Fußball

Pistel-Elf schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Stefan Hebing (li.) erzielte mit dem SV Haldern den ersten Sieg in diesem Jahr. RSV-Routinier Michal Szczepinski (re.) verpasste in der ersten Hälfte mit zwei Kopfbällen knapp einen Treffer.

Foto: Thorsten Lindekamp

Stefan Hebing (li.) erzielte mit dem SV Haldern den ersten Sieg in diesem Jahr. RSV-Routinier Michal Szczepinski (re.) verpasste in der ersten Hälfte mit zwei Kopfbällen knapp einen Treffer.

Haldern.   SV Haldern - RSV Praest 2:1. Hausherren geben die Rote Laterne ab, die Schwarz-Gelben verpassen es, sich ein wenig Luft zu verschaffen.

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Der SV Haldern hat mit den ersten Punkten in diesem Jahr neue Hoffnung auf den Klassenerhalt geschöpft. Durch den 2:1 (1:0)-Sieg gegen den RSV Praest konnten die Lindendörfler die Rote Laterne wieder abgeben. Die Gäste verpassten es dagegen, sich im Bezirksliga-Abstiegskampf ein wenig Luft zu verschaffen und stehen weiterhin nur aufgrund des besseren Torverhältnisses über dem Strich.

„Diesmal hatten wir das Glück des Tüchtigen“, freute sich der Halderner Trainer Holger Pistel nach den letztendlich erfolgreichen 90 plus fünf Minuten im Lindenstadion. Schon in der achten Minute waren die Rot-Weißen mit 1:0 in Führung gegangen. Nach einem Halderner Freistoß flog ein Querschläger von Justin Ising hoch in Richtung des zweiten Pfostens, RSV-Keeper Daniel Vollmer konnte den Ball nur vor die Füße von Steffen Syberg abwehren und der verwandelte zum 1:0. „Da bekommen wir schon wieder so eine Gurke“, ärgerte sich RSV-Coach Roland Kock über den frühen Rückstand.

Danach hatten die Gäste jede Menge Möglichkeiten, in der ersten Hälfte zum Ausgleich zu kommen. Doch Dennis Thyssen direkt im Gegenzug (9.), zweimal Michal Szczepinski mit einem Kopfball (26., 30.), sowie Marcel Wolters (34.) und Jonas Wilde (43.) vergaben allesamt.

Das 1:1 für den RSV fiel dann in der 51. Minute – ähnlich wie das Halderner 1:0. Einen langen Ball konnte Torwart Nico Hakvoort zunächst noch an die Latte lenken, Ron Janssen versenke anschließend den Abpraller aus kurzer Distanz am zweiten Pfosten.

Notbremse nicht geahndet

Nach einer Stunde Spielzeit ärgerten sich die Halderner über eine kapitale Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Kapitän Matthias Bauhaus war auf und davon und Marvin Schwarz konnte ihn nur noch mit einem Griff ans Trikot stoppen, doch der Referee ließ das Spiel weiterlaufen. „Das war eine glasklare rote Karte“, konnte es Bauhaus nicht fassen – und auch den Praestern war klar, dass sie in dieser Szene viel Glück hatten.

Die Entscheidung fiel dann in der 71. Minute, als ein Freistoß von Lukas Meurs aus rund 20 Metern an Freund und Feind vorbei den Weg ins Tor fand und die Gastgeber über das 2:1 jubelten.

Der RSV verstärkte anschließend noch einmal seine Offensivbemühungen. Die beste Chance hatte Marcel Wolters in der 88. Minute, doch seinen Volleyschuss parierte Hakvoort glänzend. Auf der anderen Seite vergab Yannik Duesing bei Kontern gleich dreimal die Möglichkeit den Sack endgültig zuzumachen.

„Zumindest ein Punkt wäre für uns verdient gewesen“, haderte Roland Kock, der nun am Sonntag mit dem RSV das nächste Derby beim SV Vrasselt bestreiten wird.

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