Schalke hilft!

Schalker Profis überraschen kranke Kinder und Jugendliche

Schalker derzeit verletzter Stürmer Breel Embolo fühlte sich auf der Weihnachtsfeier für Menschen mit Behinderung sehr wohl und gab viele Autogramme.

Schalker derzeit verletzter Stürmer Breel Embolo fühlte sich auf der Weihnachtsfeier für Menschen mit Behinderung sehr wohl und gab viele Autogramme.

Foto: FC Schalke 04

Gelsenkirchen.   Die Schalker machen vor dem Revierderby Fans glücklich, denen es derzeit nicht so gut geht. Embolo und Nübel besuchen Menschen mit Behinderung.

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Breel Embolo trägt noch einen speziellen Schuh, als er den „Glückauf Club“ in der Veltins-Arena betritt. Würde es nach dem Schalker Stürmer gehen, würde er in anderthalb Wochen schon wieder spielen. „Aber es dauert wohl noch ein bisschen länger“, verrät der 21-Jährige, der sich einen Bruch des linken Mittelfußes zugezogen hat, während der munteren Talkrude. An diesem Dienstagabend geht es auf Schalke aber ausnahmsweise mal nicht um Embolo, Nübel oder die anderen Schalker Profis. Im Mittelpunkt stehen die Schalker Fans mit Behinderung. Rund 150 Besucher sind an diesem Abend auf Einladung der vereinseigenen Stiftung „Schalke hilft!“ ins Stadion der Königsblauen gekommen.

Schalke verbindet alle Fans

Auch Eurofighter Mike Büskens ist erschienen, er hat einen Stapel Autogrammkarten mitgebracht und muss an diesem Abend noch einige Male erzählen, wie das damals war. Ja damals, 1997, als er mit Schalke den Uefa Cup gewann. Für Büskens ist es eine Selbstverständlichkeit, zur Weihnachtsfeier zu kommen. „Schalke ist eben mehr als die elf Jungs da unten auf dem Rasen“, sagt er. „Schalke verbindet. Egal, ob Menschen mit oder ohne Behinderung. Menschen aller Herren Länder. Auch das macht unseren Verein aus. Diese Feier hier ist ein gutes Beispiel dafür.“

Alexander Nübel ist ebenfalls zu Gast. Der S04-Torwart und Breel Embolo werden von den Fans mit Fragen gelöchert. Sogar der Videobeweis ist eines von vielen Themen. Während Nübel sich eindeutig für die Abschaffung des Videobeweises ausspricht, sagt Embolo: „Er kann auch helfen. Denn Schiedsrichter sind auch nur Menschen, denen mal Fehler passieren.“

Auch auf die Choreo vor dem Heimspiel gegen Nürnberg werden die beiden Profis angesprochen. „Ich habe mich vor dem Spiel extra beeilt, damit ich rechtzeitig auf der Bank sitze und das erleben kann. Das gibt es in Deutschland kein zweites Mal“, sagt Nübel. Breel Embolo erlebte diese einzigartige Choreo vor anderthalb Wochen aus dem Logenbereich der Nordkurve, aus dem die verletzten Spieler die Spiele verfolgen. „Plötzlich war ich mittendrin. Da haben sich die Fans mal wieder selbst übertroffen“, sagt der Schweizer Nationalspieler, der zur Weihnachtsfeier neben einem unterschriebenen Trikot auch Schuhe mitgebracht hat. Die Schuhe, die er im Sommer bei der Weltmeisterschaft getragen hat. Sie sind für den Gewinner der Tombola bestimmt.



Zum Abschluss der Talkrunde ist, na klar, auch das Revierderby Thema. Am Samstag ist Borussia Dortmund in der Arena zu Gast, dann wird es in hier wohl nicht so besinnlich wie bei der Weihnachtsfeier zugehen. Breel Embolo verrät, dass er, wenn er verletzt ist, vor den Spielen viel nervöser ist als sonst. „Gut, dass ich im Stadion bin. Da muss ich mich ja benehmen. Zuhause würde sicher wieder etwas kaputtgehen“, sagt er und lacht.

Breel Embolo engagiert sich ohnehin

Nach der Talkrunde werden noch fleißig Autogramme geschrieben – auf Trikots, auf Poster, sogar auf die Räder der Rollstühle. „Es macht total Spaß hier. Wir können unsere Fans damit glücklich machen, dass wir hier sind. Deshalb war es für mich sofort klar, dass ich komme, als ich gefragt wurde“, sagt Breel Embolo, der sich neben seinem Job als Fußballprofi ohnehin sozial sehr engagiert.

Mit seiner Stiftung, der „Embolo Foundation“, verfolgt er das Ziel, bedürftigen Kindern in Kamerun und Peru sowie Flüchtlingskindern in der Schweiz so gut wie möglich zu helfen.

Am Mittwoch Besuche in Essen und Gelsenkirchen

Nach dem Training am Mittwoch machten sich die Schalker Profis in zwei Gruppen auf den Weg zur Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Essen sowie zur Kinder- und Jugendklinik in Gelsenkirchen-Buer.

Ralf Fährmann, Michael Langer, Matija Nastasic, Sascha Riether, Salif Sané, Weston McKennie, Omar Mascarell, Nabil Bentaleb, Sebastian Rudy, Daniel Caligiuri, Amine Harit, Alessandro Schöpf, Guido Burgstaller und Steven Skrzybski wurden in Essen bereits erwartet. 100 Kinder und Jugendliche hatten extra ein „Bettenballturnier“ organisiert. „Heute ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie wichtig Gesundheit ist. Ich hoffe, dass wir mit unserem Besuch für ein bisschen Ablenkung im Klinikalltag sorgen konnten“, erklärt Guido Burgstaller. „Dass es vielen Kindern und Jugendlichen nicht so gut geht, berührt mich sehr.“

Ebenfalls bepackt mit vielen Geschenken und Süßigkeiten machten sich Alexander Nübel, Hamza Mendyl, Abdul Rahman Baba, Benjamin Stambouli, Bastian Oczipka, Naldo, Suat Serdar, Yevhen Konoplyanka, Johannes Geis, Mark Uth, Franco Di Santo, Cedric Teuchert und Breel Embolo. Sie hatten es zur Kinder- und Jugendklinik in Gelsenkirchen-Buer nicht weit, um rund 70 Kinder und Jugendliche zu besuchen.

Im Namen von „Schalke hilft!“ übergaben die Spieler jeweils einen Scheck über 1904 Euro. „Es ist immer wieder schön, wenn man sieht, wie unsere Spieler den Kindern und Jugendlichen mit einem Besuch eine riesengroße Freude bereiten“, sagt Sebastian Buntkirchen, Geschäftsführer von „Schalke hilft!“ und kündigte an: „In den kommenden Tagen wird „Schalke hilft!“ noch für die eine oder andere weitere Überraschung in Gelsenkirchen und Umgebung sorgen.“

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