Handball

Alle Handballspieler stehen als Sieger schon vorher fest

Freuen sich auf die Neuauflage: Daniel „Shneezin“ Schneider von den 257ers, der im Vorjahr schon dabei war,  mit Rudi Jelinek, der den Tusem mit betreut. Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Freuen sich auf die Neuauflage: Daniel „Shneezin“ Schneider von den 257ers, der im Vorjahr schon dabei war, mit Rudi Jelinek, der den Tusem mit betreut. Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Zweitligist Tusem Essen trifft am Freitagabend auf der Margarethenhöhe auf eine Stadt-Auswahl. Ein Spiel für den Spaß und den guten Zweck.

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Irgendwo zwischen Feierabend-Bierchen und Currywurst wird am Freitagabend auch Handball gespielt. In der Sporthalle auf der Margarethenhöhe treffen die Profis vom Tusem Essen mal wieder auf die Allstars der Stadt (Anwurf 20 Uhr), eine Auswahl von Amateurhandballern. Und dabei geht es eben nicht um ein richtiges Kräftemessen, sondern um den Spaß am Handball und am Drumherum.

Während es für die deutsche Nationalmannschaft derzeit bei der Europameisterschafts-Hauptrunde in Österreich nicht ernster zur Sache gehen könnte, gibt es auf der Margarethenhöhe heute das bunte Kontrastprogramm. Grundsätzlich wird zwar auch Handball gespielt, allerdings in doch etwas ungewohnter Form. Der Handball-Zweitligist wird nicht von seinen eigentlichen Trainern Jaron Siewert und Michael Hegemann trainiert, sondern von Essens Bürgermeister Rudi Jelinek und Dirk Bril (DJK GW Werden).

Bürgermeister Jelinek und Bril betreuen den Tusem

Siewert und Hegemann betreuen dafür die Allstars, mit denen sie unter der Woche schon im Handball-Leistungszentrum an der Raumerstraße trainiert haben. Außerdem dürfen die Allstars einige Joker ziehen. So wird zum Beispiel ein Spieler des Tusem auf die Ersatzbank strafversetzt oder er muss sich das Allstar-Trikot überstreifen und plötzlich gegen sein eigenes Team spielen. So kommt eine ganze Menge Abwechslung in die Partie, die den Zuschauern in den vergangenen Jahren sichtlich Spaß bereitete.

Das Ergebnis ist zweitrangig, dennoch wollen die Allstars den großen Favoriten natürlich ärgern. Bei einer Internet-Abstimmung standen 55 Handballer aus der ganzen Stadt zur Wahl, 14 haben sich durchgesetzt. So dürfen Alexander Holländer, Fabian Deckwitz, Sven Parr (jeweils MTG Horst), Maurice Schubel (GW Werden), Markus Prevolnik, Simon Stempel (jeweils DJK Winfried Huttrop), Jesko Hünselar, Max Reimann, Jonas Graef, Florian Reimann (jeweils SG Überruhr), Younes Ait-Harma, Felix Reiners (jeweils HSG Am Hallo), Gerrit Meier (SG Tura Altendorf) und Marvin Leisen (Kettwiger SV) gegen den Tusem antreten.

Die Hip-Hopper „257er“ mit einer Wildcard

Verstärkung bekommen sie von zwei „Wildcard“-Gewinnern. Einer ist Mit-Organisator Florian van Rheinberg und Daniel Schneider vom Essener Hip-Hop-Duo „257ers“ aus Kupferdreh. Schneider war im vergangenen Jahr bereits dabei, hatte sichtlich Spaß und kam immerhin auf vier Tore gegen den Zweitligisten. „Und meine Hand ist nicht am Ball kleben geblieben“, schmunzelte „Schneezin“ mit Blick auf das viele Harz, das die Profis des Tusem verwendet hatten. Aber dieser Abend ist nicht nur für den Spaß an der Freude, sondern auch für einen guten Zweck.

Der Erlös aus dem Benefizspiel, das vom Sponsor „Allbau“ schon zum neunten Mal veranstaltet wird, geht an das Kulturzentrum „Storp9“ im Essener Südostviertel. Dort treffen sich die Menschen aus dem Stadtteil zu wöchentlich bis zu 40 verschiedenen Aktivitäten. Es gibt sie nicht häufig, diese Handballspiele, bei denen alle Beteiligten als Sieger die Halle verlassen. Das Allstar-Spiel ist allerdings so eines. Für die Mannschaften, Zuschauer und das Team von „Storp9“ ist es jedes Jahr der erste große Höhepunkt.

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