Motorsport

Nico Hülkenberg mit neuem Helm-Design beim Nachtrennen

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (Hessen) am Stand von Renault den neuen Renault Megane R.S..

Foto: Arne Dedert

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main (Hessen) am Stand von Renault den neuen Renault Megane R.S.. Foto: Arne Dedert

Emmerich.   In Singapur kämpfen die Fahrer mit extremen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Emmericher schaut vorher auf der IAA in Frankfurt vorbei.

Kurz bevor er den Flieger nach Singapur bestieg, schaute Nico Hülkenberg in Frankfurt noch bei der Internationalen Automobilausstellung vorbei. Dort stellte der Emmericher den neusten Sportwagen von Renault vor. Die Franzosen präsentierten auf der IAA den Megane RS, den Hülkenberg unter anderem auch schon auf der Rennstrecke in Spa-Francorchamps getestet hatte. „Der RS schiebt richtig gut an und macht riesigen Spaß. Er fühlt sich an wie ein Sportwagen“, lobte Hülkenberg dann auch das neuste Produkt seines Arbeitgebers gegenüber dem Mannheimer Morgen.

Nach dem Werbetermin folgte der Trip in den südostasiatischen Insel- und Stadtstaat. Das Nachtrennen von Singapur steht am Wochenende auf dem Programm. Die Strecke an der Marina Bay wird mit 1600 Lampen erhellt, wobei die Lichtleistung von 3000 Lux etwa viermal so hoch ist wie in einem Fußballstadion. 108 Kilometer Kabel mussten dafür rund um den Kurs verlegt werden.

Hülkenberg selbst gibt zu, dass er immer ein bisschen Eingewöhnungszeit braucht, bis er sich an die speziellen Lichtverhältnisse gewöhnt hat. „Aber wirklich schlimm ist es nicht“, so der 30-Jährige. „Es fühlt sich wie ein normales Rennen an, auch weil es ja schon lange dazu gehört.“

Nichtsdestotrotz bringt das Nachtrennen einige Veränderungen in den Abläufen mit sich. Als der Grand Prix neu war, gab es etwa die Problematik, dass die Fahrer nach den Trainings nirgends mehr etwas essen konnten, da es Ortszeit 3 Uhr nachts war. Mittlerweile haben sich die Restaurants in der 5,6 Millionen Metropole aber auf die Formel 1 eingestellt. „Vom Tag bekomme ich da nichts mit“, berichtet Hülkenberg. „Ich schlafe bis mittags und dann geht’s an die Arbeit, so dass wir Fahrer am normalen Leben nicht teilnehmen können. Die Strecke ist unglaublich, es ist fantastisch, wie alles aufgebaut wird, vor allem weil es mitten in der Stadt ist.“

Für Hülkenberg ist Singapur einer der Höhepunkte der Saison. Und speziell für den Nacht-Grand-Prix hat er sich auch etwas besonderes einfallen lassen. Der Helm wurde umlackiert in mattes Schwarz und mit einigen Glitzereffekten aufgepeppt. Das Design erinnert stark an die Kreationen von Hülkenbergs Lieblingsmodeschöpfer Philipp Plein.

Negativ-Rekord droht

Immer ein Faktor in Singapur ist auch das Wetter. Für Sonntag sind selbst in den späten Abendstunden noch um die 30 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent angesagt. „Für uns Fahrer ist es wegen der hohen Hitze und Luftfeuchtigkeit sowie der Streckencharakteristik körperlich sehr anstrengend, dort zu fahren. Es ist wohl eine der anstrengendsten Grand-Prix-Strecken, auf denen wir unterwegs sind“, so der 30-Jährige, der am Wochenende auch alleiniger Halter des Formel-1-Negativ-Rekords werden könnte als Fahrer mit den meisten Starts ohne eine Platzierung auf dem Podium (die NRZ berichtete).

Gleichwohl ist das Renault-Lager vor dem Singapur GP deutlich zuversichtlicher als noch zuletzt beim Höchstgeschwindigkeitsrennen in Monza. „Ich freue mich auf Singapur, denn da sollten wir deutlich konkurrenzfähiger sein“, meint Hülkenberg. Der Marina Bay Circuit ist dann auch das Gegenteil vom Autodromo di Monza. Das Durchschnittstempo auf dem 5,065 Kilometer langen Stadtkurs beträgt gerade einmal 180 km/h.

„Die Runde ist wirklich sehr lang, mit vielen Kurven und einigen engen Passagen“, sagt Hülkenberg, der natürlich auch am 14. Rennwochenende der Saison seine weiße Qualifying-Weste gegenüber Teamkollege Jolyon Palmer behalten möchte. Auch wenn es noch nicht offiziell bestätigt ist, dürfte der Brite in Singapur das letzte Mal in einem Renault sitzen. „Nico ist ein super starker Fahrer in der Qualifikation“, lobt dann auch Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. „Vermutlich einer der besten Fahrer im aktuellen Feld. Leider fällt das im Moment nicht wirklich so auf, weil das Auto langsamer ist. Was er in den bisherigen Qualifyings gezeigt hat, ist unter diesen Umständen herausragend.“

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