Handball

Eintracht II hat in der Oberliga weite Reisewege vor sich

Er ist bereit: Als spielender Co-Trainer übernimmt Sebastian Schneider gleich zwei Aufgaben für die Eintracht.

Er ist bereit: Als spielender Co-Trainer übernimmt Sebastian Schneider gleich zwei Aufgaben für die Eintracht.

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Bei der Staffeleinteilung ist das Oberliga-Team von Pavel Prokopec in die Ostwestfalen-Gruppe gerutscht. Das sind die künftigen Gegner.

Die Freude über den Aufstieg war groß bei den Handballern des VfL Eintracht Hagen II. Dank der Quotientenregelung nach dem Abbruch der Spielzeit durfte sich das Team von Pavel Prokopec und Sebastian Schneider über den Aufstieg in die Oberliga freuen. Weniger groß dürfte die Freude hingegen über die Staffeleinteilung gewesen sein.

Die Ausgangslage

Die vergangene Saison wurde abgebrochen, wann die neue Spielzeit startet, ist noch nicht ganz sicher. Klar ist nur, dass es zu einem späteren Zeitpunkt sein wird als bisher vermutet.

Daher entschieden sich die verantwortlichen Staffelleiter dazu, das Teilnehmerfeld aufzuteilen. Zwei Achter-Gruppen werden nun in der Vorrunde an den Start gehen.

Die Aufteilung

Staffelleiter Andreas Tiemann hat die beiden Staffeln jedoch nicht nach regionalen Gesichtspunkten, sondern nach den Tabellenständen der abgelaufenen Saison ermittelt und dann bei strittigen Fragen das Los entscheiden lassen.

Die Konkurrenten

Die Eintracht-Reserve bekommt es in der ab 4. Oktober geplanten Vorrunde mit Altenhagen-Heepen, Bielefeld-Jöllenbeck, Harsewinkel, Mennighüffen, Möllbergen, Rödinghausen und Gladbeck zu tun. Kürzere Fahrten winken erst in Teil zwei der Saison, wo entweder gegen die ersten Vier der anderen Staffel oder, im Fall der VfL-Zweiten wahrscheinlicher, gegen die letzten Vier um den Klassenverbleib gekämpft wird.

In der Staffel A tummeln sich neben Oberliga-Mitaufsteiger Bommern noch Bergkamen, Soest, Schalke, Ferndorf II, Haltern-Sythen, Hemer und Loxten als einziger Ostwestfale.

Das sagt Eintracht

Allzu intensiv möchte sich Eintracht-Co-Trainer Sebastian Schneider gar nicht mit der Einteilung befassen: „Als Aufsteiger ist es uns eigentlich egal. Die Oberliga ist für uns ein spannendes Abenteuer, auf das wir uns sehr freuen.“ Dabei sind aus seiner Sicht nicht nur die längeren Fahrten ein Minuspunkt: „Ich glaube schon, dass wir nun in der stärkeren Gruppe gelandet sind.“ Aber das rückt für Schneider in den Hintergrund, solange es demnächst wieder losgeht: „Wir freuen uns alle sehr. Ich persönlich hatte noch nie eine so lange Pause vom Handball. Mein Körper ist nun auf jeden Fall ausgeruht. Es kann losgehen.“

Der Favorit

Als besonders gefährlich schätzt Schneider die TSG Altenhagen-Heepen ein. Zu den Bielefeldern wechselte auch Nils Dresrüsse, der bis jetzt Torhüter der ersten Mannschaft des VfL Eintracht Hagen in der dritten Liga war und dort zu den Stützen zählte. „Sie haben sich noch einmal deutlich verstärkt und damit ihre Aufstiegsambitionen unterstrichen“, schätzt Schneider die TSG als besonders schweren Gegner ein: „Ich sehe bei ihnen definitiv das Niveau für die Dritte Liga.“

Die Ziele

Aber auch die Eintracht hat sich nicht nur mit Zugängen aus der eigenen A-Jugend verstärkt. Mit Yannis Grasedieck wechselt ein Spieler des Drittligisten TuS Volmetal zu den Hagenern. Und auch Lorenz Schlottmann konnte schon beim TuS Drittliga-Luft schnuppern. Dennoch will Schneider nicht mit zu großen Erwartungen in die Saison starten: „Der Klassenerhalt ist erst einmal das A und O. Aber natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und für Überraschungen sorgen. Als zweite Mannschaft ist es auch immer ein Anliegen, jungen Talenten Raum zu geben, damit sie sich entwickeln können und vielleicht den Sprung in unsere erste Mannschaft schaffen können.“

Vor allem geht es den Eintrachtlern darum, in der neuen Liga Erfahrungen zu sammeln. Und dafür nehmen sie auch die längeren Anreisen in Kauf.

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