Motorsport

Nico Hülkenberg profitiert von Safety-Car-Phase

Nico Hülkenberg beim Reifenwechsel.

Nico Hülkenberg beim Reifenwechsel.

Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Emmerich.   Die Serie geht weiter: Auch im dritten Saisonrennen fährt der Emmericher in die Punkte. Beim China Grand Prix wird der Renault-Pilot Sechster.

Die Serie von Nico Hülkenberg hat auch in Schanghai gehalten. Beim dritten Saisonrennen kam der Emmericher erneut in die Punkte. Den Großen Preis von China beendete er auf dem sechsten Platz. „Die Pace war gut und wir sind an der Spitze des Mittelfeld, alles in allem war das kein schlechter Tag“, sagte der 30-Jährige. „Die acht Punkte haben wir jedenfalls im Sack. Und eins ist schon mal sicher, das war ein aufregendes Rennen.“ Hülkenberg liegt nun in der Fahrer-Weltmeisterschaft mit 22 Punkten auf Platz sieben.

Schon die erste Runde hatte es in sich. Hülkenberg hatte im Qualifying den siebten Startplatz herausgefahren, den er trotz einiger turbulenter Szenen auch halten konnte. „Es schien so, dass alle beim Start wenig Grip hatten. Die Autos rutschten nur so über die Strecke“, so der Emmericher, der auf angefahrenen Ultrasoft-Reifen das Rennen aufnehmen musste. Renault-Einsatzleiter Alan Permane hatte zuvor geunkt, dass die Reifen vermutlich gerade mal acht Runden halten würden. Ein wenig länger ging es dann doch.

Verstappen rettet halbe Sekunde

In der 13. Runde kam der Emmericher zum Reifenwechsel an die Box. Die Renault Mechaniker zogen nun die Medium-Mischung auf. Durch den ersten Boxenstopp änderte sich an der Reihenfolge wenig. Hülkenberg lag weiterhin auf Position sieben. Doch dann sollte ein Blackout vom in Bahrain noch gefeierten Toro-Rosso-Piloten Pierre Gasly die Karten neu mischen. Der Franzose fuhr vollkommen unmotiviert in Runde 31 beim Überholversuch in das Auto seines Teamkollegen Brendon Hartley. Die Folge: Carbonteile lagen weit auf dem Asphalt verteilt.

Die Rennleitung entschied sich dann, das Safety Car auf die Strecke zu schicken. Der Zeitpunkt war für Hülkenberg ein absoluter Glücksfall, da er direkt nach Bekanntgabe in die Boxengasse abbiegen konnte. „Wir waren von Beginn an auf einer Zwei-Stopp-Strategie“, erklärte der Emmericher. „Das hat sich ausgezahlt, wobei das Safety Car uns in die Hände gespielt und es im Endeffekt einfacher gemacht hat. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass wir auch ohne Safety Car vor unseren Gegner gelandet wären.“

Hülkenberg profitierte im folgenden Rennverlauf von einem weiteren Fauxpas eines Fahrers. Denn ähnlich wie Gasly hatte auch Max Verstappen keine wirkliche Chance bei einem Überholversuch, als er Sebastian Vettel in den Ferrari fuhr. Vettels Auto war danach leicht beschädigt und Hülkenberg hatte auf den frischen Reifen keine Probleme, am vierfachen Weltmeister vorbei zu ziehen und so den sechsten Platz zu erobern.

Im Endeffekt wurde es noch mal richtig spannend. Nicht auf der Strecke, sondern beim Blick auf den Zeitenmonitor. Denn Verstappen war von den Rennkommissären mit einer Strafe von zehn Sekunden belegt worden, die nach Rennende auf seine gefahrene Zeit addiert wurde.

Fast hätte Hülkenberg noch einen weiteren Platz gut machen können, doch am Ende rettete Verstappen einen Vorsprung von einer halben Sekunde auf den Emmericher ins Ziel.

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