Hallenfußball

Reeser Routiniers sichern sich den Hugo-Bossmann-Pokal

Das siegreiche Team des SV Rees.

Das siegreiche Team des SV Rees.

Rees.   BW Bienen hatte wieder zu einem Turnier für die Alten Herren in die Reeser Dreifachsporthalle am Westring eingeladen. Neun Teams machten mit.

Die Alten Herren von BW Bienen veranstalteten in der Reeser Sporthalle am Westring ihr jährliches Hugo-Bossmann-Turnier. Kurzfristig gab es die Absage eines Vereins, so mussten die Turnierpläne geändert werden, aber auch mit neun Mannschaften konnte das Turnier ohne Verzögerung über die Bühne gehen, dafür wurde die Spielzeit etwas verlängert.

Pünktlich eröffnete der spätere Turniersieger SV Rees gegen den SV Vrasselt das Turnier und hier wurde schon deutlich, dass es eine torreiche Veranstaltung geben würde, die Grün-Weißen gewannen mit 4:2 und anschließend auch alle weiteren Spiele in der Vorrunde. Zweiter in der Gruppe A wurde der SV Krechting, der insgesamt sieben Punkte erzielte, vor der BSG Hö.-Nie.-Kalkar, dem RSV Praest und dem SV Vrasselt. In der Gruppe B wurde der SV Haldern Erster. Zweiter wurde – aufgrund des besseren Torverhältnisses – Titelverteidiger VfB Rheingold Emmerich vor dem GSV Duisburg, einer Mannschaft mit Gehörlosen. Auf Platz vier landete das Team aus Heelden.

Sympathien für die Gehörlosen

Die Gehörlosen Duisburg hatten die Sympathien der Zuschauer auf ihrer Seite, denn sie spielten attraktiven und offensiven Fußball und zeigten, dass man auch ohne Worte Spaß haben und erfolgreich sein kann. Benedikt Ising aus Praest trainiert seit mehr als einem Jahr die gut eingespielte Mannschaft.

Aber nicht nur die Gehörlosen, sondern auch die anderen Mannschaften zeigten gute Passsicherheit, Zielstrebigkeit und vor allem viele Tore, als Zuschauer kam man auf seine Kosten. Das hohe Niveau konnten auch die beiden ältesten Spieler des Turniers, Alan Benford aus Niedermörmter und Elmar Kaufhold aus Emmerich, mit Mitte 60 gut erreichen, es war toll zu sehen, was gerade diese beiden Akteure läuferisch, spielerisch und schusstechnisch immer noch draufhaben. Nur im Zweikampfverhalten, dass bei Alt-Herren-Turnieren eigentlich eher passiv ausgeübt werden sollte, hielten sie sich zurück.

Ü50-Turnier in Planung

Insgesamt äußerten sich viele Spieler und die Zuschauer sehr positiv über das hohe Niveau des Alt-Herren-Fußballs, gleichzeitig denken die Verantwortlichen darüber nach, ob im nächsten Jahr gegebenenfalls auch ein Turnier für Ü50-Mannschaften angeboten wird, denn das gibt es am unteren rechten Niederrhein noch nicht.

Im ersten Halbfinale standen sich der SV Rees und der VfB Rheingold gegenüber. Am Ende gewannen die Grün-Weißen knapp mit 2:1. Im anderen Halbfinale bezwang der SV Haldern den SV Krechting glatt mit 3:0. Die beiden unterlegenen Mannschaften verzichteten auf die Austragung des kleinen Finals und einigten sich auf ein Neun-Meter-Schießen. Da es nach 20 Schüssen immer noch keinen Sieger gab, entschieden die Mannschaften, dass sie beide als Dritter das Turnier beenden.

Im Finale standen sich mit dem SV Rees und dem SV Haldern dann auch die beiden Gruppensieger gegenüber. Die Lindendörfler gingen zunächst in Führung, danach drehte Rees den Spieß um und gewann verdient das Turnier, den Hugo-Bossmann-Pokal und ein Essen für die ganze Mannschaft.

Bei der Siegerehrung bedankte sich Alt-Herren-Chef Wolfgang Zertisch (BW Bienen) bei seiner Mannschaft, die diesmal selbst nicht gegen den Ball trat, dafür aber das Turnier gewohnt sicher und routiniert über die Bühne brachte.

Turniersieg und Frühstückskorb

Ein besonderer Dank ging auch an die guten Schiedsrichter, die vielen weiblichen Helfer und das junge Team der Turnierleitung. Für die Organisation zeichneten sich vor allem Stefan Tillmann und Günter Buckermann verantwortlich.

Schließlich wurde der Gewinner-Pokal an Mike Nienhuysen, den Spielführer des SV Rees, überreicht. Und der konnte sich gleich doppelt freuen, denn er wurde nicht nur Turniersieger, sondern gewann auch den Hauptpreis bei der Verlosung, einen Frühstückskorb.

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