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Beim SV Rees gibt es eine ausgezeichnete Integration

Seit August 2015 führt Michal El-Nounou den SV Rees als erster Vorsitzender.

Foto: DIANA ROOS

Seit August 2015 führt Michal El-Nounou den SV Rees als erster Vorsitzender. Foto: DIANA ROOS

Rees.   Verein wird bei der Aktion „Helfende Hand“ für den FC Horizont INT. geehrt. Besuch vom FVN lobt das Engagement für Menschen mit Behinderung.

Seit anderthalb Jahren ist Michal El-Nounou erster Vorsitzender des SV Rees. „Das ist viel Arbeit, macht aber auch viel Spaß“, sagt der 40-Jährige, der neben seiner Tätigkeit als Vereinschef auch noch die F-Junioren der Grün-Weißen trainiert. „Auch bei uns wird es immer schwerer Ehrenamtler zu finden“, hat El-Nounou festgestellt.

So wird künftig Max Awater neben seinen Aufgaben als Teammanager der Frauen- und Mädchenmannschaften zusätzlich noch als Schatzmeister der Grün-Weißen fungieren. Er folgt auf Andre Becker. Dirk Richter, der zuletzt schon kommissarisch als Geschäftsführer tätig war, wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung im Amt bestätigt.

Investitionen in die Infrastruktur

Einige Investitionen in die Infrastruktur seien in den letzten beiden Jahren getätigt worden, hob El-Nounou bei dem Vereinstreffen hervor. So ist die Terrasse inklusive Grillplatz ausgebaut worden, es wurden mobile Tore angeschafft, das Büro saniert und vor allem die Plätze zwei und drei mit einer Beregnungsanlage ausgestattet.

Für die Zukunft gebe es Überlegungen, einen Kinderspielplatz zu errichten und überdachte Auswechselbänke auf Platz vier zu installieren, listet der Vorsitzende weiter auf. „Zudem soll die Satzung überarbeitet werden“.

Zuletzt machten sich auch Gäste vom Fußballverband Niederrhein ein Bild vor Ort, als ein „Vereinsdialog“ auf der Anlage stattfand. Besonders beeindruckte die Delegation um FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer das sozialpädagogische Ausbildungskonzept des Vereins.

Schon seit über 14 Jahren hat der SV Rees bekanntlich eine eigene Behindertensport-Abteilung. Dr. Heinzgerd Schott, der Schriftführer der Abteilung für Menschen mit Behinderung ist, kommt trotz weiter Anreise seit vielen Jahren gerne nach Rees. „Mein Sohn spielt schon lange hier. Hier fühlt er sich sehr gut aufgehoben und sehr wohl. Der SV Rees ist einer der wenigen Vereine, der sich in diesem Bereich so stark engagiert“, lobt der ehemalige Schulleiter des Weseler Konrad-Duden-Gymnasiums. Highlight für die Menschen mit Behinderung war 2016 eine Fahrt nach Mallorca.

Darüber hinaus gibt es beim SV Rees mit dem FC Horizont INT. eine Mannschaft, in der eine Vielzahl von Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Ländern spielt. Für dieses Integrationsprojekt wurde der Verein 2016 in Berlin mit einem Sonderpreis der Aktion „Helfende Hand“ ausgezeichnet.

Qualifikation von Trainern

Beim Vereinsdialog stellte El-Nounou auch einen vereinseigenen „Masterplan“ zur Förderung der Nachwuchsarbeit vor. „Wir wollen in diesem Bereich langfristig wieder zu den Top-Vereinen im Kreis gehören und haben uns da viele Gedanken gemacht“, erklärt der Mediziner. Dazu gehöre unter anderem die weitere Qualifikation von Trainern und dass alle Mannschaften wieder in der Leistungsklasse spielen.

„Bei der C- und D-Jugend ist das ja schon der Fall und die B-Junioren sind auf einem guten Weg. Bei den A-Junioren benötigen wird dagegen noch ein wenig Zeit“, so El-Nounou. Die ältesten Nachwuchskicker werden im Übrigen inzwischen von Marko Cvetkovikj, dem Torjäger der ersten Mannschaft, trainiert.

Zum Konzept, noch stärker die eigene Jugend zu fördern, gehöre auch eine Zweitvertretung möglichst in der Kreisliga B, um auch den aus der Jugend nachrückenden Spielern, die es nicht in die erste Mannschaft schaffen, eine bessere Perspektive zu bieten, sagt der Vereinschef.

Mit dem sportlichen Abschneiden des A-Liga-Teams im vergangenen Jahr, zunächst dem Klassenerhalt und aktuell Rang vier, ist El-Nounou insgesamt zufrieden.

Mangelhafte Disziplin

Was ihm allerdings überhaupt nicht gefallen habe, sei die immer mal wieder mangelhafte Disziplin, wie zuletzt mit drei Roten Karten bei den Hallen-Stadtmeisterschaften. „Da haben wir kein gutes Bild abgegeben. Das ist vom Vorstand jetzt auch nochmal ganz deutlich angesprochen worden“.

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