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Hülkenberg fällt vernichtendes Urteil über Unfallverursacher

Nico Hülkenberg war nach dem Ausfall in Runde eins bedient.

Foto: Charles Coates

Nico Hülkenberg war nach dem Ausfall in Runde eins bedient. Foto: Charles Coates

Emmerich.   In der ersten Runde des Großen Preis von Spanien dreht sich Haas-Pilot Romain Grosjean und trifft dann den vom Emmericher gefahrenen Renault.

Das ganze Wochenende war verkorkst. Und so endete der Große Preis von Spanien für Nico Hülkenberg bereits nach wenigen Metern. Dabei hatte der Emmericher noch Glück im Unglück. Nach einem heftigen Crash konnte er sowie alle weiteren Beteiligten unverletzt aus dem Cockpit klettern.

Das Rennen auf dem Circuit de Catalunya endete für Hülkenberg in der dritten Kurve der ersten Runde. „Das ist natürlich extrem bitter und enttäuschend, das Rennen in der ersten Runde unverschuldet beenden zu müssen“, sagte der Emmericher bei den Interviews in der Mixed-Zone, als das Rennen noch in vollem Gange war.

Das war passiert: Romain Grosjean hatte sich an der linken Straßenseite gedreht, blieb aber auf dem Gas, so dass er dann verkehrt herum über die Piste schoss. Der havarierende Haas knallte in die Hinterachse von Hülkenbergs Renault und auch Pierre Gasly im Toro Rosso wurde noch mit abgeräumt.

Vernichtendes Urteil

„Der Kollege dreht sich und ich sehe ihn nicht, weil mir die Sicht durch die vorausfahrenden Autos versperrt ist. Er ist dann voll in mich reingestoßen und hat bei meinem Auto die komplette Hinterachse abgerissen“, so Hülkenberg, der dann auch ein vernichtendes Urteil für Unfallverursacher Grosjean fällte. „Das hat er wieder gut gemacht, der alte Fliegenfänger. Es ist immer das gleiche. Ich weiß nicht, wie oft er sich am Wochenende dreht. Wenn er das nur für sich macht, okay. Aber wenn er damit andere aus dem Rennen nimmt, ist es nicht mehr in Ordnung.“

Auch Grosjean wusste direkt nach der Karambolage, dass er es auf seine Kappe nehmen musste und entschuldigte sich über Funk. Er sei in die so genannte Dirty Air gekommen, also Luftverwirbelungen von vorausfahrenden Fahrzeugen. Die Rennkommissäre gaben durch, sich erst nach dem Ende des Grand Prix mit der Schuldfrage befassen zu wollen.

Schon bei den Trainingssessions zum Auftakt des Wochenendes lief es nicht besonders gut für Hülkenberg und Renault. Einen Hoffnungsschimmer gab’s aber am Samstagmorgen. Beim dritten freien Training lief es plötzlich im Lager des französischen Werksteams besser.

Technische Probleme im Qualifying

Zumindest Carlos Sainz konnte bei seinem Heimspiel davon im Qualifying profitieren. Bei seinem Heimspiel holte er sich den achten Startplatz. Das Rennen beendete der Spanier auf Platz sieben.

Doch Hülkenberg erlebte schon im Qualifying ein bitteres Aus in Q1. Es war im Übrigen das erste Mal seit dem Spanien GP 2015, dass er im ersten Qualifikationsdurchgang ausschied. Dabei spielte ihm die Technik einen Streich. „Es gab ein Problem mit dem Benzindruck und dem Benzinsystem. Ich habe Benzindruck verloren, so dass dann natürlich die Motorleistung weggeht. Besonders in den schnellen Ecken mit hohen G-Kräften trifft dich das, wenn der Tank relativ leer ist. Da ging der Druck dann weg“, erläuterte der Emmericher. „Schon im dritten Training hatte sich das angekündigt. Wir dachten, wir hätten das Problem abgestellt bekommen, aber die Probleme sind sogar noch größer geworden und so hat es mich rausgehauen.“

Gerade auf einem Kurs wie in Barcelona, wo überholen sehr schwierig ist, bekam Hülkenberg durch Startplatz 16 eine riesige Bürde für Rennen aufgehalst. „Aber wir wollen trotzdem Punkte holen“, sagte er vor dem Rennen. Doch nach wenigen Metern konnte er dieses Ziel zu den Akten legen.

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