Fußball

Fortuna Millingen ärgert sich über zwei Abgänge

Torhüter Rene Konst wird Fortuna Millingen erneut verlassen.

Torhüter Rene Konst wird Fortuna Millingen erneut verlassen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Millingen.  Auch der Toptorschütze des Tabellenzweiten wechselt zum Landesligisten VfL Rhede, obwohl er vorher die Zusage beim A-Ligisten gegeben hatte.

Wie es in der Spielzeit 2019/20 bei den Fußballern weitergeht, steht aktuell in den Sternen. Trotzdem muss auch die kommende Saison schon geplant werden. Jetzt gab der Tabellenzweite der Kreisliga A, Fortuna Millingen, bekannt, dass er zwei bittere Abgänge im Sommer zu verkraften hat.

Torwart Rene Konst, der erst zur letztjährigen Rückrunde, nach einem halbjährigen Gastspiel beim SV Vrasselt zur Fortuna zurückgekehrt war und Mittelfeldspieler Jan Schöttler, der mit neun Treffern bester Torschütze der Millinger in dieser Spielzeit ist, werden die Rot-Weißen verlassen. Beide schließen sich dem Landesligisten VfL Rhede an.

Alle hatten in Millingen zugesagt

„Wir hatten mit allen Spielern schon Gespräche geführt und waren uns mit allen einig. Erst danach gab es die Anfrage des VfL Rhede und beide haben direkt zugesagt – ohne Rücksprache mit dem derzeitigen Verein. Wenn man sein Wort gibt, sollte man dieses auch halten. Daher ist das jetzt für uns eine deprimierende Situation“, zeigt sich Rolf Sent, Trainer von Fortuna Millingen, enttäuscht.

Beide Spieler gehören in dieser Spielzeit zum Stammpersonal bei der Fortuna. Während Schöttler alle 20 bisherigen Saisonspiele absolviert hat, kommt Konst, der auch schon in der Jugend für den VfL Rhede aktiv war, auf 13 Partien. Er teilt sich die Position zwischen den Pfosten allerdings auch mit Leon Gerling.

Da die Abgänge nicht vorherzusehen waren, müssen die Millinger nun reagieren. „Aufgrund dessen, dass der Kader nun doch nicht so zusammenbleibt, werden wir in den kommenden Tagen das eine oder andere Gespräch führen“, erklärt der erfahrene Übungsleiter, der auch noch nicht mit Christoph Eyting und Tom Gerstenberg planen kann. „Bei beiden ist noch unklar, wie es für sie familiär und beruflich weitergeht. Daher steht hinter beiden noch ein Fragezeichen.“

Viele Fragezeichen

Ein Fragezeichen steht auch noch dahinter, in welcher Klasse die Fortuna in der kommenden Saison spielt. Momentan belegt die Sent-Elf den zweiten Tabellenplatz und würde damit in die Bezirksliga aufsteigen. Doch ob und wie die Saison nach dem 19. April weitergeht, ist vollkommen unklar. „Wir sollten jetzt erst einmal noch fünf, sechs Wochen warten und gucken, wie die Situation ist. Sollte es dann möglich sein, wieder Fußball zu spielen, sollten wir alles daran setzen, die Saison auch durch zu bekommen“, hofft Sent noch auf einen positiven Ausgang.

Sollte es aber nicht möglich sein, die Saison zu beenden, plädiert der Cheftrainer der Fortuna für eine Annullierung: „Viele Mannschaften sind durch die ausgefallenen Spiele etwas hinten dran. Bei uns in der A-Liga hat der SV Haldern ja schon zwei Spiele mehr ausgetragen als wir oder Olympia Bocholt. Daher wäre es sicherlich ungerecht, wenn Haldern dennoch aufsteigen würde. Deshalb würde es für mich am meisten Sinn machen, die Spielzeit abzubrechen wenn es nicht anders geht und dann im Sommer alles neu zu starten.“

Egal was passiert, vorbereitet wird die Fortuna aus Millingen definitiv sein. Trotz des Trainingsausfalls halten sich die Spieler anderweitig fit. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass jeder Akteur selbstständig laufen geht, um dann auch spielbereit zu sein, sollte es weitergehen.“

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