Fußball-Feldmeisterschaft

Bei Viktoria gibt es nach blamablem Auftritt Redebedarf

Frank Conradi war nach dem Ausscheiden von Viktoria Resse bedient.

Frank Conradi war nach dem Ausscheiden von Viktoria Resse bedient.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Buer.  Frank Conradi, Sportlicher Leiter des Landesligisten Viktoria Resse, ist stinksauer. Auch für die SSV Buer ist nach den Gruppenspielen Schluss.

Nicht nur die Fußballer des Erler SV 08 durften sich nach der Feldmeisterschaft freuen, auch Kreisvorsitzender Christian Fischer und seine Crew hatten allen Grund zum Strahlen. Sie stellten ein top organisiertes Turnier auf die Beine, was allseits so auch anerkannt wurde. Trotz des wechselhaften Wetters, das den Veranstalter zu einer etwa halbstündigen Unterbrechung wegen eines Gewitters zwang, kamen am Samstag fast 1000 Zuschauer zur Sportanlage an der Löchterheide nach Buer. „Wir werden versuchen, die Veranstaltung weiter zu professionalisieren“, versprach Christian Fischer.

Aber es gab auch Verlierer, und dazu gehörte vor allem Christian Fischers ehemaliger Verein Viktoria Resse, der mit drei Niederlagen in vier Spielen bereits nach der Vorrunde rausflog. Der Sportliche Leiter Frank Conradi nahm kein Blatt vor den Mund. „Unser Auftritt war erschreckend und nicht akzeptabel“, resümierte er. „Wir haben uns mehr oder weniger blamiert. Es waren keine Abläufe zu erkennen. Es fehlte alles, von A bis Z. Darüber werden wir sprechen müssen.“

SSV Buer muss früh die Segel streichen

Mit dem Ausrichter SSV Buer musste ein weiterer Landesligist bereits nach den Gruppenspielen die Segel streichen. Allerdings waren die Rothosen nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Im letzten Gruppenspiel lagen sie kurz vor Schluss mit 3:2 gegen den SC Hassel vorne. Dieses Ergebnis hätte zum Einzug ins Halbfinale gereicht, aber dann unterlief dem vom Erler SV 08 gekommenen Nico Dziabel im eigenen Strafraum ein Handspiel, das mit einem Elfmeter geahndet wurde. Mert Durmaz verwandelte zum 3:3-Endstand und brachte seine Hasseler weiter.

SSV-Trainer Rüdiger Kürschners standen am Endrundentag nur acht Akteure aus seinem eigentlichen Kader zur Verfügung. Mit Rene Potthoff und Ashkan Schemshaki mussten sogar zwei Torhüter aus der zweiten Mannschaften einspringen. Zu Beginn des Turniers verletzten sich Jan Heimerl und Jonas Gerfen.

Von den drei Teams aus der Kreisliga A kam nur der SSV/FCA Rott­hausen zu einem kleinen Erfolgserlebnis. Das Team von Trainer Roger Petzke schied zwar auch vorzeitig aus, dank eines 1:0-Sieges gegen Viktoria Resse aber immerhin als Gruppendritter. Der VfL Resse 08 und auch DJK Blau Weiß beendeten ihre Gruppen hingegen sieglos als Schlusslichter mit jeweils einen Punkt.

Ein ganz besonderes Kunststück brachte Westfalia 04 zustande. Der Bezirksligist aus Bismarck trat viermal an, alle vier Spiele endeten torlos. Ohne Gegentor auszuscheiden, ist natürlich bitter. „Wer aber andererseits keinen eigenen Treffer erzielt, hat es auch nicht verdient, ins Halbfinale einzuziehen“, bekannte Spielertrainer Niklas Zacharias. „Vorne fehlte uns einfach die Durchschlagskraft.“

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