Schul-Basketball

Sechs Jahre nach deutschem Titel ist THG  wieder in Berlin

Nach sechs Jahren spielt ein THG-Team wieder in Berlin: Die WK III-Jungen des Gymnasiums am Ischeland gewinnen in Paderborn den NRW-Titel

Nach sechs Jahren spielt ein THG-Team wieder in Berlin: Die WK III-Jungen des Gymnasiums am Ischeland gewinnen in Paderborn den NRW-Titel

Foto: Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen

Paderborn/Hagen.  Sechs Jahre nachdem die Basketballer des Theodor-Heuss-Gymnasiums deutscher Meister wurden, hat sich wieder ein THG-Team für Berlin qualifiziert.

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„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Nach einem wahren Final-Krimi kannte der Jubel bei den Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums keine Grenzen. Sechs Jahre nach der deutschen Meisterschaft - damals unter anderem mit dem heutigen Nationalspieler Jonas Grof - schaffte eine neue Basketball-Generation des THG den Sprung zum Bundesfinale nach Berlin. In Paderborn gewannen die Hagener Jungen den Landestitel im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, spielen nun vom 7.-11 Mai in der Hauptstadt wieder mit im Kreis der aus 16 Teams bestehenden deutschen Elite. „Das Bundesfinale in Berlin ist eine tolle Belohnung“, freute sich Lehrer Tobit Schneider, der schon 2013 das THG-Meisterteam coachte.

In Paderborn betreute Schneider gemeinsam mit Alex Nolte - Co-Trainerkollege beim Phoenix-Zweitligateam - die jüngeren THG-Jungs der Wettkampfklasse III. Ihnen gelang ein starker Auftakt beim 49:24-Sieg gegen die „Private International School“ aus Düsseldorf, ehe gegen das Basketballinternat Schloss Hagerhof der Spielfluss stockte. Nach 12:17-Rückstand gelang noch der Ausgleich zur Halbzeit (19:19), ehe Sebastian Orthen und Finn-Luca Philipp den 41:31-Erfolg und Gruppensieg herausspielten.

So ging man der favorisierten NRW-Sportschule Münster aus dem Weg, stattdessen trafen die THG-Jungs im Halbfinale auf die gastgebende NRW-Sportschule aus Paderborn. Nach nur kurzen Pausen fanden die Jungs zunächst überhaupt nicht in die Partie, lagen 0:8 und 5:15 zurück, ehe man in den letzten 90 Sekunden vor der Pause mit einem 7:0-Lauf verkürzte. Zehn Punkte allein von Jordan Iloanya sorgten dann für 37:24-Vorsprung und den Finaleinzug. Allerdings war Felix Buczkowski angeschlagen und konnte nur noch bedingt helfen. „Durch durchwachsene erste Halbzeiten haben wir uns bis hierhin das Leben selbst schwer gemacht und schon viel Energie gelassen“, sagte Schneider.

Dennoch ging man hellwach ins große Finale um das Berlin-Ticket gegen Münster. Mit schnellem Spiel überspielten die jungen Hagener die langen Kontrahenten, Finn-Luca Philipp und Liam Pauli ließen es Dreier klingeln ließen, Sebastian Orthen stand ihnen nicht nach. Über 20:12 kam man zur überraschenden 28:21-Halbzeitführung, ehe Münster mit einem 10:0-Lauf durch Auswahlcenter Schulte die Partie kippte. Beim 32:37 drei Minuten vor Schluss sah es nach einem erneuten Vize-Titel für das THG aus. Doch dann kamen die Minuten von Jan Wiedemann, der bis dahin offensiv noch nicht in Erscheinung getreten war. Mit seinem ersten Dreier ließ er die Hagener wieder hoffen, ehe Iloanya und Philipp den Rückstand weiter schmelzen ließen. In der Schlussminute sorgte erneut Wiedemann per Dreier für die umjubelte 45:42-Führung, nach Münsters erneutem Ausgleich traf er dann aus der Distanz kurz vor der Sirene zum 48:45-Sieg.

Gegner mit besseren Bedingungen

Und ließ das THG nach etlichen zweiten Plätzen erstmals seit sechs Jahren das Berlin-Ticket lösen. „In NRW den Titel zu holen, ist hoch einzuschätzen“, betonte Tobit Schneider: „Wir spielen hier ausschließlich gegen Privat- bzw. Sportinternatsschulen mit strukturell noch besseren Bedingungen.“ Das THG könne er indes jedem Basketball interessierten Kind in Hagen ans Herz legen, fügte der Erfolgscoach und Lehrer hinzu.

THG: Finn Drescher, Finn-Luca Philipp, Jordan Iloanya, Sebastian Orthen,LiamPauli,Tim Wiedemann, Jan Wiedemann, Felix Buczkowski, Jona Fömpe, Ben Longerich.

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