Frauenfußball 1. Bundesliga

SGS-Offensive blieb gegen Bayer Leverkusen zu zahnlos

SGS-Akteurin Elisa Senß (Mitte) sicherte mit einer guten Rettungsaktion den Punkt gegen Leverkusen.

SGS-Akteurin Elisa Senß (Mitte) sicherte mit einer guten Rettungsaktion den Punkt gegen Leverkusen.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Die SGS Essen fährt auch im eigenen Stadion den ersten Punktgewinn ein. Den starken Gästen von Bayer Leverkusen trotzten sie ein 0:0 ab.

Dass die umkämpfte Partie torlos endete, lag an der größtenteils zahnlosen Offensive der Gastgeberinnen. Allerdings konnte sich auch die hochgelobte Angriffsreihe Leverkusens kaum gegen die SGS-Abwehr in Szene setzen. Beide Teams zeigten einen verhaltenen Beginn. Den Ball wollte weder Schönebeck noch Leverkusen haben, weil beide eher auf ihre Umschaltmomente warteten. Den ersten erwischten die Gastgeberinnen nach elf Minuten: Nach einer Leverkusener Ecke ging es blitzschnell in die andere Richtung. Nicole Anyomi setzte Carlotta Wamser in Szene, doch sie machte die Chance mit einem technischen Fehler selbst zunichte.

Geschickt in der Überzahl

Auch auf der Gegenseite ging erstmals die Post ab. Geschickt schafften die Gäste auf dem rechten Flügel eine Überzahlsituation und setzten sich so geschickt durch. Allerdings fand Nikolic in der Mitte keine Abnehmerin. Es war ein stückweit symptomatisch für beide Mannschaften, die durchaus immer mal wieder Torgefahr heraufbeschworen, aber die Angriffe dann nicht gut ausspielten. Und das ärgerte SGS-Trainer Markus Högner am Spielfeldrand hörbar: „Ihr müsst klare Bälle spielen.“

Die nächste Torchance war jedoch ein Zufallsprodukt. Nach einem Freistoß landete der Ball auf dem Schlappen von Essens Kapitänin Jana Feldkamp, die volles Risiko ging, den Kasten aber verfehlte. Leverkusen war optisch unterlegen, erzielte aber dennoch den ersten Treffer. Nach einem Freistoß lag der Ball im Essener Tor, doch es zählte nicht: Abseits. Auf der Gegenseite dagegen das alte Bild: Markou setzte Lange ein, doch die machte es mit einem versuchten Doppelpass zu kompliziert. „Schieß doch selber. Trau dich“, rief Högner.

Komplizierte Aktionen

Im zweiten Durchgang intensivierten die Gäste ihre Teilnahme am Spiel. Womöglich war in der Kabine die Erkenntnis gewachsen, dass es sonst nicht für drei Punkte reichen würde. Doch spielerisch fand Leverkusen keine Mittel. Dafür aber nach Standards: Brüggemann köpfte nach einer Ecke aber drüber. Wenig später rettete Essens Elisa Senß bei einem Kopfball von Nikolic. Kam der Ball hoch in den Essener Strafraum, brannte es. Anyomi brach auf rechts durch und bediente Markou, die in Rücklage aber zu hoch ansetzte. Elf Minuten vor dem Ende probierte es Anyomi selbst mit einem Schuss von der Strafraumkante, der aber auch am Pfosten vorbeiging. Und doch musste die SGS froh über den einen Punkt sein. Denn Wieder vergab nach Zuspiel von Zeller in der 90. Minute die beste Chance zum 0:1. Vielleicht war es ausgleichende Gerechtigkeit, denn die Wegbereiterin hätte zuvor wohl wegen einer Tätlichkeit gegen Essens Kirsten Nesse des Feldes verwiesen werden müssen.

Am Boden liegend traf sie die Schönebeckerin mit dem Knie im Gesicht. Für Nesse endete der Arbeitstag im Krankenhaus. Das Schiedsrichtergespann aber hatte nichts gesehen.

SGS Essen - Bayer Leverkusen 0:0

SGS: Johannes – L. Ostermeier, Feldkamp, Räcke, Klasen – Senß, Baijings – Anyomi, Markou (73. Laurier), Wamser – Lange (70. Nesse).

Tore: Fehlanzeige

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