American Football

Headcoach Kärner hört bei den Devils auf

Jan Kärner gibt bald keine Anweisungen mehr als Trainer der Gelsenkirchen Devils. Er hört aus familiären Gründen auf. Foto: Kleine-Büning/FUNKE Foto Services GmbH

Jan Kärner gibt bald keine Anweisungen mehr als Trainer der Gelsenkirchen Devils. Er hört aus familiären Gründen auf. Foto: Kleine-Büning/FUNKE Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  American Football-Regionalligist Gelsenkirchen Devils muss sich einen neuen Headcoach suchen.

Die Teufel verlieren ihren Cheftrainer: Football-Regionalligist Gelsenkirchen Devils muss sich zur neuen Saison einen anderen Chefanweiser suchen. „Ich lege mein Amt nieder“, sagt Headcoach Jan Kärner gegenüber der WAZ. Warum kommt er zu der Entscheidung? „Der Vorstand weiß es schon etwas länger. Meinen Spielern habe ich es nach unserem 32:13-Auswärtssieg in Aachen gesagt. Es sind einfach familiäre Gründe, die den Ausschlag geben, dass ich künftig kürzer treten und den Trainerjob nicht mehr ausüben möchte“, erläutert Kärner seine Beweggründe.

Zusammen mit seiner Frau freut er sich Ende November auf Nachwuchs. Familie Kärner freut sich auf ein Töchterchen. Über die Namensgebung herrscht bereits Einigkeit: Das Mädchen soll Charlotte heißen. „Wir haben noch einem Umzug vor uns und noch einiges zu renovieren. Ich habe es immer so gehalten, dass ich etwas entweder ganz oder gar nicht mache. Das wäre jetzt mit dem Trainerjob bei den Devils künftig für mich schwierig“, erläutert Jan Kärner, der mit seinem Team das letzte Heimspiel gegen die Bielefeld Bulldogs 23:20 gewinnen konnte. Den Klassenerhalt hatten die Devils bereits vorher unter Dach und Fach gebracht.

Ausgeglichene Saisonbilanz lockt

Neben dem Sieg in Aachen gab es auch einen Auswärtserfolg in Bonn (9:0). Die Begegnung bei den Cologne Falcons am 28. September wollen die Gelsenkirchener Footballer dazu nutzen, sich noch weiter zu steigern. Kärner: „Wir könnten durch eine Sieg eine ausgeglichene Saisonbilanz erreichen. Das wäre super. Ich gehe fest davon aus, dass meine Jungs sich noch richtig etwas vornehmen. Ich möchte mich unbedingt mit einem Erfolg als Trainer verabschieden.“

Was das letzte Spiel mit dem ehemaligen Essener emotional machen wird, kann er im Vorfeld nur schwer prognostizieren. Kärner: „Sicherlich ist etwas Wehmut dabei, wenn man weiß, dass ein Weg endet. Aber eigentlich habe ich mir vorgenommen, dass ich das letzte Spiel noch einmal richtig genießen möchte.“

Kärner ist seit fünf Jahren bei den Devils, war in den ersten beiden Spielzeiten als Assistenzcoach tätig. „Hier ist etwas entstanden, wir haben zusammen etwas aufgebaut, ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Und wir haben uns als Verein Respekt verschafft. Es ist immer schade, wenn so ein schönes Kapitel zu Ende geht, aber für die Devils kann es auch ein Vorteil sein, dass durch einen neuen Trainer auch neuer Input kommt“, sagt Kärner. Im Hintergrund klopft der Vorstand aktuell mögliche Nachfolge-Kandidaten für Kärner ab.

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