Motorsport

Nico Hülkenberg freut sich auf seine Lieblingsstrecke

Nico Hülkenberg (re.) bespricht sich mit Teamchef Cyril Abiteboul.

Foto: Renault Sport Formula One Team

Nico Hülkenberg (re.) bespricht sich mit Teamchef Cyril Abiteboul. Foto: Renault Sport Formula One Team

Emmerich.   Eine Runde in Spa-Francorchamps ist 7,004 Kilometer lang und fordert Mensch und Maschine gleichermaßen. Emmericher schwärmt von einer Kurve.

Anfang Juli führte die dritte Etappe der Tour de France über den legendären Circuit von Spa-Francorchamps. An diesem Wochenende sind die Reifen auf der Strecke wieder deutlich breiter. Denn die Formel 1 beendet ihre Sommerpause mit dem Ardennen-Klassiker.

„Es ist eine meiner Lieblingstrecken und gehört zu den besten Rennstrecken der Welt“, fiebert auch Nico Hülkenberg dem Großen Preis von Belgien entgegen. „Der Wald ist unglaublich toll und die Strecke selbst liegt in einer herausragenden Landschaft.“

Eingebettet in die hügeligen Ardennen sind die vielen Höhenunterschiede charakteristisch. „Und dann gibt’s noch Eau Rouge“, nennt der Emmericher, der am vergangenen Samstag 30 Jahre alt geworden ist, die Kurve, die über den größten Mythos im Motorsport verfügt. „Es ist schon überwältigend, diese Kurven live zu sehen, sie in einem Formel-1-Auto zu durchfahren, ist noch viel spezieller. Wir werden dort mit Vollgas unterwegs sein, was sehr aufregend ist, und auch die Pouhon wird extrem schnell sein.“ Seit der Jahrtausendwende ist es übrigens nicht mehr erlaubt, Eau Rouge mit einem Privat-Pkw zu durchfahren.

Veranstalter erwartet 260 000 Fans

Mit 7,004 km verfügt Spa über die längste Runde in der ganzen Formel 1. Von daher sei es wichtig, eine gute Fahrzeug-Balance zu finden, so Hülkenberg, weil es entsprechend viele Kurven gibt. „Man muss die Sektoren zusammenbekommen und in jeder Kurve am Limit sein, und genau das ist die Herausforderung, um eine gute Runde hinzubekommen“, erklärt der Renault-Pilot. „Mir gefällt speziell der mittlere Sektor, in dem man ziemlich viel zu tun hat. Aber man hat dort einen guten Rhythmus und es macht einfach Spaß, ihn zu fahren.“

Weniger Freude bereitet von Zeit zu Zeit das Wetter in den Ardennen, das vollkommen unbeständig ist. Wie auch immer die Bedingungen am kommenden Wochenende sein werden, schon jetzt ist klar, dass der Mythos Spa die Massen elektrisiert. Der Veranstalter vermeldet bereits, dass die Tribünenkarten komplett vergriffen sind. Erwartet werden am Rennwochenende dann auch 260 000 Zuschauer. Gerade aus den Niederlanden wird eine regelrechte Invasion einsetzen, da Max Verstappen viele Fans anlockt.

Hülkenberg kennt im Übrigen auch die Fanseite in Spa. Mit Vater Klaus-Dieter erlebte er als kleiner Junge sein erstes Formel-1-Rennen live vor Ort in Belgien.

Derweil hat Renault-Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber dem britischen Fachblatt Autosport noch mal bestätigt, dass Renault zu Beginn der Saison auf kleinere Updates verzichtet, stattdessen ein großes Paket für Silverstone geschnürt habe. Seitdem sei der Aufwärtstrend klar erkenntlich. Und das französische Werksteam, das allein in diesem Jahr 80 neue Mitarbeiter eingestellt hat, hält am ehrgeizigen Ziel fest, ab 2020 um den WM-Titel mitzufahren. „Man muss es sich wie eine hohle Röhre vorstellen“, so Abiteboul. „Es braucht ein bisschen Zeit, um diese komplett aufzufüllen und Ergebnisse in Form von Konzepten und physischen Teilen an ihrem Ende zu sehen. Genau das passiert gerade. Wir füllen die Röhre an einem Ende mit Investitionen, Equipment, Leuten und Ideen auf. Daraus entstehen Konzepte, die sich letztlich in handfesten Teilen manifestieren.“

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