Handball Bezirksliga

Platz eins verpasst – ein Dämpfer zur richtigen Zeit?

Hattingens Yannik Alda wird von Ralph Willam und Thomas Ahmann gedeckt – an der Abwehrleistung lag es am Sonntag nicht.

Hattingens Yannik Alda wird von Ralph Willam und Thomas Ahmann gedeckt – an der Abwehrleistung lag es am Sonntag nicht.

Foto: Biene Hagel

Der TV Gladbeck hat den Sprung auf Platz eins verpasst. In den nächsten sechs Wochen entscheidet sich, ob der TV um den Aufstieg spielt.

Etwas Gutes konnte Tobias Symanczik der Niederlage des TV Gladbeck beim TuS Hattingen II aber doch abgewinnen: „Wir haben das ganze Spiel gefilmt – zum Glück war es ein schlechtes Spiel“, meinte der Trainer nach der ersten Niederlage des Jahres, halb als bitterer Scherz, aber sicher auch zu einem Teil ernst gemeint.

Mit einem Sieg hätten die Gladbecker den ersten Platz übernehmen können, das 25:26 und ein ganz schwacher Auftritt in der Offensive verhinderten das. Wenn die Gladbecker aber die richtigen Schlüsse aus diesem Auftritt (und dem Videomaterial) ziehen, könnte es ein Dämpfer zur richtigen Zeit gewesen sein, bevor die Saison in die entscheidende Phase geht.

„Es geht nicht, mit 90 Prozent zu gewinnen“

„Die ganze Liga ist total ausgeglichen“, sagt Trainer Symanczik. „Es geht nicht, mit 90 Prozent zu gewinnen. Man muss immer bei 105 oder 110 sein.“

Daher sei die Niederlage unnötig gewesen, kam aber vielleicht gerade zum rechten Zeitpunkt, denn es ist nichts Schlimmes passiert, da auch Spitzenreiter Westfalia Hombruch II verlor, der Wittener TV nur unentschieden spielte – beide Mannschaften treffen in den kommenden Wochen auf den TV Gladbeck. In zehn Tagen geht es nach Witten, am 2. März steht dann das Spitzenspiel in der Nordparkhalle an.

Die Saison geht zwar noch lange elf Spieltage, nach gut der Hälfte davon, weiß der TV aber schon viel besser, wo er steht. Von den nächsten sechs Spielen geht es unter anderem gegen die Teams die aktuell auf den Rängen eins, drei, vier und fünf stehen – Zweiter ist der TV.

Schwere Pflichtaufgabe am Samstag

Als nächstes empfangen die Gladbecker am Samstag (19 Uhr) Kellerkind SG Suderwich. Eine Pflichtaufgabe, klar – aber keine leichte. Das Hinspiel gewannen die Gladbecker mit einem Tor Unterschied. Überhaupt weiß Symanczik, dass der TV gut und gerne mit zwei, drei Punkten weniger dastehen könnte: „Jetzt haben wir einmal unglücklich verloren – wir hatten aber auch ganz oft schon Glück in der Schlussphase und haben knapp gewonnen.“

Darauf kann und will sich der TV nicht immer verlassen. Für die kommenden Wochen müssen die Blauen dauerhaft an der Leistungsgrenze spielen, dann geht es im April und Mai womöglich sogar um den Landesliga-Aufstieg.

Auch wenn das am Nordpark noch längst niemand als Ziel ausgibt. Symanczik meinte nach der Hattingen-Pleite: „Wir müssen das analysieren und einfach von Spiel zu Spiel gucken. Leichtere Spiele als dieses kommen nicht mehr. Wir müssen jede Woche Gas geben.“

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