Fußball

FC Iserlohn verpasst Belohnung

Immer wieder forderte Max Borchmann den Gegner zu stressen. Seine Spieler setzten seine Anweisungen konsequent um.

Immer wieder forderte Max Borchmann den Gegner zu stressen. Seine Spieler setzten seine Anweisungen konsequent um.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Die Leistung gegen den Holzwickeder SC hat auch Trainer Max Borchmann beeindruckt.

Gut 200 Besucher passierten am Dienstagabend die Stadiontore am Hemberg-Nordhang, um sich vom Testspiel des Fußball-Westfalenligisten FC Iserlohn gegen Oberligist Holzwickeder SC unterhalten zu lassen. Obwohl die Tore fehlten, kamen die Zuschauer auf ihre Kosten.


Fußball-Testspiel: FC Iserlohn - Holzwickeder SC 0:0. Iserlohns Trainer Max Borchmann war nach Spielende selbst angenehm überrascht. Er hatte seiner jungen Mannschaft zwar mit auf den Weg gegeben, dass sie den Gegner früh anlaufen und das Tempo hoch halten sollte, aber dass sie diese kräftezehrende Spielweise 90 Minuten durchhielt, beeindruckte ihn. „Und dabei haben wir auch noch gut nach hinten gearbeitet“, lobte er.

Dass FCI-Schlussmann Daniel Dreesen erst in der 27. Minute erstmals geprüft wurde, ist ein Indiz für den starken Auftritt. Kämpferisch und spielerisch bot der vermeintliche Außenseiter den eine Liga höher spielenden Holzwickedern absolut die Stirn. Iserlohn verschaffte sich sogar Feldvorteile. „Nur der letzte Pass hat gefehlt“, sagte Borchmann, der mit Verteidiger Duran Turan (19 Jahre) und Niklas Nölle (22), der sich nach vorne orientierte, den beiden zuletzt an Land gezogenen Verstärkungen eine Chance gab. Beide haben sich für weitere Einsätze empfohlen. Überhaupt gab es niemanden, der leistungsmäßig abfiel. Selbst als Borchmann nach knapp einer Stunde drei Akteure auf einmal austauschte, war kein Bruch im Spiel auszumachen.

Trotzdem hatte der FC Iserlohn mehrmals Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Kurz vor der Pause köpfte Holzwickedes Sebastian Hahne am langen Pfosten vorbei, Dreesen war bereits geschlagen. In der 55. Minute rettete die Latte für die Gastgeber und in der 70. Minute war es die Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten. Den Gästen wurde ein Tor per Hinterkopf aberkannt. Auch als Iserlohns Dustin Wurst an der eigenen Strafraumgrenze wegrutschte und sein Gegenspieler sofort den Abschluss suchte, lag das 0:1 in der Luft. Andererseits: Hätte Kevin Meckel den Ball nicht am Tor vorbei geschlenzt, der wieselflinke Anas Akhabach mehr Druck hinter seinen Schuss bekommen (52.), Alexandru Dane nicht bloß den Hintern eines Verteidigers getroffen und Michel Schaulandt die tolle Kombination über Dane und Mathieu Bengsch vollendet, wäre der FCI als Sieger von Platz gegangen. Und die Mehrheit der Zuschauer hätte noch mehr Spaß gehabt.

FCI: Dreesen; Brockers, Turan (59. Wurst), Meckel (59. Mertens), Hauser (28. Schneider), Hunecke, Bengsch, Schaulandt, Binyamin, Akhabach, Nölle (59. Dane).

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