Fußball-Landesliga

0:1! SV Hönnepel enttäuscht bei Aufsteiger BW Dingden

Kapitän Rubene Nguanguata (links) kommt hier gegen Dingdens Offensivspieler Ferhat Cavusman zu spät.

Kapitän Rubene Nguanguata (links) kommt hier gegen Dingdens Offensivspieler Ferhat Cavusman zu spät.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Hamminkeln.  Eine enttäuschende Partie lieferte Fußball-Landesligist SV Hönnepel-Niedermörmter beim 0:1 bei Blau-Weiß Dingden am Sonntag ab.

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Thomas von Kuczkowski und Georg Kress steckten mit ernster Miene kurz die Köpfe zusammen. Der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter dürfte seinem Sportlichen Leiter nach der verdienten 0:1 (0:1) beim Aufsteiger Blau-Weiß Dingden am Sonntag kaum die Nachteile des sommerlichen Wetters jenseits der 30 Grad Celsius erklärt haben.

Es wunderte nicht, dass von Kuczkowski nach einer wenig erbaulichen Partie hart mit seiner Mannschaft ins Gericht ging: „Das Ergebnis und vor allem die Leistung von uns fühlen sich scheiße an. Über 75 Minuten hatten wir kaum eine Torchance, das ist schon sehr enttäuschend.“

Ein möglicher später Ausgleich bei zwei guten Möglichkeiten der eingewechselten Christopher Kimbakidila (85.) und Erdem Erzi per Drehschuss (88.), die jeweils BWD-Torsteher Johannes Buers glänzend pariert, war zwar drin. Wirklich gerecht wäre ein 1:1 aber kaum gewesen. Dingden bestimmt vor allem vor dem Wechsel die Partie, hatte vor allem durch Torjäger Sebastian Kamps ein halbes Dutzend guter Einschussgelegenheiten.

Trotzdem musste ein Eigentor her, um den Blau-Weißen den ersten Saisonsieg im vierten Anlauf zu bescheren. Einen Freistoß von Kapitän Kevin Juch von der linken Seite lenkte Hönnepels Spielmacher Edin Husic ins eigene Netz. Die insgesamt schwache Leistung des Routiniers stand stellvertretend für einen gebrauchten Nachmittag aus gelb-schwarzer Sicht.

Kapitän ist wütend

„Ich habe vor dem Spiel zweimal und im Spiel noch viermal umgestellt. Es hat nichts gefruchtet“, befand der Trainer hinterher, „die Niederlage nur an Edin Husic festzumachen, wäre ein großer Fehler. Alle sollten sich hinterfragen. Ich fange da bei mir an“, versichert von Kuczkowski, der sich für das schwere Heimspiel gegen Sterkrade-Nord am kommenden Sonntag sicher etwas einfallen lassen muss.

Mit ins Boot dürfte er seinen Kapitän Rubene Nguanguata nehmen. Dem wäre in der zweiten Trinkpause nach gut 70 Spielminuten bei einem Wortgefecht mit seinem Verteidigerkollege Patrick Braun fast der Kragen geplatzt. Nguanguata feuerte seine griffbereite Trinkflasche am Ende des Disputs wütend auf den Rasen. Teamgeist sieht anders aus.

SV Hönnepel: Ferdenhart – Hitzek, Vengels, Braun, Nguanguata – Bilali, Husic (57. Erzi), Dedic (75. C. Kimbakidila), P. Kimbakidila (57. Mayr) – Akrab (46. Yilmaz), Gehle.

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