3. Liga

So trifft Vikings-Rückzug Eintracht Hagen und TuS Volmetal

Am 24. Mai traten die Rhein Vikings zum Zweitliga-Duell beim VfL Eintracht Hagen (rechts Valentin Schmidt) letztmals in Hagen an, siegten damals mit 30:23

Am 24. Mai traten die Rhein Vikings zum Zweitliga-Duell beim VfL Eintracht Hagen (rechts Valentin Schmidt) letztmals in Hagen an, siegten damals mit 30:23

Foto: Richard Holtschmidt

Neuss/Hagen.  Verschiebungen in der Tabelle, Heimspiele fallen aus: Der Rückzug von Drittligist Rhein Vikings hat für Eintracht Hagen und TuS Volmetal Folgen

Der Rückzug eines Kontrahenten trifft die Hagener Handball-Drittligisten VfL Eintracht Hagen und TuS Volmetal. Die HC Rhein Vikings UG, wirtschaftlicher Träger der Drittliga-Herren der HSG Neuss/Düsseldorf, hat erklärt, beim Insolvenzgericht Düsseldorf den Eigenantrag auf Insolvenz zu stellen und den Spielbetrieb nicht fortzuführen. Aktuell hatte das Vikings-Team von Trainer Jörg Bohrmann mit 19:17 Punkten Rang neun belegt. Die für Samstag vorgesehene Partie gegen die Ahlener SG war wegen des Todes von Ahlens Torwart Andreas Tesch bereits vorher abgesagt worden. Nach den Liga-Statuten stehen die Vikings - bestätigt sich ihr Rückzug - als erster Absteiger fest, ihre bisherigen Ergebnisse werden aus der Wertung genommen. Und die noch ausstehenden Partien bei VfL Eintracht und Volmetal, denen so eine Heimspiel-Einnahme entgeht, fallen aus.

Gemeinsam mit Eintracht Hagen waren die Rhein Vikings, damals noch als Neusser HV, im Sommer 2017 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, im letzten Juni stiegen beide Teams gemeinsam wieder ab. Wobei die Vikings schon im Februar aus wirtschaftlichen Gründen einen ersten Insolvenzantrag gestellt hatten, das wiederholt sich mit neuer Trägergesellschaft in der 3. Liga nun.

„Das bedeutet für den TuS Volmetal, dass unser Remis in Neuss nichts wert war“, sagt Volmetals Abteilungsleiter Andre Blümel, dessen Team ein Pluspunkt abgezogen wird: „Mit Blick auf den Abstiegskampf trifft es die Teams aus Ahlen, Leichlingen und Minden aber noch härter, da sie gegen die Vikings gewonnen haben.“ Zudem werden nun nur noch zwei Absteiger gesucht, auf die gefährdeten Ränge haben die auf Platz zehn gekletterten Volmetaler jetzt vier Punkte Vorsprung. Ligarivale Eintracht Hagen hatte das Hinspiel in Neuss, das nun aus der Wertung fällt, mit 29:32 verloren, das gilt aber auch für die Tabellennachbarn SGSH Dragons und Spenge. Lediglich der Rückstand auf Spitzenreiter Wilhelmshavener HV verkürzt sich für den Tabellendritten etwas, man weist nun sechs Minuspunkte mehr auf. „Darauf richtet sich unser Fokus aber nicht, dazu spielt Wilhelmshaven zu souverän und konstant auf“, sagt VfL-Geschäftsführer Joachim Muscheid.

Heimspiele von TuS Volmetal und VfL Eintracht Hagen fallen aus

Härter trifft beide Hagener Mannschaften der Verlust einer Heimspiel-Einnahme. „Das ist schon der zweite Heimspielblock, der uns auseinanderfällt“, ärgert sich Volmetals Marketingleiter Jens Schilling, denn am 1. Februar hätte der TuS die Vikings nach Partien der übrigen Volmetaler Mannschaften empfangen. Wie beim verschobenen Derby gegen Eintracht fehlt nun das Drittliga-Spiel als Höhepunkt. Beim VfL fehlt nun der Saisonabschluss, am letzten Spieltag (25. April) hätte man die Rhein Vikings am Ischeland erwartet. „Da entsteht für uns nun ein Vakuum von drei spielfreien Monaten“, ärgert sich Muscheid, das letzte VfL-Heimspiel ist nun schon für den 22. März (gegen LIT Tribe) terminiert. Als Kompensation für die Fans denkt man bei den Hagenern nun über ein Freundschaftsspiel gegen einen Erstligisten nach.

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