Motorsport

Beste Rundenzeit für Hülkenberg auf Hypersoft-Reifen

Nico Hülkenberg war mit dem gestrigen Testtag zufrieden.

Nico Hülkenberg war mit dem gestrigen Testtag zufrieden.

Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Emmerich.   Formel 1. Nico Hülkenberg ist positiv überrascht über die neue, weichste Gummimischung von Pirelli. Heute enden die Testfahrten in Barcelona.

Renault zieht den Fahrerwechsel konsequent durch. Auch gestern teilten sich am siebten und somit vorletzten Testtag in Barcelona Nico Hülkenberg und Carlos Sainz das Steuer des R.S.18. Der Emmericher fuhr dabei am Vormittag die drittschnellste Zeit. Insgesamt spulte er 79 Runden ab.

Bei seinem besten Umlauf auf dem Circuit de Catalunya blieb die Uhr nach 1:18,657 Minuten stehen. Diese Zeit gelang dem Emmericher auf den völlig neuen Hypersoft-Reifen von Pirelli. Der Reifen verhalte sich besser als erwartet, diktierte Hülkenberg den Medienvertretern in die Notizblöcke. „Der Reifen hält länger durch. Man spürt den Zusatzgrip. Das freut dich als Fahrer. Der Ultrasoft war hingegen schwieriger zu handhaben heute“, wird der 30-Jährige von Auto, Motor und Sport zitiert.

Gittersensoren für Aero-Messung

Nach internen Berechnungen von Pirelli sollen zwischen Ultrasoft und Hypersoft sieben Zehntel Sekunden liegen. Nichtsdestotrotz lassen die Zeiten in Barcelona keine gesicherte Prognose zu, wie die Kräfteverhältnisse in der kommenden Formel-1-Saison sein werden. Im Paddock von Barcelona wird allerdings eifrig spekuliert, dass Renault zur vierten Kraft aufsteigen wird. „Das weiß ich nicht, interessiert mich nicht und will ich so auch nicht unterschreiben“, lautet Hülkenbergs Einschätzung zu diesem Thema.

Am Morgen waren am Renault noch große Gittersensoren angebracht, die Luftströme und das aerodynamische Verhalten im Allgemeinen messen. Zudem ist vollkommen offen, mit welchem Gewicht die Autos unterwegs sind. Aus dem Renault-Umfeld ist zu hören, dass die Franzosen heute am letzten Testtag wohl noch mal auf Zeitenjagd gehen werden und Qualifyingrunden simulieren wollen. Aber auch dann wird wohl noch mehr Benzin im Tank sein, als es in der Qualifikation üblich ist, um so auch der Konkurrenz nicht alle Daten zu übermitteln. Hülkenberg monierte zuletzt auch ein wenig die Balance des R.S.18., freute sich aber, dass nach den schlechten Wetterbedingungen in der ersten Testwoche das Team nun doch das geplante Testprogramm komplett durchlaufen konnte. Dieser Lernprozess sei aber auch nötig gewesen, da sich vieles am Boliden im Vergleich zur Vorsaison geändert habe.

Nach dem heutigen Abschlusstest dauert es noch zwei Wochen bis zum Saisonstart in Melbourne. Hülkenberg wird in dieser Zeit noch die Renault-Fabrik in Enstone besuchen. Zum einen steht eine umfangreiche Nachbesprechung, zum anderen Simulatorarbeit an.

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