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Hülkenberg hat vor dem Italien GP Selbstvertrauen getankt

Nico Hülkenberg hat in Belgien Selbstbewusstsein getankt, wenngleich er die Chancen in Monza realistisch einschätzt.

Foto: Renault Sport Formula One Team

Nico Hülkenberg hat in Belgien Selbstbewusstsein getankt, wenngleich er die Chancen in Monza realistisch einschätzt. Foto: Renault Sport Formula One Team

Emmerich.   Der Emmericher fährt mit gedämpften Optimismus nach Monza. Renault erteilt zwischenzeitlich Ex-Weltmeister eine Abfuhr.

Die Stimmung in Spa war gigantisch. Obwohl es nur 70 000 Sitzplätze an der Rennstrecke gibt, verkauften die Veranstalter munter weiter Tickets, als diese Zahl schon lange erreicht war. Das Ergebnis: 265 000 Fans verfolgten das Rennwochenenden teilweise auf Rasenflächen und von Baumwipfeln.

Was die Leidenschaft für die Formel 1 angeht, stehen die Tifosi sicherlich den Zuschauern in Belgien in nichts nach, so dass es am kommenden Wochenende wieder volle Tribünen auf dem Autodromo di Monza geben wird. Mit dem Großen Preis von Italien beendet die Formel 1 dann zudem auch ihre Saison in Europa. „Ich fahre definitiv mit einer Menge Selbstbewusstsein nach Monza“, sagt dann auch Nico Hülkenberg nach seinem starken sechsten Platz in den Ardennen.

Gleichwohl schätzt er die Aussichten auf eine Wiederholung von Platz sechs als bescheiden ein. „Mein Gefühl sagt mir, dass Monza uns nicht so liegen wird“, meint der Emmericher. „Da geht es nur um Topspeed und das war am Wochenende in Spa ja nicht so unsere Stärke.“ Daher spricht er von „gedämpften Optimismus“ vor dem Auftritt im Königlichen Park von Monza. Der Vollgasanteil auf dem 5,793 km langen Autodromo liegt bei 79 Prozent. Lediglich 36-mal pro Runde müssen die Piloten den Gang wechseln. Ohne Beeinflussung durch Verkehr wird die Bremse sogar nur neunmal pro Runde getreten.

Dass Renault nicht über die stärkste Antriebseinheit im Feld verfügt, ist hinlänglich bekannt. Allerdings wird stetig am aktuellen Auto weiterentwickelt. „Es ist äußerst wichtig, dass es Weiterentwicklungen gibt“, sagt dann auch Hülkenberg gegenüber Motorsport.com „Ich weiß nicht, wie es für Monza aussieht, danach kommen aber wohl einige ziemlich gute.“ Dies sei auch wichtig, um die Lücke zu den Top-Drei-Teams zu schließen.

Denn in die Phalanx von Mercedes, Ferrari und Red Bull kann Renault unter normalen Umständen nicht vorstoßen. Gleichwohl hat Teamchef Cyril Abiteboul in Belgien nochmal betont, dass in der kommenden Saison Platzierungen auf dem Podium möglich sein sollen, im Jahr 2019 soll dann um Rennsiege mitgefahren werden, ehe 2020 auch der Kampf um die Weltmeisterschaft aufgenommen werden soll. Den Weg dorthin wird Jolyon Palmer allerdings nicht mitgehen. Denn der Brite muss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Cockpit am Ende der Saison räumen.

Kampf um die Weltmeisterschaft

Nachfolge-Kandidaten gibt es viele – unter anderem Fernando Alonso. Doch Abiteboul hat nun kategorisch eine Rückkehr des zweimaligen Weltmeisters ausgeschlossen. „Er ist in Eile, um wieder in eine Position zu kommen, wo er um die Weltmeisterschaft kämpfen kann. Wir wissen, dass es bei uns noch eine Weile dauern wird, bis wir ein Auto haben, das so etwas bieten kann“, sagt der Franzose gegenüber Motorsport.com. „Es gibt eine Sache, die ich nicht möchte: Einen frustrierten Fernando in einem Renault zu haben.“

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