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Ausfall besiegelt den Negativ-Rekord für Nico Hülkenberg

Für Nico Hülkenberg endete das Rennen in Singapur trotz einer guten Performance am Ende mit einem bitteren Ausfall.

Foto: Clive Mason

Für Nico Hülkenberg endete das Rennen in Singapur trotz einer guten Performance am Ende mit einem bitteren Ausfall. Foto: Clive Mason

Emmerich.   Zeitweise fährt Nico Hülkenberg beim Singapur GP auf dem zweiten Platz. Doch 13 Minuten vor dem Ende hat der Renault einen Defekt.

Es ist der Rekord, den keiner haben will. Nico Hülkenberg ist nun der Formel-1-Fahrer mit den meisten Rennen (129), der nie auf dem Podium stand. Der Negativ-Rekord wurde beim Großen Preis von Singapur besiegelt, als er 13 Minuten vor dem Ende seinen Renault mit Defekt in der Box abstellen musste.

Dabei schnupperte der Emmericher im südostasiatischen Stadtstaat an einer kleinen Sensation. Denn zwischenzeitlich war er bis auf Platz zwei vorgefahren.

Renault zeigte sich schon in der Woche vor dem Nachtrennen sehr optimistisch. Der Stadtkurs rund um den Hafen sollte dem R.S.17 deutlich besser liegen als zuletzt der Höchstgeschwindigkeitskurs von Monza. Schon in den freien Trainingseinheiten konnte Hülkenberg diese Annahme untermauern. Das Qualifying war dann erneut eine Demonstration der Stärke des 30-Jährigen gegenüber seinem Teamkollegen Jolyon Palmer, der es seit Singapur schwarz auf weiß hat, dass er in der kommenden Saison nicht mehr bei Renault unter Vertrag stehen wird.

Hülkenberg beendete die Qualifikation auf dem siebten Rang und feierte noch im Cockpit ausgelassen, dass er die beiden McLaren hinter sich halten konnte. Palmer schied bereits in Q2 aus und nahm von Position elf das Rennen auf.

Erste Punkte für Palmer

Kurz nach der Fahrerparade setzte in Singapur der Regen ein. Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel 1 gab es ein Nachtrennen auf nasser Piste. Als die Heizdecken von den Reifen gezogen wurden, lüfteten sich die Geheimnisse. Die ersten sechs Piloten in der Startaufstellung setzten auf Intermediates. Hülkenberg war des erste, der Regenreifen aufgezogen hatte.

Keine drei Sekunden war das Rennen alt, als es noch weit vor der ersten Kurve knallte. Max Verstappen (Red Bull), Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel (beide Ferrari) crashten. Hülkenberg lenkte den Renault unbeschädigt durch die erste Kurve und setzte sich dann auf die dritte Position, die er nach der Safety-Car-Phase verteidigen konnte.

In Runde elf kam das Safety Car erneut auf die Strecke. Red Bull reagierte sofort und holte Daniel Ricciardo an die Box. Hülkenberg wurde so Zweiter und fuhr noch eine Runde weiter, ehe er auch zum Reifenwechsel an die Box kam und auf Intermediates als Fünfter auf die Strecke zurückkehrte.

Der Regen hatte zwischenzeitlich aufgehört und die große Frage war, wann die Piste so abgetrocknet war, dass auf Slicks gewechselt werden konnte. Wieder entschied sich Renault für eine extrem konservative Strategie und holte Hülkenberg erst spät an die Box. Mit den Trockenreifen fuhr der Emmericher auf Position vier und versuchte sogar, den vor ihm fahrenden Valtteri Bottas anzugreifen. Doch der Mercedes-Pilot konnte sich wehren.

In Runde 38 war es wieder Zeit für das Safety Car. Hülkenberg kam an die Box. Doch es wurden nicht nur Reifen gewechselt. Scheinbar musste am R.S.17 Flüssigkeit nachgefüllt werden. Diese Prozedur dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Hülkenberg war nun chancenlos und kam als Zehnter zurück auf die Strecke.

Doch selbst ein Punkt sollte ihm nicht vergönnt bleiben. Denn die mechanische Problematik am Renault war so groß, dass in Runde 49 der Ausfall erfolgte. Immerhin gab es bei Renault auch lachende Gesichter. Denn Palmer konnte als Sechster seine ersten WM-Punkte in dieser Saison einfahren.

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