Kanu-Rennsport

Weltmeistertitel im Vierer für Tobi Schultz

Jubel über den WM-Titel bei Tobias-Pascal Schultz (Essen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Jakob Thordsen (Hannover) und Felix Frank (Potsdam).

Jubel über den WM-Titel bei Tobias-Pascal Schultz (Essen), Lukas Reuschenbach (Oberhausen), Jakob Thordsen (Hannover) und Felix Frank (Potsdam).

Foto: Foto: Ute Freise

Szeged.  Riesenfreude beim Essener Schlagmann Tobias-Pascal Schultz: Im ungarischen Szeged wurde er mit seinem Viererkajak souverän Weltmeister.

Riesenjubel im deutschen Lager an der Regattastrecke von Szeged. Der 1.000m-Viererkajak der Herren mit Tobias-Pascal Schultz am Schlag, Lukas Reuschenbach wurde vor großer Kulisse Weltmeister. Riesenjubel natürlich schon auf der Ziellinie im deutschen Boot. Es war auf der Strecke einfach blendend gelaufen für das Quartett; kein anderes Boot konnte letztendlich in die Titelvergabe eingreifen.

Eine Sekunde lag im Ziel das Boot aus Russland zurück, schon über 1,5 Sekunden als dritte die Slowaken.„Wir wussten, wohin es gehen soll. Es ist von Training zu Training immer besser gelaufen; und hier war es einfach nur super“, kommentierte Jakob Thordsen (Hannover), der im Vorjahr schon mit Lukas Reuschenbach (Oberhausen) im siegreichen 1.000m-Vierer saß. Und Felix Frank (Potsdam), mit dem Tobi Schultz ja in den internationalen Qualifikationen nur knapp an Max Hoff und Jacob Schopf gescheitert war, ergänzte aufgekratzt: „Wir haben zwei amtierende Weltmeister ins Boot geholt und mit einem der besten Zweier, Tobi und mir, zusammengesetzt; und uns gedacht, dass kann eigentlich nur super laufen“.

Einwandfreien Job geleistet

Einen einwandfreien Job als Schlagmann hatte im Finale einmal mehr Tobias-Pascal Schultz erledigt. Er hatte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und einen erstklassigen Schlag für seine Hintermänner vorgegeben. „Was soll ich sagen. Zuversicht war bei uns ja schon da, wir mussten es nur umsetzen. Bei seinen ersten Weltmeisterschaften einen Titel zu gewinnen – und dann noch in Szeged. Das ist einfach mega. Hier Weltmeister zu werden, ist etwas ganz besonderes. Zuschauer standen schon am 1.000m-Start; und ab 500m wurde es so richtig laut. Unser Start war noch nicht optimal, aber nach 150 Metern konnten wir uns etwas lösen. Auch wenn es natürlich schon richtig weh getan hat, war ich mir 150 Meter vor dem Ziel sicher, dass es für die anderen schwer wird und wir es nach Hause fahren. Aber genießen wollte ich das nicht; ich wollte kein Risiko eingehen, an Konzentration zu verlieren und die Hintermänner durcheinander bringe. Und eines ist klar: dieser WM-Titel muss gefeiert werden. Und dafür haben wir jetzt drei Tage Zeit“, gab es vom Schlagmann lachend gleich die nächste Ansage.

Ohne Problem eine Runde weiter

Zuvor hatte bei der WM auch Max Hoff seinen ersten Einsatz. Mit Jacob Schopf (Berlin) ging er im 1.000m-Zweier an den Start – und kam ohne Probleme eine Runde weiter in das heutige Halbfinale. „Alles gut; Platz drei im Vorlauf war so geplant“, beruhigte Max Hoff. Heute wird es mit der Ruhe dann aber auch für ihn zu Ende sein, denn in den Halbfinals geht es schon so richtig zur Sache. Da heißt es schon Vollgas zu geben.

Das gilt auch für den 500m-Herrenvierer mit Schlagmann Max Rendschmidt, der mit seinen Hintermännern Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Potsdam) ebenfalls heute diese Hürde nehmen muss. Ebenso wie der Damenvierer mit Caroline Arft und Schlagfrau Sabrina Hering-Pradler (Hannover), Franziska John (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig). Sollten diese vorentscheidenden Halbfinals überstanden sein, stehen dann am Sonntag die WM-Finals an.

Quotenplätze für Olympia sichern

Hier geht es für alle erst einmal darum, dem Deutschen Kanu-Verband die „Quotenplätze“ für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Tokyo zu sichern. Dann aber wollen Max Hoff, Max Rendschmidt und Caro Arft aber auch bei der Vergabe der Medaillen ein kräftiges Wörtchen mitreden.

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