Fußball

Trotz eines Kantersieges Ernüchterung beim SV Vrasselt

Moritz Remke im Kopfballduell mit einem Gegenspieler aus Krechting.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Moritz Remke im Kopfballduell mit einem Gegenspieler aus Krechting. Foto: Klaus-Dieter Stade

Vrasselt.   SV Vrasselt - SV Krechting 7:1. In einem schwachen Bezirksliga-Spiel reicht der Brouwer-Elf eine unterdurchschnittliche Leistung zum Erfolg.

Nach hinten raus wurde es dann doch noch standesgemäß. Trotz eines 7:1 (3:1)-Erfolgs gegen das Schlusslicht SV Krechting, die sich zum Ende hin aufgaben, bekleckerte sich Bezirksligist SV Vrasselt gestern Nachmittag aber nicht mit Ruhm. „Auch wenn sich das nach einem 7:1 vielleicht komisch anhört, aber heute war es mal wieder ein Rückschritt“, war Trainer Sascha Brouwer mit der Leistung nicht einverstanden. Vor allem die ersten 20 Minuten missfielen dem Coach. „Das war eine Frechheit. Fehlpässe ohne Ende und Schlafmützigkeit. Das war einfach gar nichts“, zählte Brouwer die Mängel auf. „Da können wir froh sein, dass es nicht 0:2 steht.“

Und so lagen die Gastgeber nach neun Minuten, als ein Eckball nicht richtig geklärt werden konnte, mit 0:1 in Rückstand. Luca Flak traf aus dem Gewühl heraus. Fast wäre es sogar noch schlimmer gekommen, doch der 20 Meter-Kracher von Kapitän Marvin Uebbing klatschte gegen den Pfosten – Luca Pollmann wäre chancenlos gewesen. Bei den Blau-Weißen stimmte gar nichts und immer wieder luden sie die Gäste ein. Entweder durch haarsträubende Fehlpässe im Aufbau oder durch Stellungsfehler in der Defensive, in der es ständig Abstimmungsprobleme gab. Die erste Torannäherung des SVV hatte dann Jeremias Geurtsen, der neben das Gehäuse köpfte (15.).

Fernschüsse drehen die Partie

Mit dem ersten richtigen Schuss aufs Tor erzielten die Gastgeber dann den Ausgleich. Marco Buscher zog aus 22 Metern ab und traf zum 1:1 (29.). Nur vier Minuten später, ebenfalls aus der Ferne, gelang Florian te Laak das 2:1. Doch wie schon beim Ausgleich sah der Keeper der Gäste unglücklich aus. „Die muss man beide halten“, war dann auch die klare Meinung des Krechtinger Coaches. Rütjes vergab wenig später aussichtsreich (33.), auf der Gegenseite parierte Pollmann einen Fernschuss zur Ecke (42.). Unmittelbar vor der Pause wurde Marvin Müller auf die Reise geschickt. Er umkurvte den Krechtinger Keeper und schob zum 3:1 ein – die Vorentscheidung.

„In der zweiten Halbzeit war es dann etwas besser, weil wir auch besser angelaufen sind. Aber es war immer noch weit weg von gut.“

Rote Karte für das Schlusslicht

Endgültig aus dem Rennen genommen wurden die Gäste, als es nach 60 Minute die Rote Karte gegen Philipp Rensing gab. Warum, wussten die Krechtinger allerdings auch nicht. „Scheinbar hat der Schiedsrichter eine Aussage gegen sich gewertet“, meinten die Gäste nach der Partie.

In Überzahl und bei schwindenden Kräften des Schlusslichts spielte der SVV dann seine Überlegenheit aus. Florian te Laak traf zum zweiten Mal aus der Ferne (63.), wenig später köpfte Geurtsen an die Latte (69.). Geurtsen (75.) und Hülsmann (77., 82.) vergaben im Anschluss, durften sich dann aber doch noch feiern lassen. Erst traf Hülsmann doppelt (83., 85.) und bediente dann uneigennützig Geurtsen (89.), der nur noch einschieben musste.

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