Fußball-Bezirksliga

Alles schaut auf das Top-Duell Erler SV 08 gegen FC Marl

SV-Spieler Bünyamin Karagülmez (r.) freut sich auf das Spitzenspiel.

SV-Spieler Bünyamin Karagülmez (r.) freut sich auf das Spitzenspiel.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Die Gelsenkirchener Teams haben in der Bezirksliga Heimrecht, wobei alle Blicke auf eine Partie gerichtet sind.

Das Gipfeltreffen zwischen dem Erler SV 08 und dem FC Marl überstrahlt an diesem Sonntag zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga alles andere. Eigentlich schade, denn auch die drei anderen Gelsenkirchener Mannschaften spielen diesmal zu Hause.

Erler SV 08 – FC Marl

Der Spitzenreiter empfängt den Tabellenzweiten, der eine Partie mehr absolviert, aber einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Bei der Generalprobe vor einer Woche haben sich beide Teams nicht mit Ruhm bekleckert. Die Erler erreichten beim Tabellenvorletzten SG Suderwich ebenso nur ein 1:1 wie Marl auf eigenem Platz gegen den SC Hassel.

„Wir haben das Spiel in Suderwich aufgearbeitet. Es wird uns keinen Knacks geben“, sagt Erles Trainer Hartmut Scholz voller Überzeugung. „Dafür sind wir viel zu gefestigt. Das gegen Marl, das wird ein komplett anderes Spiel. Das wird ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe.“

Hartmut Scholz hat die Marler in dieser Saison zweimal beobachten können: beim 1:0-Sieg gegen Schwerin und bei der 1:2-Niederlage in Rentfort. „Sie haben gute Fußballer in ihren Reihen, aber sie sind keine Über-Mannschaft“, sagt er. „Ich denke, nicht nur wir werden Respekt vor ihnen haben, sie haben bestimmt auch Respekt vor uns.“

Seine Erkenntnis: „Wenn der FC Marl Räume bekommt, dann ist er sehr spielstark. Wir müssen deshalb versuchen, ihm das Spiel aufzuzwingen. Wir haben keinen Druck, wir können befreit aufspielen. Wir müssen nicht aufsteigen, aber wir wollen aufsteigen.“ Jerome Glittenberg, der in Suderwich die Rote Karte gesehen hat, wurde für 14 Tage gesperrt. Fraglich sind die Einsätze von Bastian van den Boom, Jerome Juskowiak und Simon Schleich.

SC Hassel – SpVg BG Schwerin

Im Mittelfeld der Tabelle liegen die Mannschaften ziemlich dicht beieinander. Der SC Hassel als Neunter hat nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als der Fünfte BG Schwerin, kann also mit einem Sieg im direkten Duell vorbeiziehen. „So haben wir das auch vor“, sagt Hassels Trainer Tim Kochanetzki. „Wenn wir so spielen wie in den letzten Spielen, dann können wir auch an diesem Sonntag gewinnen.“

Die Hasseler sind seit jetzt acht Spieltagen ungeschlagen. Sie wollen diese Serie ausbauen und am liebsten mit ins nächste Jahr nehmen. Nils Thomczik und Burak Uysal kehren in den Kader zurück. Rot-Sünder Mert Durmaz muss zum letzten Mal aussetzen. Außerdem fehlt Mike Zapka (Rippenprellung). Die Einsätze von Seldin Malkoc und Ruben Occhiuzzo sind fraglich.

Westfalia 04 – SG Suderwich

Still und heimlich hat sich Westfalia 04 nach oben geschlichen. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage mit vier Siegen und zwei Unentschieden sind die Bismarcker auf Rang sieben angekommen. Der Höhenflug am Trinenkamp muss noch lange nicht beendet sein. An diesem Sonntag erwarten sie den Tabellenvorletzten SG Suderwich.

Dass die seit neun Spieltagen sieglosen Suderwicher aber nicht mit links zu besiegen sind, haben zuletzt der SC Hassel (1:0) und der Erler SV 08 (1:1) erfahren. Westfalias Trainer Niklas Zacharias sagt: „Wir haben eine talentierte Truppe. Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann wird es auch Suderwich schwer gegen uns haben.“ Jan Gendreizig (Schulterverletzung) und Alper Merdivan (Sprunggelenk) fallen weiterhin aus.

SV Horst 08 II – SV Zweckel

13 Spiele, 13 Niederlagen. Trainer Gianluca Rapisardi vom abgeschlagenen Schlusslicht SV Horst 08 II ist abgehärtet. „Mich kann nichts mehr schocken“, sagt er vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzehnten SV Zweckel und reagiert so auf das Fehlen von Adnan Isleyen (Zerrung) und seines älteren Bruders Fabio Rapisardi (Sprunggelenk).

„Sollten wir keine interne personelle Unterstützung bekommen, sieht es nicht gut für uns aus“, sagt er. Auf Hilfe aus der Ersten mag er gar nicht erst hoffen. Realistischer ist, dass Leute aus der in der Kreisliga B spielenden Dritten einspringen. Hakan Okumus ist nach Ablauf seiner Gelb-Rot-Sperre wieder mit dabei. Wegen der Neuverlegung des Kunstrasens muss der SV Horst 08 II diesmal auf Asche ran. Oder, wie Gianluca Rapisardi, sagt: Auf Männerrasen. „Vielleicht“, so fügt er hinzu, „kommen wir dort besser zurecht als die Zweckeler.“

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