Frauenfußball

SV Haldern verpasst die Überraschung denkbar knapp

Der SV Haldern verlor unglücklich in Warbeyen.

Foto: Thomas Gödde

Der SV Haldern verlor unglücklich in Warbeyen. Foto: Thomas Gödde

Am Niederrhein.   Rot-Weiße verlieren in der Landesliga durch einen Gegentreffer kurz vor Ende mit 1:2 beim Spitzenreiter VfR Warbeyen. SV Rees unterliegt 1:5.

Ganz knapp dran an einer dicken Überraschung war der SV Haldern. Kurz vor Schluss kassierte das abstiegsbedrohte Team aber doch noch den Treffer zum 1:2-Endstand beim Landesliga-Spitzenreiter VfR Warbeyen. „Die Mannschaft hat kämpferisch voll überzeugt und alles reingeworfen. Schade, dass wir am Ende nicht belohnt worden sind“, bedauerte die Halderner Co-Trainerin Vanessa Lawatsch.

In der ersten Hälfte hatte der Favorit Vorteile und auch Chancen zum Führungstreffer, doch auch die Lindendörflerinnen hatten Möglichkeiten, die beste vergab Anne Kurzweil (32.). Nach 50 Minuten gab es nach einem Foul an Anne Kurzweil Strafstoß, den Desiree Janßen zum 1:0 verwandelte. In der 77. Minute zeigte der Schiedsrichter dann auch auf der anderen Seite auf den Punkt. „Das war ein ganz normaler Zweikampf“, konnte Lawatsch den Pfiff allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Elaina Winnen-Nellessen verwandelte zum 1:1. Und in der 89. Minute mussten die Rot-Weißen dann auch noch den zweiten Gegentreffer durch einen Kopfball von Anna Goris hinnehmen und mit leeren Händen zurück nach Hause fahren.

„Jetzt müssen wir in unseren beiden letzten Heimspielen punkten, um auch am Ende auf dem sicheren zwölften Platz zu stehen“, so Lawatsch.

Eine Rumpfelf des SV Rees konnte nur gut 70 Minuten gegen den Tabellenfünften Arminia Klosterhardt mithalten und verlor das Landesligaspiel am Ende deutlich mit 1:5.

Aufgrund des verletzungs- und urlaubsbedingten Ausfalls zahlreicher Spielerinnen musste das Reeser Team zunächst sogar in Unterzahl beginnen. Erst kurz vor dem Wechsel konnte Coach Uwe Landman eine elfte Spielerin auf den Rasen bringen, die zunächst privat verhindert war. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Grün-Weißen achtbar aus der Affäre gezogen und lagen nur mit 0:1 (19.) zurück.

Nach dem Wechsel konnten die Reeserinnen die Partie zunächst ausgeglichen gestalten und bekamen in der 64. Minute nach einem Foul an Desiree Nolde einen Elfmeter zugesprochen. Lisa Merling traf sicher ins linke untere Eck zum 1:1. Danach hatte Marie Landman gleich zweimal per Kopf die Möglichkeit ihre Farben in Führung zu bringen (66. + 70.), konnte diese jedoch nicht nutzen. Ein Stellungsfehler in der Reeser Hintermannschaft sorgte dafür, dass die Oberhausenerinnen erneut in Führung gingen (71.).

In den Schlussminuten machte sich dann aber doch der Kräfteverschleiß durch das lange Unterzahlspiel sowie das Pokalspiel vom Freitagabend, dass ebenfalls Kraft gekostet hatte, bei einigen Spielerinnen bemerkbar und so kamen die Gäste in den letzten zehn Minuten noch zu drei weiteren Treffern. „Wir haben ohne Wechseloptionen den Kräfteverschleiß einiger Spielerinnen nicht kompensieren können“, konnte SVR-Trainer Uwe Landman nur mit den ersten 70 Minuten seines Teams zufrieden sein. Am Freitagabend hatte sich sein Team im Kreispokalviertelfinale mit 6:1 beim SV Biemenhorst behauptet und so die erste Runde des FVN-Pokals in der kommenden Saison erreicht.

Eintracht siegt mit 9:1 in Bocholt

Die Emmericher Eintracht ließ auch beim FC Olympia Bocholt überhaupt nichts anbrennen. Der Bezirksliga-Meister gewann mit 9:1 (5:0). Philine von Bargen erzielte fünf Treffer und ist nun mit 28 Saisontoren die erfolgreichste Torjägerin in der Gruppe. Je zweimal waren auf dem Kunstrasen Melanie Jansen und Fabienne Vennemann, die in der 75. Minute mit einer schmerzhaften Fußprellung ausgewechselt werden musste, erfolgreich. „Es lief einfach gut“, stellte Eintracht-Coach Chris Hempel zufrieden fest, dessen Team in den letzten 20 Minuten noch weitere Chancen zu einem zweistelligen Ergebnis ausließ.

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