Fußball-Bezirksliga

Praest zeigt gegen Buchholz nach spätem Rückstand Moral

Nils Rütjes (rechts) und Mike Wezendonk (hinten mittig) holten mit dem RSV einen Punkt beim Tabellendritten.

Nils Rütjes (rechts) und Mike Wezendonk (hinten mittig) holten mit dem RSV einen Punkt beim Tabellendritten.

Foto: Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Praest.  Verfolgerduell der Bezirksliga findet auf dem Kunstrasen der Sportschule Wedau keinen Sieger. Ein RSV-Neuzugang trifft beim 2:2 spektakulär.

Das Verfolgerduell in der Bezirksliga fand keinen Sieger. Viktoria Buchholz und der RSV Praest trennten sich nach einem guten Bezirksligaspiel mit 2:2 (0:0). Dennoch verbesserten sich beide Teams in der Tabelle, der RSV schob sich mit nun 34 Zählern auf Rang drei.

„Buchholz hatte in der ersten Halbzeit mehr oder weniger keine klare Torchance. Wir hatten zwei, drei Möglichkeiten, wo wir hätten in Führung gehen können“, sah der Praester Trainer Roland Kock seine Elf in Halbzeit eins am Drücker.

So hatte die Praester Ersatzbank im ersten Durchgang schon den Torschrei auf dem Lippen. Allerdings konnte Viktorias Schlussmann Timo Mohr einen Schuss von Marius Storm im letzten Moment abwehren. Im Nachsetzen scheiterte dann auch noch Stürmer Rene Groes erneut am guten Duisburger Torwart.

So blieb es weiterhin beim 0:0. Eine weitere gute Aktion, die aber ebenfalls nicht zum Torerfolg führte, hatte Alpay Erdem. „Da waren wir dran. Wie Buchholz in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft war, waren wir in der ersten Halbzeit das bessere Team“, sah Kock einen guten ersten Durchgang seiner Elf. Torlos ging es anschließend in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Schwarz-Gelben zunächst den Ton an und erwischten einen guten Start. Winter-Neuzugang Erdem sah, dass Mohr im Kasten der Hausherren etwas weit vor seinem Tor stand und vollendete seine gute Einzelaktion mit einer Bogenlampe aus rund 25 Metern über den Torhüter an die Unterkante der Latte zur verdienten 1:0-Führung.

Freude währte nur kurz

Die Freude im Lager des RSV währte aber nur kurz, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später markierten die Gastgeber das 1:1. Nach einem Befreiungsschlag im eigenen Sechszehner rutschte der Ball zu Pascal Schmitt durch, der mit der ersten richtigen Torchance der Duisburger zum Ausgleich traf. „Das war natürlich sehr ärgerlich sofort danach das 1:1 zu kassieren“, monierte Kock den schnellen Gegentreffer.

In der Folge kamen die Hausherren besser in die Partie und bestimmten nun ihrerseits das Spielgeschehen auf dem Platz. In der 82. Minute belohnte sich das Team von Maik Sauer für seine Leistungssteigerung mit dem 2:1-Führungstreffer durch Alexander Klug.

Nun gelang es aber dem RSV zeitnah zu egalisieren. Storm zog in den Strafraum, brachte den Ball knallhart vor das gegnerische Tor, wo das Spielgerät abgefälscht wurde und den Weg über die Linie zum 2:2-Ausgleich fand. „Da haben wir Moral gezeigt und uns nochmal aufgebäumt, dann auch die letzten Minuten gut dagegen gehalten“, konnte sich Kock über den Treffer nur vier Minuten später freuen.

Beinahe noch der Lucky Punch

Mit etwas Glück wäre für die Gäste sogar noch etwas mehr drin gewesen. Nach einer Ecke in der 90. Minute wurde Marvin Müller elfmeterreif am Trikot gezogen. Wie der Schiedsrichter nach dem Schlusspfiff mitteilte, habe er die Aktion aber nicht gesehen. „Natürlich schon etwas ärgerlich, das hätte der Lucky Punch sein können. Wir haben uns aber gut verkauft, sind die Sache konzentriert angegangen und haben eine gute Leistung abgerufen. Echt gut, da kann man stolz und zufrieden sein“, konnte Kock mit dem Punkt gut leben.

Viel Zeit zum Durchpusten bleibt der Kock-Elf nicht, denn bereits am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) ist der aktuelle Tabellenführer Mülheimer FC 97 zu Gast am Praester Offenberg. Von der Qualität des Spitzenreiters konnten sich die Praester im Hinspiel überzeugen, als es eine deutliche 2:5-Klatsche setzte. „Da haben wir keine gute Leistung abgerufen, aber man hat da auch schon gesehen, dass Mülheim eine gute Truppe ist“, ist der Praester Linienchef gewarnt.

Inzwischen sind seine Kicker aber schon seit sieben Spielen ungeschlagen und mischen ganz oben in der Tabelle mit. „Wir gucken auf uns, sind Tabellendritter und das haben wir uns erarbeitet. Nun wollen wir sehen, dass wir denen Paroli bieten. Wenn ich die letzten Leistungen sehe, wollen wir da weitermachen und dann mal gucken, was dabei herausspringen kann. Wir können mit breiter Brust antreten, haben eine gute Serie hingelegt und wollen die Punkte zuhause halten“, so Kock vor dem Spitzenspiel.

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