Moderne Sportstätte 2022

375.625 Euro: Zehn Sportvereine in Wetter werden gefördert

Rund um die Sportanlage an der Köhlerwaldstraße in Volmarstein sind Tennisclub, SuS und Schützen beheimatet Alle drei Vereine gehören zu den Wetteraner Klubs, die Anträge im NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ gestellt haben.

Rund um die Sportanlage an der Köhlerwaldstraße in Volmarstein sind Tennisclub, SuS und Schützen beheimatet Alle drei Vereine gehören zu den Wetteraner Klubs, die Anträge im NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ gestellt haben.

Foto: Hans Blossey

Wetter.  Mit 376.625 Euro bedenkt das NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ die Vereine in Wetter. Zehn Klubs haben Anträge gestellt.

Es können nicht alle Wünsche erfüllt werden, so viel ist jetzt schon klar. Doch fast alle Sportvereine der Stadt mit vereinseigenen Anlagen werden vom NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ profitieren. Insgesamt 300 Millionen Euro umfasst der Fördertopf der Landesregierung, 376.625 Euro davon - das entspricht dem Fünffachen der jährlichen Sportpauschale - fließen nach Wetter. „Wir haben uns gefragt, wie sollen wir das in Wetter ausgeben“, sagt Detlef Fuge vom Stadtverband für Leibesübungen Wetter (SfL), „aber wir wurden eines Besseren belehrt.“ Zwölf Vereine der Stadt mit vereinseigenen Anlagen sind antragsberechtigt, zehn haben Bedarf angemeldet. Wobei die Gesamtsumme der angemeldeten Projekte, so SfL-Geschäftsführerin Sonja Bozowicki, fast doppelt so hoch ist wie die zur Verfügung stehenden Gelder.

Der SfL als Dachorganisation der Wetteraner Sportvereine koordiniert das Programm „Moderne Sportstätte 2022“, seine Förderempfehlung wird die Grundlage für die Entscheidung der NRW-Staatskanzlei sein, welche Vereins-Projekte berücksichtigt werden. In der Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses im Rathaus stellten die SfL-Vertreter Fuge und Bozowicki den Ablauf des Förderprogramms vor. „Im Ennepe-Ruhr-Kreis sind wir die ersten, die so früh dran sind“, erklärte Detlef Fuge, „Wetter gilt da als Vorzeige-Objekt.“

SfL entwickelt Förderkriterien

Nach einer ersten Informationsveranstaltung im September startete das Förderprogramm am 1. Oktober letzten Jahres, die Vereine konnten Anträge einreichen. In Wetter machten insgesamt zehn Klubs - DLRG, Kanu-Club Wetter, RV Volmarstein, Schützen Volmarstein und Oberwengern, SG Demag, SuS Volmarstein, Tennisclub Volmarstein, TG Harkort und TuS Wengern - davon Gebrauch, lediglich Angelsportverein und RC Mark verzichteten. „Es ist begrüßenswert, dass zehn von zwölf Vereinen sich beteiligen“, befand der Ausschussvorsitzende Björn Bösken. Entgegen erster Annahmen gibt es für Klubs, die ihre Sportanlagen von der Stadt gepachtet haben, keine Förderung. „Vereine wie TuS Esborn, FC Wetter, SC Wengern oder das Kampfsportzentrum fallen deshalb heraus“, erklärt Sonja Bozowicki.

Auch so überstiegen die insgesamt 21 eingereichten Projektwünsche der Vereine - das Förderprogramm sieht eine Finanzierung zwischen 50 und 90 Prozent der Kosten vor - die für Wetter zur Verfügung stehende Gesamtsumme von 376.625 Euro deutlich. Beim SfL wurden so Kriterien entwickelt, mit wie viel Prozent die einzelnen Vereine gefördert werden sollen. Ausgehend von 50 % gab es zusätzliche Prozentpunkte abhängig von Gesamtmitgliedschaft, Anteil der jugendlichen Mitglieder und Projektgröße. So werden etwa Anträge von SuS Volmarstein - viele Mitglieder (462), starker Jugendanteil (51 %), kleines Projekt (unter 30.000 Euro) - mit 72% bezuschusst, beim RV Volmarstein sind es nur 52 %. „Wir haben von allen Vereinen positive Rückmeldung erhalten“, sagt Sonja Bozowicki. Allen Klubs hat der SfL-Vorstand bereits mitgeteilt, welche Projekte er empfehlen werde. Dabei seien alle zehn antragstellenden Sportvereine berücksichtigt, aber eben (noch) nicht alle vorgesehenen Projekte. Und mit den Klubs habe man sich geeinigt, keine Auskunft über die einzelnen Projekte zu erteilen. „Es sollen hauptsächlich Vereinsheime instandgesetzt werden“, sagt die SfL-Geschäftsführerin, „aber es sind auch einige Sportanlagen betroffen.“

1. März ist erster Stichtag

Zum Stichtag 1. März können die ersten Anträge im NRW-Förderportal eingestellt werden, einige Wetteraner Vereine wollen das auch bereits tun. 1. Oktober 2020 und 1. April 2021 sind weitere Stichtage. Von der Stadtverwaltung wird das „Benehmen“ über die vorgesehenen Projekte eingeholt, dort können in zweiwöchiger Frist Bedenken aus städteplanerischer Sicht etwa wegen vorgesehener Baumaßnahmen angeführt werden. Wobei der SfL betont: „Es ist keine Zustimmung der Kommune erforderlich.“

Die Prioritätenliste des SfL geht dann an die NRW-Staatskanzlei, die endgültig entscheidet. „Wir hoffen, dass die Vereine dann sehr schnell und unkompliziert die Zuwendungen bekommen“, sagt Sonja Bozowicki. Zum Jahreswechsel will man dann ein Zwischenfazit ziehen. „Wir haben noch nicht alle Mittel vergeben, sondern einen kleinen Puffer gelassen“, sagt die SfL-Geschäftsführerin, „nach dem zweiten Stichtag sehen wir dann, welche weiteren Projekte noch ermöglicht werden können.“ Sie ist sich aber sicher: „Wir haben keinen Zweifel, dass wir alles bis zum letzten Cent verteilen werden.“

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