Motorsport

Nico Hülkenberg erhält von Renault für 2018 ein neues Auto

Nico Hülkenberg im aktuellen Formel-1-Boliden von Renault mit dem Namen R.S.17. Im kommenden Jahr gibt es ein ganz neues Auto.

Foto: Dan Wozniak

Nico Hülkenberg im aktuellen Formel-1-Boliden von Renault mit dem Namen R.S.17. Im kommenden Jahr gibt es ein ganz neues Auto. Foto: Dan Wozniak

Emmerich.   Schon beim Brasilien GP am Wochenende werden Messinstrumente eingesetzt, um Entwicklungen für die Saison 2018 zu testen.

Die aktuelle Saison in der Formel 1 biegt auf die Zielgerade. Am kommenden Wochenende steht mit dem Großen Preis von Brasilien in Interlagos das vorletzte Rennen des Jahres auf dem Programm. „Für mich ist es immer etwas ganz besonders“, sagt Nico Hülkenberg. „Es ist eines meiner Lieblingsrennen im Kalender. São Paulo ist eine verrückte Stadt und es gibt dort das gewisse Etwas, was ich sehr mag. Das Essen, die Menschen – das ist alles sehr bezaubernd, insgesamt eine total einmalige Erfahrung.“

Einmalig ist bisher auch die Leistung des Emmerichers im Autodromo José Carlos Pace, holte er dort doch in seinem Rookie-Jahr 2010 die bis heute einzige Pole Position seiner Formel-1-Karriere. „Auch in 2012 habe ich das Rennen lange angeführt und es war Pech, dass ich nicht aufs Podium gekommen bin“, erinnert sich Hülkenberg. „Ich habe dort ordentliche Ergebnisse gehabt und werde auch diese Mal alles tun, um so weiterzumachen.“

Motor muss zuverlässiger werden

Ein Weitermachen wird es bei Renault in jedem Fall nicht geben. Das haben die Verantwortlichen nun angekündigt. Denn für die kommende Saison baut das französische Werksteam ein komplett neues Auto. „Wir haben mit unserem Auto unter dem neuen Reglement vieles gelernt. Das neue Auto dürfte daher einen deutlichen Fortschritt bedeuten“, erklärt Technikchef Nick Chester.

Bereits jetzt sind erste Komponenten des neuen Boliden fertiggestellt. Diese sollen nun in den Trainingssessions in Brasilien erprobt werden. „Wir werden in Brasilien eine Reihe von Messinstrumenten einsetzen, die uns dabei helfen sollen, das Paket für die Formel-1-Saison 2018 vorzubereiten“, kündigt Chester an.

Neben neuem Chassis und Design soll auch der Motor fürs kommende Jahr mehr Power haben. Die Motorendefeke von Mexiko (die NRZ berichtete) hält Teamchef Cyril Abiteboul für inakzeptabel. „Wir müssen rasche und nachhaltige Maßnahmen ergreifen“, sagt der Franzose. „Der besondere Kurs in Mexiko hat unsere Schwächen offenbart. Der Spagat zwischen Leistung und Zuverlässigkeit ist uns nicht erfolgreich gelungen. Das wurde deutlich. Der Motor an sich ist zwar im Verlauf der Formel-1-Saison 2017 viel stärker geworden, aber es fehlt uns noch an Zuverlässigkeit: sowohl für uns als auch für unsere Kundenteams. Doch das Team bleibt zuversichtlich und steht geschlossen hinter den Zielen. Nur so können wir bis zum Saisonende und in der Vorbereitung auf 2018 weitere Fortschritte erzielen.“

Weniger Höhenluft

Chester wiederum glaubt, dass sich die Ereignisse vom letzten Rennen in Interlagos nicht wiederholen werden. „In Mexiko sind wir auf 2240 Meter über Meer gefahren, in Brasilien werden es nur noch knapp 800 Meter sein. Das ist einfacher, was Kühlbedarf und Einstellung des Laders angeht. Ein Fragezeichen ist immer das Wetter. Jedes zweite Rennen in den vergangenen zehn Jahren wurde von Regen beeinträchtigt“, erklärt der Technikchef.

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