RWE-Trainingslager

RWE-Coach Titz: „Wir müssen mit dem Druck am besten umgehen“

Man muss mit Drucksituationen am besten umgehen, dann steht man am Ende ganz oben: RWE-Cheftrainer Christian Titz.

Man muss mit Drucksituationen am besten umgehen, dann steht man am Ende ganz oben: RWE-Cheftrainer Christian Titz.

Foto: Thorsten Tillmann/FFS

Rota.  Der RWE-Trainer nahm am Ende des Trainingslagers Stellung zu aktuellen Themen wie mögliche Verstärkungen und den schweren Rückrundenstart.

Zum Abschluss des Trainingslagers in Spanien gab RWE-Coach Christian Titz über viele Aspekte der einwöchigen Zusammenarbeit Auskunft. Nach dem ersten Teil gestern sprach er Im zweiten Teil

... über den Mehrwert des hoch stehenden Torhüters:

„Wenn wir auf einen tief stehenden Gegner treffen und haben dann die beiden breiten Innenverteidiger stehen, dann wird der Passweg beim Querspiel sehr lang. Der Stürmer wird den Raum dann auch versuchen, zuzustellen. Wenn wir den Torwart hoch schieben, dann vermeiden wir das und die Passwege werden wieder kürzer. Wenn man etwas Neues macht und es für die Leute ungewohnt ist, dann werden die Dinge meistens kritisch hinterfragt. Und wir haben bereits mehrfach bewiesen, dass wir das variabel handhaben und der Torwart nicht dauerhaft hoch steht.“

….. über Amara Condé:

„Amara war schon in seiner Juniorenzeit beim VfL Wolfsburg ein großes Talent. Aber man sieht, wie schwer es ist, den Weg vom Junioren- zum Seniorenfußball zu meistern. Er war dann auch früh in seiner Karriere verletzt. Er braucht viel Spielpraxis, die er bei uns bekommt. Amara ist noch ein junger Spieler, der großes Entwicklungspotenzial besitzt und wir sind froh, ihn in unseren Reihen zu haben.“

... über Noel Futkeu:

„Es ist schön, dass wir bei RWE Spieler in der Jugend haben, die uns Potenziale gezeigt haben, die vielleicht für die erste Mannschaft reichen können. Dazu gehört auch Michael West, der jetzt nicht mit ins Trainingslager gereist ist. Noel ist ein sehr interessanter Spieler. Er ist 17 Jahre alt und hat eine enorme Geschwindigkeit, die natürlich sehr schwer zu verteidigen ist. Im taktischen Bereich ist er dagegen noch unerfahren. Da freuen wir uns, dass wir noch mit ihm viel arbeiten können. Aber er hat auch schon ein zweites starkes Element. Er hat einen starken Körper und setzt sich gut durch. Er bringt auch diese Unbekümmertheit eines jungen Spielers mit, die von Vorteil ist. Ich hoffe, dass er diese noch lange beibehält. Wir werden jetzt mit der Familie und der Schule sprechen, in wieweit er es hin bekommt, mit uns zu trainieren. Priorität hat die Schule. Wir müssen von Woche zu Woche sehen, wie es sich realisieren lässt. Es wird ein Wechselspiel zwischen U19 und erster Mannschaft sein.“

... über mögliche Verstärkungen:

„Ich bin hier bei einem Verein, der nach oben möchte. Es ist dann völlig normal, dass man sich in einem stetigen Veränderungsprozess befindet. Dazu zählen auch Verstärkungen im Spielerkader. Die Testspiele haben gezeigt, dass - wenn wir gegen höherklassige Teams spielen - wir in der Breite nicht so aufgestellt sind, dass wir die Spiele für uns entscheiden können. Unser Anspruch ist es, diese Lücke zu schließen.“

.... über den Start gegen Köln, Rödinghausen und Oberhausen:

„Ich würde nicht sagen, dass diese Spiele die Saison entscheiden werden. Wir haben insgesamt 16 Rückrundenspiele. Die anderen müssen auch erst einmal ihre Partien gewinnen. Aber wir wissen auch, dass wir es vermeiden sollten, gegen direkte Mit-Konkurrenten zu verlieren. Ich glaube, dass die Meisterschaft in den letzten fünf Saisonspielen entschieden wird und die Mannschaft am Ende oben stehen wird, die mit den Drucksituationen am besten umgehen wird. Gegen uns ist es für jeden Gegner das Spiel des Jahres. Wir kennen den Druck. Aber die Teams, die mit uns da oben stehen, stehen jetzt auch unter Druck. Sie wissen, dass sie gewinnen müssen, um weiter oben dran zu bleiben. Sie werden von den anderen nicht mehr auf die leichte Schulter genommen oder unterschätzt. In der Rückrunde entscheidet sich fast immer die Meisterschaft.“

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