Hallenfußball

Team „Weiß“ holt in Rees den begehrten Siegerpokal

Viel Spaß hatten die Teilnehmer beim I-Cup der Lebenshilfe Unterer Niederrhein.

Viel Spaß hatten die Teilnehmer beim I-Cup der Lebenshilfe Unterer Niederrhein.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Erst im Neunmeter-Schießen wird das Finale des I-Cups der Lebenshilfe Unterer Niederrhein in der Reeser Sporthalle am Westring entschieden.

Spannung pur herrschte bei der neunten Auflage des I-Cups der Lebenshilfe Unterer Niederrhein bis zum Abpfiff. Nach vielen ausgeglichenen Spielen in der Vorrunde trafen die beiden Gruppensieger „Hellblau“ und „Weiß“ im Finale aufeinander.

Nach einem packendem Spiel über zehn Minuten gab es keine Tore, so dass das Neunmeterschießen in der Reeser Sporthalle am Westring die Entscheidung bringen musste. Die besseren Nerven hatten dabei die Fußballer vom weißen Team. Sie schafften es, einen Schuss mehr im gegnerischen Tor zu versenken und gewannen schlussendlich knapp mit 4:3.

Sportliches Miteinander

„Alle standen wieder mit großer Fußball-Leidenschaft auf dem Platz“, freute sich Julian Bill von der Lebenshilfe Unterer Niederrhein und Mitorganisator des Turniers. „Doch was noch viel mehr zählt, ist der faire Sportsgeist und das friedliche Miteinander auf dem Feld und auf der Zuschauertribüne.“

Eine Spitzenleistung zeigten an diesem Tag auch wieder die Rolli-Fahrer beim „Wheelsoccer“. Jeder, der Lust hatte, konnte in einen Rollstuhl steigen und mitmachen – war letztendlich aber chancenlos gegen die „Profis“.

Fratz fährt den „heißesten Reifen“

So wunderte es niemanden, dass der Pokal für den „Heißesten Reifen“ an Daniel Fratz ging, der seit seiner Geburt im Rollstuhl sitzt. Motiviert bis in die Haarspitzen lenkte er geschickt seinen Rollstuhl über das Spielfeld und bewies sogar bei einem Sturz aus seinem Rollstuhl großen Sportsgeist.

Insgesamt 110 aktive Fußballer wurden vor Turnierbeginn in zehn Teams per Losverfahren eingeteilt.

Die weiteste Anreise hatten die Kicker aus Herne, Dortmund und den Niederlanden. Viele sind schon seit Jahren treue Mitspieler beim I-Cup und so wird die Wiedersehensfreude jedes Jahr größer. „Eine Rekordteilnehmerzahl“, freut sich Michael Isselburg, ebenfalls vom Lebenshilfe Organisationsteam, „die zeigt, dass viele Sportler den inklusiven Gedanken leben.“

Bei so vielen Spielern gab es auch viele Pokale zu gewinnen. Besonders gefeiert wurden – neben den Siegern – auch der bester Spieler und die beste Spielerin, das schönste Tor sowie die fairste Mannschaft. In diesem Jahr erstmalig wurde der schnellste Schuss prämiert, der mit sage und schreibe 105 km/h gemessen wurde.

Bürgermeister bringt Geschenk mit

Ein ganz besonderes Geschenk brachte Bürgermeister Christoph Gerwers mit: Er eröffnete feierlich das Turnier und überreichte den Sportlern einen Original Bundesliga Fußball. An seiner Seite Dr. Heinzgerd Schott, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Unterer Niederrhein. Er moderierte den ganzen Tag über das Geschehen für die vielen Fans. Für beste Unterhaltung sorgte die Tanzgruppe der Lebenshilfe mit einem ganz eigenen Cheerleader Showtanz und vielen Einlagen zwischendurch.

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