eSport

Nico Hülkenberg auch bei virtuellem Rennen ohne Podium

Nico Hülkenberg war virtuell unterwegs, für einen Podestplatz reichte es aber auch an der Konsole nicht.n.

Nico Hülkenberg war virtuell unterwegs, für einen Podestplatz reichte es aber auch an der Konsole nicht.n.

Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Emmerich.  Statt auf der echten Rennstrecke wird der Große Preis von Bahrain an der Konsole ausgetragen. Der 32-jährige Emmericher belegt Platz zehn.

Nur wenige Monate nach seinem Aus in der Formel 1 feierte Nico Hülkenberg ein Comeback in der Königsklasse – zumindest virtuell. In Zeiten der Corona-Krise wurde der Große Preis von Bahrain als eSport-Event ausgetragen und der Emmericher hatte zugesagt, bei der Videospiel-Simulation „F1 2019“ mitzumachen.

Crash gleich zu Beginn

Allerdings lief es wie so oft im vergangenen Jahr auf den realen Rennstrecken auch an der Konsole nicht wirklich gut für den 32-Jährigen. Der Emmericher ging – gestärkt mit einer Tafel Schokolade – die Fahrt zu schnell an und krachte gleich mit seinem Racing Point-Boliden in die Leitplanken.

„Sekt oder Selters“, hatte Hülkenberg vorher zu seiner Strategie gesagt. Dass für den ehemaligen Renault-Piloten auch am Bildschirm kein Treppchenplatz herausspringen würde, war damit schnell klar. Nach dem Crash fiel er zeitweise auf Rang 16 zurück. Platz fünf hatte der Emmericher im Qualifying erreicht, der zehnte Rang wurde es am Ende.

Chinese Guanyu Zhou gewinnt

Den Sieg holte sich der Chinese Guanyu Zhou, der in der Formel 2 fährt. Er gewann vor dem Belgier Stoffel Vandoorne und dem Österreicher Philipp Eng. Aufgrund von technischen Problemen musste das Rennen von 28 auf 14 Runden verkürzt werden.

Von den derzeitigen Formel 1-Piloten waren allerdings nur Nicholas Latifi und Lando Norris dabei. Der Brite Norris, der das Rennen auf der Plattform Twitch streamte, verpasste aufgrund technischer Schwierigkeiten das Qualifying. Er musste deshalb ganz von hinten starten, wurde nach einer – teilweise vom Computer gesteuerten – Aufholjagd aber knapp vor Latifi noch Fünfter. Unter anderem nahmen auch Sänger Liam Payne, Golf-Profi Ian Poulter und der sechsfache Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy teil.

Den YouTube-Stream verfolgten im Durchschnitt gut 160.000 Zuschauer. Weitere virtuelle Rennen sollen an den Sonntagen folgen, an denen unter anderem in Shanghai, Hanoi oder Monaco gefahren worden wäre. Bis Ende Mai sind zunächst alle Grand Prix abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben.

„Der Sport muss sich jetzt erst einmal hinten anstellen“, ist es auch für Nico Hülkenberg keine Frage, dass die Formel 1 wie der komplette Sport pausiert solange es nötig ist.

Formel E könnte für Nico Hülkenberg Alternative sein

Nicht nur die nächsten Monate in der Formel 1 stehen derzeit in den Sternen, auch ist weiterhin nicht klar, was der Emmericher künftig machen wird. Die Königsklasse hat der 32-Jährige weiterhin nicht abgeschrieben, hofft auf ein Comeback vielleicht im nächsten Jahr.

Durchaus aber eine Alternative könnte die Formel E sein. „Die Formel E hat sich in den letzten Jahren extrem stark entwickelt, da muss ich sagen: Wahnsinn, was die geschafft haben, was die sich auch für einen Status erarbeitet haben“, lobt Nico Hülkenberg. „Alle deutschen Premium-Hersteller sind dort vertreten. Auf jeden Fall wäre das auch eine interessante Option“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben