Handball

Am Kreis ist Aron Seesing schon eine echte Größe

Aron Seesing (Nr. 49) mit der C-Juniorenmannschaft des TSV Bayer Dormagen.

Foto: privat

Aron Seesing (Nr. 49) mit der C-Juniorenmannschaft des TSV Bayer Dormagen. Foto: privat

Haldern.   Der 14-Jährige aus Haldern spielt für das C-Juniorenteam des TSV Bayer Dormagen. Im Oberligateam gehört er zu den Leistungsträgern.

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Aron Seesing lebt als 14-Jähriger bereits auf großem Fuß. Der Halderner hat Schuhgröße 49. Bei einer Körpergröße von 1,86 Meter. Die 49 ist auch seine Trikotnummer beim Handball. Der Kreisläufer gehört inzwischen zu den Stützen der erfolgreichen C-Juniorenmannschaft des TSV Bayer Dormagen.

Schuhgröße 49

Angefangen mit dem Sport hat Aron Seesing bei der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg. In der vergangenen Spielzeit war er noch mit einem Doppelspielrecht sowohl für die HSG als auch für Dormagen aktiv. Zur neuen Saison ist Seesing komplett zum TSV gewechselt, der einer der Stützpunkte des Deutschen Handball Bundes ist. „Wir haben uns das lange überlegt, diesen Schritt zu gehen“, erzählt Vater Stefan Seesing. Schließlich sei das für die ganze Familie mit einem enormen Aufwand verbunden. In der Regel viermal Training die Woche, am Wochenende oft sogar zwei Spiele und darüber hinaus auch noch Lehrgänge und Turniere. 105 Kilometer beträgt die einfache Strecke nach Dormagen. Zumeist wird Aron Seesing von einem Elternteil direkt an der Gesamtschule in Hamminkeln abgeholt. „Unsere Woche ist voll durchgetaktet“, sagt Mutter Tanja Seesing. „Aron isst, lernt und schläft inzwischen im Auto“.

Da die Dormagener, dessen erstes Herrenteam in der Dritten Liga spielt, bei den C-Junioren in der Oberliga Mittelrhein (höchste Liga in dieser Altersklasse) zu selten richtig gefordert werden – so gab es zu Saisonbeginn einen 32:17-Erfolg in Aachen und ein 52:15 gegen KTSV Eupen – sollen sie sich in dieser Saison gleichzeitig auch schon mit B-Jugendteams, ebenfalls in der Oberliga (zweithöchste Klasse), messen.

„In Dormagen wird nichts dem Zufall überlassen, das ist schon richtiger Leistungssport“, hat Stefan Seesing festgestellt. „Hoch qualifizierte Trainer, Physiotherapeuten und Fachärzte stehen zur Verfügung. Die Kinder müssen sich gesund ernähren, von jedem Spiel gibt es eine Videoanalyse. Zudem muss die schulische Leistung stimmen“, zählt der Vater auf. „Auch beim Training geht es immer voll zur Sache. Da ist schnell mal ein Trikot zerrissen“.

Inzwischen hat sich der 14-Jährige auch körperlich schon stark verändert. „Kein Bauch mehr, nur noch Kreuz“, schmunzelt die Mutter. Der Halderner war den Verantwortlichen des TSV Bayer vor zwei Jahren bei einer Jahrgangs-Sichtung in Düsseldorf aufgefallen, an der 180 Nachwuchsakteure teilgenommen hatten und er zu den besten zehn gehörte.

Gewinn des „Sauerland-Cups“

Ein großer Erfolg war für Aron Seesing und sein Team vor kurzem der Gewinn des „Junior-Sauerland-Cups“, bei dem in Menden die besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands aufeinandertrafen. Im Finale bezwangen die von Peer Pütz und Benni Maus trainierten C-Junioren in der ausverkauften Halle den Titelverteidiger und Turnierfavoriten SC Magdeburg mit 22:15. Zu den Gratulanten gehörte nach dem Erfolg auch U21-Bundestrainer Erik Wudtke. Zuvor hatten die Dormagener die Vertretungen aus Menden, Buxtehude, vom Bergischen HC, aus Münster, Gummersbach, Lemgo und Hannover-Burgdorf bezwungen. „Das war schon ein tolles Erlebnis, dieses hochkarätig besetzte Turnier vor einer solchen Kulisse zu gewinnen“, freute sich Aron Seesing über das Highlight, dem künftig möglichst noch viele weitere folgen sollen.

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