Eishockey - Oberliga Nord

Herner EV hat die besseren Referenzen vor dem Derby in Essen

Alles im Griff hatte der Herner EV um Goalie Björn Linda (vorn li.) im Ruhrpottderby auf eigenem Eis. 4:1 hieß es in der Hannibal-Arena.

Alles im Griff hatte der Herner EV um Goalie Björn Linda (vorn li.) im Ruhrpottderby auf eigenem Eis. 4:1 hieß es in der Hannibal-Arena.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Herne.  Konzentration und Disziplin fordert Trainer Danny Albrecht von den Spielern des Herner EV – auch und vor allem am Freitag im Derby in Essen.

Nächster Halt: Essen Westbahnhof! Nur vier Wochen nach dem 4:1-Sieg des Herner EV gegen die Moskitos in der ausverkauften Hannibal-Arena kommt es an diesem Freitag um 20 Uhr zum Rückspiel beim Erzrivalen.

Am Sonntag geht es um 18.30 Uhr am heimischen Gysenberg gegen die Black Dragons aus Erfurt.

HEV-Express hat wieder Fahrt aufgenommen

Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge hat der HEV-Express wieder Fahrt aufgenommen und den Vorsprung auf den Drittplatzierten mit drei Siegen auf neun Punkte ausgebaut.

Auch die Defensive hat zu alter Stärke zurückgefunden – nur vier Gegentore ließen die Gysenberger in diesen drei Partien zu.

Stabile Abwehr als Schlüssel zum Erfolg

Eine stabile Abwehr dürfte auch in Essen ein Schlüssel zum Erfolg sein. Tabellenplatz und zurückliegende Leistungen und Erfolge zählen erfahrungsgemäß in diesem Klassiker wenig – die Tagesform wird eine entscheidende Rolle spielen.

Die besseren Referenzen bringen dabei die Gäste aus der bisherigen Spielzeit mit, während die Saison der Moskitos bisher von Pleiten, Pech und Pannen geprägt war.

Zum Mittelfußbruch von Topscorer Aaron McLeod während der Vorbereitung gesellte sich ein Trainingsunfall von Cheftrainer Frank Gentges, hinzu kam der Punktabzug aus dem Heimspiel gegen Hamburg.

Aaron McLeod leitet für Essen die Wende in Rostock ein

Während der ehemalige Herner Stürmer am vergangenen Wochenende sein Comeback bei den Moskitos gab und bei einem 0:2-Rückstand in Rostock mit seinem Treffer die Wende zum späteren 6:3-Sieg einleitete, hat Gentges die Essener überraschend verlassen.

Nach fünfeinhalb Jahren am Westbahnhof machte der 54-Jährige von einer Vertragsklausel Gebrauch und wechselte zum niederländischen Erstligisten Nijmegen.

Moskitos ringen bisher vergeblich um Konstanz

Gecoacht wird der Tabellenneunte weiterhin von Larry Suarez – zunächst bis zum Saisonende mit einer Verlängerungsoption für das nächste Jahr. Um Konstanz ringt der beförderte Interimstrainer mit seinem Team bisher vergeblich.

Auf den Sieg in Rostock folgte eine 5:7-Heimpleite gegen Erfurt. Auf ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende müssen die Moskitos damit weiter warten – der Herner EV hat bereits derer fünf auf seinem Saisonkonto.

Black Dragons haben bereits überrascht

Nur zwei Punkte hinter Essen sind die Black Dragons zur Zeit Vorletzter, haben aber vor ihrem Sieg am Westbahnhof bereits mit Erfolgen gegen Tilburg, Halle und die Hannover Scorpions überrascht. Für den langzeitverletzten Slowaken Michal Vazan wurde mit dem Finnen Joonas Toivanen ein neuer Center verpflichtet.

Am Tabellenplatz will Danny Albrecht auch diese beiden Gegner nicht messen: „Jedes Team in dieser ausgeglichenen Oberliga Nord verdient den entsprechenden Respekt, gegen jedes Team kann man nur mit voller Konzentration und taktischer Disziplin zum Erfolg kommen. Wenn dann noch auswärts das nächste Ruhrpott-Derby dabei ist, dann sind besondere Kräfte nötig.“

HEV stehen vier Sturmreihen zur Verfügung

Zudem fehlt dem Herner Chefcoach noch ein ganz persönliches Erfolgserlebnis – weder als Trainer noch als Spieler konnte er bisher mit dem HEV am Westbahnhof gewinnen.

Der letzte Sieg in Essen überhaupt gelang dem Herner EV am 17. Februar 2017.

Fraglich ist der Einsatz von Verteidiger Anthony Calabrese, der sich am Dienstag eine schmerzhafte Trainingsverletzung zuzog. Da Neuwieds Förderlizenzspieler Maximilian Herz und Noah Bruns zum Aufgebot stoßen, stehen Danny Albrecht dafür am Freitag vier Sturmreihen zur Verfügung.

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