Skaterhockey-Bundesliga

Zweites Drittel kostet Duisburg Ducks die Punkte

Paul Fiedler war an allen vier Duisburger Toren beteiligt.

Paul Fiedler war an allen vier Duisburger Toren beteiligt.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Zwei Fünfminutenstrafen und ein schwaches zweites Drittel: Die Duisburg Ducks verlieren beim Vorletzten Highlander Lüdenscheid mit 4:8.

Als die Duisburg Ducks bereits nach elf Sekunden eine Fünfminutenstrafe kassierten, war klar: Es ist nicht der Tag der Enten. „Es war eine unglückliche Situation bei einem Sturz. Da der Gegenspieler geblutet hat, geht die Strafe in Ordnung“, sagt Gordon Kindler – und muss dies auch für die zweite „Fünfer“ knapp zwei Minuten vor Drittelende einräumen. „Der Schläger von Luca Linde rutschte am Schläger des Lüdenscheiders hoch. Beides war völlig unabsichtlich, aber dennoch korrekt, es so zu pfeifen“, erklärt der Trainer des Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks, der beim Vorletzten Highlander Lüdenscheid mit 4:8 (1:1, 0:5, 3:2) unterlag.

Eine Kopfsache

„Es ist eine Kopfsache“, sagt der Coach zu dem Auftritt im Sauerland. Die zweite fünfminütige Unterzahl nutzten die Gastgeber vier Sekunden vor Drittelende zum Ausgleich und 31 Sekunden nach Wiederbeginn zum Führungstreffer. „Und plötzlich war unsere optische Überlegenheit aus dem ersten Drittel völlig weg“, so Kindler, dessen Team zur Spielmitte mit 1:6 im Hintertreffen war. „Wir wollten die Partie mit viel Ballbesitz kontrollieren. Das ist uns im ersten Drittel geglückt und das ist uns im letzten Drittel geglückt.“ Nur der Mittelabschnitt lief völlig aus dem Ruder.

Im ersten Drittel hatten es die Ducks verpasst, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. So vergab André Petry beispielsweise nach fünf Minuten einen Penalty. Und auch die Überzahl ist aktuell nicht unbedingt die Sache der Enten. „Das ist tatsächlich derzeit unsere Achillesferse“, so Kindler. Selbst spielten die Gäste vergleichsweise diszipliniert, kassierten neben den beiden Fünfminutenstrafen nur eine einzige Zweiminutenstrafe im gesamten Spiel. Als die Ducks per Doppelschlag in der 50. Minute auf 4:7 verkürzten, kehrte noch einmal die Hoffnung zurück, doch Lüdenscheid brachte den Sieg nach Hause. Kindler: „Man darf halt auch nicht vergessen, dass man den Ausfall von Spielern wie Eli Nachtwey, Pascal Behlau und Kevin Wilson nicht einfach so wegsteckt.“

Tore: 0:1 (14:47) Schröder (Fiedler), 1:1 (19:56) Prince (Ortwein/4-3), 2:1 (21:31) Unger (Prince/4-3), 3:1 (26:11) Prince (Unger), 4:1 (27:22) Stein (Kleinschmidt), 5:1 (28:11) Unger (Bialke), 6:1 (30:40) Prince (Unger), 6:2 (41:20) Fiedler (Linde), 7:2 (43:18) Ortwein (Kleinschmidt), 7:3 (49:16) Müller (Fiedler), 7:4 (49:58) Fiedler (Schröder), 8:4 (59:28) Svejda (Prince). Strafen: Lüdenscheid 12, Duisburg 2 + 5 (Müller) + 5 (Linde).

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