Football

Assindia Cardinals freuen sich auf viele Derby-Duelle

Auf die Plätze, fertig, los: Bei den Assindia Cardinals fließt seit Dienstag zumindest wieder der Trainingsschweiß.

Auf die Plätze, fertig, los: Bei den Assindia Cardinals fließt seit Dienstag zumindest wieder der Trainingsschweiß.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Durch die coronabedingte Gruppeneinteilung gibt es viele Spiele in der Nähe. Essener freuen sich schon auf ihre neue Spielstätte in Kettwig.

Nach wochenlanger Sendepause regt es sich langsam aber sicher wieder auf den Essener Sportplätzen. Auch die Assindia Cardinals sind aus der coronabedingten Schockstarre erwacht. An diesem Dienstag hat der Football-Zweitligist das Training wieder aufgenommen. Vorerst in Fünfergruppen, mit dem Fokus auf laufspezifischen Einheiten – und kistenweise Desinfektionsmittel.

Hoher Aufwand wird in Kauf genommen

Den hohen organisatorischen Aufwand aufgrund der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen nehmen die Essener dafür in Kauf. Denn obgleich man weit entfernt von Normalität sei, „freuen sich alle, zumindest wieder ein Stück weit in die Routine zu kommen“, betont Klubpräsident Wilfried Ziegler. Und außerdem will die Assindia nach dem Aufstieg im Vorjahr ja gewappnet sein für die kommende GFL2-Spielzeit.

Vor gut zwei Wochen hatte der American Football Verband Deutschland (AFVD) angekündigt, dass die Liga nach Möglichkeit im September starten soll. Eine notwendige Bedingung dafür ist natürlich die Erlaubnis der Politik. Zudem muss allen Klubs das Mannschaftstraining ab dem 20. Juli wieder uneingeschränkt möglich sein, damit eine ausreichende Vorbereitungszeit zu gewährleisten ist. AC-Chef Wilfried Ziegler, selbst Sprecher der GFL2 und Mitglied im Ligadirektorium, hat die Pläne des Verbandes befürwortet.

Weitreichende Änderungen im Spielmodus

Das Wegbrechen einer gesamten Spielzeit könnten die Cardinals zwar wirtschaftlich verkraften, erklärt er. „Aber die Folgen für unser öffentliches Erscheinungsbild wären verheerend.“ Denn: Wird erst 2021 wieder gespielt, würde die Assindia vorerst von der Bildfläche verschwinden und müsste in den vergangenen Jahren – auch dank des Football-Booms hierzulande – mühsam gewonnenes Terrain wohl erneut erobern. Um das zu verhindern, akzeptieren die Essener weitreichende Änderungen im Spielmodus. Keine Absteiger.

Der Zweitliga-Meister darf frei entscheiden, ob er sein Aufstiegsrecht wahrnehmen möchte. Dazu mehrere regionale Staffeln statt der üblichen Zweiteilung in Nord und Süd, da eine reguläre Saison mit sieben Heim- und Auswärtsspielen zeitlich nicht zu stemmen wäre, ehe der Winter anbricht. Für die Assindia ginge es gegen Düsseldorf, Solingen und Langenfeld. Wilfried Ziegler findet’s gut: „Das sind reizvolle Duelle mit Derby-Charakter, dazu haben wir und die Zuschauer kurze Fahrten.“

Die Bauarbeiten in Kettwig haben begonnen

Dass die Liga ohne Abstiegsgefahr an Attraktivität einbüßt, glaubt er nicht. Und einen Aufstieg können und wollen sich die Essener derzeit sowieso nicht leisten. Stattdessen liegt die Priorität weiterhin auf gesundem Wachstum. Hier stehen die Cardinals vor einem Meilenstein: Kürzlich haben die seit Jahren geplanten Bauarbeiten an der Sportanlage in Kettwig begonnen.

Bis zum Frühherbst soll dort unter anderem ein neuer Kunstrasenplatz entstehen – und den derzeit über die gesamte Stadt verteilten Footballern endlich ein gemeinsames Zuhause für alle Teams bieten. „Wir freuen uns wie Bolle“, sagt Wilfried Ziegler. Die erste Mannschaft wird ihre Heimspiel allerdings weiterhin am Hallo austragen – voraussichtlich auch in diesem Jahr.

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