Volleyball 2. Bundesliga

Humann steht vor den Wochen der Wahrheit

Teamgeist ist alles: Jan Holthausen, Leo Große-Westermann, Niklas Bach und Brar Ketelsen wollen den VV Humann vom Tabellenende wegschmettern.

Teamgeist ist alles: Jan Holthausen, Leo Große-Westermann, Niklas Bach und Brar Ketelsen wollen den VV Humann vom Tabellenende wegschmettern.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Der Tabellenletzte hat vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Tabellennachbarn VC-Bitterfeld-Wolfen die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben.

Der VV Humann hat zwar in Serie acht Spiele verloren, nicht aber seine Hoffnung. Immer wieder blühte sie in den vergangenen Wochen aufs Neue, um immer wieder in Enttäuschung zu münden. Zuletzt unterlagen die Essener in Bocholt mit 2:3, obwohl sie nach Sätzen mit 2:0 vorn gelegen hatten. „Ein Sieg dort wäre wichtig gewesen“, weiß VVH-Trainer Jens Bräkling. „Das hätte ein wenig Entspannung gebracht.“ Die Humänner sind Tabellenletzter in der 2. Bundesliga Nord, aber neun Spiele haben sie ja noch, um sich zu retten.

Bitterfeld hat schon drei Partien mehr auf dem Konto

Nur, es wird Zeit zu punkten, darin sind sie sich bei aller Gelassenheit alle einig. Wenn nicht jetzt, wann dann? Am Samstag kommt Tabellennachbar VC Bitterfeld-Wolfen zum Hallo (20 Uhr). Das Team aus Sachsen-Anhalt hat nur zwei Punkte mehr auf dem Konto, allerdings auch schon drei Partien mehr ausgetragen. Dort ist der Druck nicht geringer. Dass der VC in der Tabelle so weit unten steht und ein Konkurrent im Abstiegskampf ist, überrascht Bräkling. Er hatte diese Mannschaft zu Saisonbeginn deutlich stärker eingeschätzt, weil auch Bitterfeld-Wolfen einige neue Spieler eingekauft hatte.

Die Humänner wiederum vertrauen wie immer ihrem Fundus und haben ihr Team mit Spielern aus der eigenen Jugend komplettiert. Dass es keine leichte Saison würde für die junge Mannschaft, war klar. Wobei der VVH zu Saisonbeginn andeutete, dass er durchaus mithalten kann. Auch beim VC Bitterfeld-Wolfen siegten die Steeler im Hinspiel mit 3:2. Der Start war vielversprechend, doch längst hat sich Verunsicherung eingeschlichen. „Vieles ist dann auch eine Kopfsache“, weiß der Trainer. Seinem Team fehlt die Konstanz, die Leistungsschwankungen sind oftmals erheblich.

Nächste Woche geht es zum Tabellenachten Warnemünde

In schwierigen Situationen einen klaren Kopf zu behalten, das sei oft das Schwierigste, meint Bräkling. Es kommen die Wochen der Wahrheit, hatte der Trainer bereits angekündigt. Samstag gegen den Abstiegskandidaten VC Bitterfeld-Wolfen und eine Woche später beim Tabellenachten Warnemünde. „Auch diese Mannschaft haben wir in dieser Saison schon geschlagen“, sagt Jens Bräkling und wird es seinen Jungs noch einmal eintrichtern, um ihnen Mut zu machen, denn Mumm werden sie in jedem Fall benötigen, wenn sie die Klasse halten wollen.

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