Football

Cardinals wollen im Gipfeltreffen Aufstieg perfekt machen

Die Assindia Cardinals (r. Harlan Kwofie) wollen am Samstag gegen Bielefeld den Höhenflug fortsetzen.

Die Assindia Cardinals (r. Harlan Kwofie) wollen am Samstag gegen Bielefeld den Höhenflug fortsetzen.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Regionalligist Assindia Cardinals kann am Samstag mit einem Sieg alles klar machen. In Bielefeld kassierten die Essener die einzige Niederlage.

Um zu verdeutlichen, welchen Stellenwert das am Samstag anstehende Duell mit den Bielefeld Bulldogs für die Assindia Cardinals hat, zieht Wilfried Ziegler eine Parallele zum Fußball. „Das ist ein bisschen so als würde Bayern gegen Dortmund kurz vor Saisonende um die Meisterschaft spielen“, sagt der Vereinsboss vor dem Gipfeltreffen in der Football-Regionalliga. „So ein Finale habe ich lange nicht erlebt.“

Nach sechswöchiger Sommerpause startet der Ligabetrieb an diesem Wochenende in die Endphase. Für die Assindia ist das Heimspiel gegen Bielefeld (16 Uhr, Am Hallo) die vorletzte Partie in der Hauptrunde. Mit Blick auf das selbstgesteckte Ziel, in die GFL2 aufzusteigen, liegen die Essener bislang voll im Plan. Nach größtenteils souveränen Auftritten steuern sie als Spitzenreiter auf die Playoffs zu. Nur: Eine Pleite am Samstag würde das Team um Trainer Sherman Anderson um die Früchte seiner Arbeit bringen. Bielefeld ist nämlich das einzige Team, dass den Cardinals den ersten Platz - und damit das Ticket für die Aufstiegsrunde - noch streitig machen könnte.

Sieg mit drei Punkten Vorsprung wäre die Entscheidung

Die Bulldogs haben genauso wie Essen erst einmal verloren. Die bislang einzige Pleite für die Cardinals gab es: ausgerechnet gegen Bielefeld. Und da es am Ende auf den direkten Vergleich ankommt, würden die Aufstiegsträume der Assindia bei einer Niederlage praktisch zerplatzen. Andererseits: Sollten die Gastgeber die Begegnung mit mindestens drei Punkten Differenz zu ihren Gunsten entscheiden, könnten sie schon mit der Vorbereitung auf die Playoffs Ende September beginnen. Dann wäre Essen der erste Platz nicht mehr zu nehmen.

Wilfried Ziegler ist vor dem Showdown guter Dinge: „Wenn wir an unsere Leistungen von vor der Pause anknüpfen, müssen wir uns keine Sorgen machen.“ Da waren die Cardinals in Paradeform. 65:0 im Derby gegen die Gelsenkirchen Devils, 28:3 gegen den damaligen Tabellenführer Paderborn. Nach dem etwas holprigen Start spielten sich die Essener in eine Art Rausch.

Spieler haben in der sechswöchigen Pause freiwillig trainiert

Ob die Sommerpause der Form geschadet hat? „Das kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Ziegler, „wir haben keine Verletzten und die Stimmung ist nach wie vor bestens.“ Während der letzten Wochen haben Teile des Teams freiwillig trainiert. Dass zuletzt sogar 50 Mann an den Einheiten teilnahmen, verblüfft den AC-Vorsitzenden: „Das habe ich selbst zu Erstliga-Zeiten nicht erlebt.“ Nun sei die Mannschaft „fokussiert und heiß“ auf das Topspiel. „Die einzige Herausforderung ist, den Jungs die Nervosität zu nehmen.“

Logisch, dass die Anspannung groß ist, „wenn man weiß, dass die ganze Saison von diesem einem Spiel abhängt.“ Der kommende Gegner ist vor allem für sein Passspiel bekannt. Mit hohen Würfen setzen sie ihre groß gewachsenen Receiver in Szene. Im Hinspiel Anfang Juni hat das funktioniert. Bielefeld gewann mit 31:29. Nun sei man aber gewappnet und vorbereitet, betont Ziegler. Die Strategie: Am Ursprung der Pässe ansetzen und den gegnerischen Quarterback unter Druck setzen. „Er muss sofort spüren, dass wir da sind.“

Organisation ist auch eine Herausforderung für die Cardinals

Beim Vereinschef selbst hält sich die Anspannung vor dem entscheidenden Duell in Grenzen - zumindest in sportlicher Hinsicht. Er sorgt sich eher um einen reibungslosen Ablauf in der Organisation. Voll soll es nämlich am Samstagnachmittag am Hallo werden. Der Verein hofft auf über 1000 Zuschauer. Die Cardinals wollen vor großer Kulisse Großes vollbringen.

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