Fußball Bezirksliga

BV Rentforts Schulte im Walde: Tetraeder statt Hegestraße

Marcel Lehmann vom BV Rentfort hat seine Spieler gebeten, sich auch in der Corona-Pause fit zuhalten – Philipp Schulte im Walde kann gar nicht anders.

Marcel Lehmann vom BV Rentfort hat seine Spieler gebeten, sich auch in der Corona-Pause fit zuhalten – Philipp Schulte im Walde kann gar nicht anders.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Fußballer Philipp Schulte im Walde vom BVR aus Gladbeck hält sich auch in der Coronavirus-Pause fit – eins vermisst er am Fußball aber besonders.

Seit gut eineinhalb Wochen steht der Sport nun still, in Gladbeck, Bottrop, Kirchhellen und im ganzen Land, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auch Fußball-Bezirksligist BV Rentfort hat seinen Trainingsbetrieb eingestellt.

Allerdings sollten sich die Spieler auf Anweisung von Trainer Marcel Lehmann zuhause fit halten. Einer, der diese Aufforderung gar nicht brauchte, ist Philipp Schulte im Walde.

Der Abwehrspieler kann gar nicht ohne sportliche Aktivität leben: Unter normalen Umständen besucht er neben den drei Trainingseinheiten an der Hegestraße, an den übrigen Tagen auch noch das Fitnessstudio. „Da ich beides jetzt nicht mehr machen kann, musste ich kreativ werden“, so Schulte im Walde.

Anstatt des üblichen Trainings geht er nun fast täglich laufen. Das ist allerdings nichts Neues für ihn, weil er bereits vor der Zwangspause häufig Joggen gegangen ist.

Seine erste Teilnahme an einem Halbmarathon muss wohl verschoben werden

Sein Ziel ist unter anderem die Teilnahme am Vivawest-Marathon, der am 17 Mai ausgetragen werden soll. Doch der 26-Jährige hat die Hoffnung auf seinen ersten Halbmarathon schon aufgegeben. Denn er geht davon aus, dass auch dieses Event abgesagt wird. Nichtsdestotrotz ist er aktuell oft am Bottroper Tetraeder anzutreffen.

Neben Treppenläufen absolviert Schulte im Walde dort viele Kraftübungen mit seinem eigenen Körpergewicht. Obwohl die Sehenswürdigkeit derzeit gut besucht ist, sieht er dort keine große Gefahr angesteckt zu werden.

„Die Menschen laufen in keinen großen Gruppen. Es sind maximal drei Leute und alle halten Abstand zueinander“, erklärt der Rentforter.

Schulte im Walde fehlt das Zusammensein auf dem Platz

Er selbst hat kaum Kontakt zu vielen Menschen. Denn während er bis zum Nachmittag zuhause arbeitet, verabredet er sich abends lediglich mit zwei Kollegen zum Sport machen. Allerdings spielt davon keiner in seiner Mannschaft. Generell hat er derzeit keinen Kontakt zu seinen Teamkameraden. „Das Zusammensein mit den Mitspielern fehlt mir schon“, sagt Philipp Schulte im Walde.

Neben dem Zusammensein, vermisst der Abwehrspieler auch ein weiteres Gefühl, welches ihm der Fußball gibt: Die Anspannung an den Spieltagen würde der BV-Spieler bald gerne wieder spüren.

Auf der anderen Seite gibt er auch zu, dass ihm die Trainingseinheiten momentan noch nicht so sehr fehlen. „Teilweise tut es mal ganz gut, nicht auf dem Platz zu stehen“, so der 26-jährige. Wie es für ihn in den kommenden Wochen weitergeht, wird von der derzeitigen Entwicklung abhängig sein.

Auch für eine mögliche Ausgangssperre, hat sich der Akteur schon ein Sportprogramm für den Garten einfallen lassen. Trotz seiner Ideen, hofft er auf ein baldiges Ende der Coronakrise: „Es ist nicht gerade angenehm. Leute, die sagen Homeoffice ist schön, kann ich nicht verstehen.“

>> SAISONABBRUCH? SCHULTE IM WALDE HAT EINE KLARE MEINUNG

Was sollte passieren, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann? Schulte im Walde: „Der aktuelle Stand würde aus meiner Sicht zählen. Die Mannschaften die momentan auf einem Aufstiegsplatz stehen, sollten auch aufsteigen. Andererseits darf aufgrund eines Abbruches eigentlich keine Mannschaft absteigen. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass sie die Ligen mit den Aufsteigern aufstocken sollten und es im nächsten Jahr dann mehr Absteiger gibt. Es ist für mich von allen Varianten die fairste Lösung.“

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