwi, Sean Meyer, Sarah Kroh, Koray Mutlu, Denisa Halunga, Ilayda Yener, Enes Özdemir, Elif Özcelik, Melda Yüksel, Enes Michell, Yusuf Sanlimeral, Oktay Mutlu.

Silber: Marius Halunga, Daria Halunga, Dzhem Sabanov, Raif Erol, Ömer Arda Özcan, Efe Caliskan, Anna Schmied, Mohammad Alhousam, Arda Cakmak, Meriam Khoula.

Bronze: Jana Hujing, Glenn Kontrats, Mert Nar, Kerem Dakoglu, Sonja Schneider.

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