Motorsport

Renault analysiert vor Rennen drei die Reifen-Problematik

Nico Hülkenberg (links) erhielt in der Startaufstellung zum Bahrain Grand Prix noch letzte Instruktionen von seinem Renningenieur Mark Slade.

Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Nico Hülkenberg (links) erhielt in der Startaufstellung zum Bahrain Grand Prix noch letzte Instruktionen von seinem Renningenieur Mark Slade. Foto: XPB / James Moy Photography Ltd.

Emmerich.   Formel 1. Am Wochenende steht der Große Preis von China auf dem Programm. Nico Hülkenberg erklärt, wie er die ikonische Löffelkurve von Schanghai angehen wird

Im vergangenen Jahr hatte Nico Hülkenberg nach den ersten beiden Rennen null Punkte auf seinem WM-Konto. Dieses Mal sind es schon 14. Alles in allem ein guter Start in die Formel-1-Saison, könnte man meinen. Doch der Emmericher hadert augenscheinlich mit der Gesamtsituation.

Denn wie schon zum Auftakt in Melbourne haben sich auch in Bahrain Teams vor Renault geschoben, die dort dem eigenen Anspruch nach nicht sein sollten. „Ich bin schon enttäuscht, dass wir nicht die Pace hatten, um mit den Autos vor uns mitzuhalten“, sagte der Emmericher nach dem Bahrain GP.

Denn sowohl Kevin Magnussen (Haas) als auch Pierre Gasly (Toro Rosso) konnten im Ziel einen riesigen Vorsprung auf Hülkenberg herausholen. Das lag aber auch an einem ganz besonderen Problem. „Spritsparen war leider ein Riesenthema für uns“, so der 30-Jährige.

Dazu kommt, dass der Renault beim Topspeed nicht wirklich mit der Konkurrenz mithalten kann. Das liegt aber nur bedingt am Motor. Vielmehr hat sich das französische Werksteam dazu entschieden, mit mehr Abtrieb zu fahren. Der sei für die Gesamtperformance besser, bringe aber mehr Luftwiderstand, was im Umkehrschluss weniger Topspeed bedeute.

Schwierige Abstimmung des Autos

Im Nachhinein sprach auch Cyril Abiteboul davon, dass der Kurs in Bahrain dem R.S.18 nicht liegen würde. „Besonders mit den Soft-Reifen war unsere Rennpace nicht gut. Das müssen wir analysieren, den Grund herausfinden und uns dann verbessern – so schnell wie möglich“, erklärt der Renault-Sportchef.

Denn schon an diesem Wochenende geht es weiter. Der Formel-1-Zirkus macht Station in Schanghai für den Großen Preis von China. Auf dem International Circuit in der 23-Millionen-Einwohner-Metropole wird es wieder sehr auf die Reifen ankommen. „In den ersten paar Kurven können die Reifen extrem abbauen“, erinnert sich Hülkenberg. „Später in der Runde wird den Reifen dann noch mehr Leben entzogen, so in der langen Rechtskurve 13. Nach diesem ziemlich einmaligen ersten Sektor bietet der Rest der Runde von allem ein bisschen. Es gibt langsame Stellen aber auch Highspeed. Das macht es dann schwierig, die richtige Abstimmung zu finden.“

Neben dem Reifenverschleiß ist auch der richtige Bremspunkt auf dem Circuit wichtig. Gerade auch vor der ikonischen Löffelkurve direkt nach der Start- und Zielgeraden. „Das ist eine knifflige Stelle“, so Hülkenberg. „Es ist relativ einfach, da zu viel zu wollen, vor allem im Qualifying. Die Kurve saugt einen förmlich ein, weil sie ewig dauert, nachdem man mit richtig hoher Geschwindigkeit hineingefahren ist. Dann muss man die Geschwindigkeit drosseln, da es immer enger wird und die Kurve gefühlt beinahe nicht mehr aufhört, bis es dann doch bergab geht und man am Ausgang noch eine Haarnadelkurve mitnehmen muss.“

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