Handball

Handball 2. Bundesliga: Tusem Essen beweist mentale Stärke

Tusems Tim Zechel fand immer wieder eine Lücke in der Abwehr des HC Elbflorenz. Sieben Treffer gingen auf sein Konto.

Tusems Tim Zechel fand immer wieder eine Lücke in der Abwehr des HC Elbflorenz. Sieben Treffer gingen auf sein Konto.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Tusem Essen schlägt den HC Elbflorenz Dresden 29:25 (13:12). Nach Schwächephase steigern sich die Hausherren und siegen verdient

Das Karnevalswochenende ist gerettet für die Handballer des Tusem Essen. Im Heimspiel gegen den HC Elbflorenz aus Dresden gewann die Mannschaft von der Margarethenhöhe verdient mit 29:25 (13:12) und punktet damit fleißig weiter im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga. Auch wenn die Partie wahrlich erneut kein Glanzstück war, stand am Ende das Ergebnis über allem.

Der Tusem legte gut los, zeigte sich in der Abwehr sehr konzentriert. Wie schon beim Sieg in Hüttenberg konnte auch Torhüter Sebastian Bliß mit seinen Paraden dazu beitragen, dass die Defensive Stabilität gewann. Allerdings waren die Gäste nicht weniger motiviert, möglichst wenige Gegentore zu kassieren. Bliß‘ Pendant hieß Mario Huhnstock, der immer wieder Endstation der Tusem-Angriffe war. Doch die Hausherren machten es zunächst im Angriff sehr ordentlich, fanden immer wieder Kreisläufer Tim Zechel oder die Lücke, in die Lucas Firnhaber oder Jonas Ellwanger stechen konnten.

Aufholjagd der Dresdner vom HC Elbflorenz zum Halbzeitende

Allerdings verpassten es die Essener in der Schlussphase der ersten Hälfte, die Führung weiter auszubauen, was auch in den vergangenen Wochen schon dafür gesorgt hatte, dass die Spiele im zweiten Durchgang spannend wurden. Der Tusem verlor in seinen Abschlüssen Kraft und Präzision, zudem ließ die Deckung den Sachsen zu viel Freiraum. Allen voran war Mindaugas Dumcius nur schwer zu stoppen, ebenso wie der schnelle Nils Gugisch. Dank der kleinen Aufholjagd durfte sich der HC Elbflorenz bei einem knappen Halbzeit-Rückstand von 12:13 noch berechtigte Hoffnungen auf etwas Zählbares machen.

Was dann zu Beginn der zweiten Hälfte passierte, konnten die Beteiligten nach der Partie nur schwer erklären. „Wir sind einfach nicht wach“, sagte Essens Rückraumspieler Carsten Ridder, der damit der Wahrheit wohl am nächsten kam. Denn zunächst gelang seiner Mannschaft nichts, stattdessen durften die Gäste die Partie in Ruhe drehen. Trainer Jaron Siewert stellte um und fortan wurde es besser. Die Chancen blieben nicht mehr leichtfertig auf der Strecke und auch die Abwehr legte zu.

Carsten Ridder kämpft trotz Verletzung

Entscheidenden Anteil daran, dass der Tusem dank einer starken Willensleistung zurück in die Partie fand, hatte nicht nur Bliß im Tor, sondern auch Rückkehrer Carsten Ridder. Fitbandagiert spielte der Rückraumspieler befreit auf und übernahm in der Abwehr, wie auch im Angriff Verantwortung. „Ich habe mir keinen Kopf gemacht und das hat richtig Bock gemacht“, erklärt der 25-Jährige, der seine Fußschmerzen dennoch nicht ganz unterdrücken konnte.

Auch wenn die Gäste bis zum Schluss viel investierten und durch die Tore vom freistehenden Kreisläufer Henning Quade lange dranblieben, ließen sich die Essener den Erfolg nicht mehr nehmen. „Es war ein wichtiges Spiel und ein sehr wichtiger Sieg“. Der Einsatz hat sich jedenfalls gelohnt, am Ende konnte der Tusem doch wieder entscheidend davonziehen, auch weil den Sachsen die Puste ausging.

Tusem Essen – HC Elbflorenz Dresden 29:25 (13:12)

Spielfilm: 3:1 (5.), 4:4 (10.), 9:5 (14.), 12:8 (20.), 12:9 (25.), 13:12 (30.) – 13:16 (35.), 17:17 (40.), 20:18 (45.), 23:22 (50.), 26:23 (55.), 29:25 (60.).

Tusem: Bliß, Genz; Beyer (2/1), J.Ellwanger (3), Urios, Akakpo, Szczesny (3), Ridder (3), Müller (3), Firnhaber (3), Klingler (3/2), Kluth, Skroblien (3), Ingenpaß, Zechel (7).

Dresden: Huhnstock, Göres; Pulay (1/1), Dierberg (2), Gugisch (4), Buschmann (1), Dumcius (3), Kretschmer (2), Jungemann (1), Hoffmann, Greß (4), Vanco, Quade (3), Kasal (3), Pechstein (1).Siebenmeter: 3/6 – 1/2.

Strafminuten: 6 - 6.

Schiedsrichter: J.Lier (Korntal) / M.Lier
(St. Gallen).

Zuschauer: 1898.

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