Sigfusson und Kaluzinski nicht mehr erste Wahl

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Kampf um den Klassenerhalt griff Handball-Bundesliga-Aufsteiger Tusem bereits am Montag zu einer außerordentlichen Maßnahme. Auf Wunsch von Trainer Jens Pfänder wurden die beiden Rückraumspieler Halldor Sigfusson und Eryk Kaluzinski mit sofortiger Wirk

Der 48-jährige Coach begründete sie damit, dass er die Trainingsintensität lieber mit einem kleineren Kader erhöhen will. "Dann ist der Wiederholungseffekt größer." Der Leistungsabstand sei anonsten zu groß innerhalb der Mannschaft. "Wir sind eine Leistungsgesellschaft. Es geht um unser sportliches Überleben in der Bundesliga. Darauf müssen wir uns konzentrieren", so Pfänder.

Dass die Stimmung in der Mannschaft darunter leiden könnte, nimmt Pfänder als sein persönliches Risiko in Kauf. "Man kann nicht immer nur populäre Entscheidungen treffen."

Tusem-Geschäftsführer Horst-Gerhard Edelmeier steht voll hinter dieser Maßnahme. "Wir behalten diese Spieler ja, weil wir sie noch brauchen, sobald sich einer verletzt. Bis dahin sollen sie wieder Spielpraxis haben. Es gibt doch nichts Schlimmeres für einen Spieler, als immer nur auf der Bank zu sitzen."

Die betroffenen Akteure fielen am Montag aus allen Wolken. Am Wochenende zuvor hatten sie noch in Nettelstedt Spielanteile gehabt. "Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Ich fühle mich jedenfalls beschissen. Ich hatte bisher eine tolle Zeit beim Tusem. Jetzt muss ich erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt", so der Isländer Halldor Sigfusson. In Absprache mit seinem Spielerberater will er sich der Maßnahme erst einmal beugen und Ruhe bewahren. Aber wie es genau weitergehen soll, weiß er noch nicht.

Pfänder geht davon aus, dass seine Mannschaft schnell von dieser Maßnahme profitiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben