Fußball-Oberliga

Patellasehne gerissen! 1. FC Kleve bangt um van Brakel

Keine Treffer gab es für rot-blaue Klever und schwarze Hildener.

Keine Treffer gab es für rot-blaue Klever und schwarze Hildener.

Foto: Markus van Offern

Kleve.  Beim 0:0 gegen den VfB Hilden musste Fußball-Oberligist 1. FC Kleve eine schwere Verletzung verdauen. Sebastian van Brakel musste ins Krankenhaus.

Als Sebastian van Brakel beim 0:0-Remis des Fußball-Oberligisten 1. FC Kleve gegen den Tabellenelften VfB Hilden mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden fällt, geht ein Raunen durch das Stadion am Bresserberg. Wenn der 30-jährige Innenverteidiger nach Physiotherapeut Ulrich van Baal ruft, dann muss es ernst sein. Das wissen die Zuschauer in Rot und Blau. Van Brakel war zuvor mit dem Ball am Fuß im seifigen Rasen hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht.

Die Folge: Van Brakel musste vom Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, Leslie Rume kam für ihn in die Partie. „Man konnte seine Kniescheibe hin und her schieben. Das Sportliche steht heute nicht im Vordergrund. In Gedanken ist der ganze Verein jetzt bei Basti“, sagte der Klever Trainer Umut Akpinar nach Schlusspfiff.

Die genaue Diagnose folgte am Sonntagabend: Sebastian van Brakel hat sich einen Patellasehnenriss zugezogen. Dazu meint Akpinar: „Das ist etwa die schlimmste Verletzung, die du dir als Fußballer zuziehen kannst. Für uns ist das eine Schock-Nachricht.“ Am Montag soll der Verteidiger operiert werden.

Ein trauriger Höhepunkt

Der Abgang des Routiniers war der traurige Höhepunkt eines tristen Fußball-Nachmittags beim 1. FC Kleve. Die Gastgeber präsentierten sich bemüht und kreierten die einzigen Großchancen. Der VfB Hilden besann sich derweil auf defensive Kompaktheit. „Es hat sich sehr viel zwischen den Strafräumen abgespielt. Trotzdem haben wir unsere Spielidee nicht aus den Augen verloren: Wir waren immer am Drücker“, sagte Akpinar.

Es war ausgerechnet Sebastian van Brakel (14.), der früh für die Führung hätte sorgen können. Aus wenigen Metern köpfte er zu unplatziert auf das Hildener Tor. Pascal Hühner versuchte es nach 33 Minuten in aussichtsreicher Position aus dem Rückraum, vergab aber kläglich. Den einzigen Schuss, den Kleves Torwart Ahmet Taner in der ersten Halbzeit abwehren musste, war ein Produkt der stürmischen Witterungsbedingungen. Eine verunglückte Flanke der Hildener segelte höchst tückisch aufs FC-Tor. „Bei dem Wind und den Platzverhältnissen war es schwierig, sich durchzukombinieren. Mitunter fehlte der letzte Pass. Wir mussten gegen eine Hildener Achterkette spielen, das machte es nicht einfacher“, sagte Umut Akpinar.

Der VfB machte auch nach dem Seitenwechsel nicht den Eindruck, mit dem Remis unglücklich zu sein. So musste der 1. FC Kleve weiter das Spiel gestalten – über weite Strecken der Begegnung mit Erfolg. Nur fehlte es an der Effizienz vor dem Tor. Niklas Klein-Wiele schickte seinen Kollegen Pascal Hühner nach 67 Minuten mit einem sehenswerten Heber in den Strafraum. Hühner wollte VfB-Torwart Marvin Oberhoff tunneln, der aber konnte den Ball abwehren.

Tritt auf der Stelle

Umut Akpinar wollte ein Zeichen setzen. Er wechselte mit Sebastian Santana und Ali Hassan Hammoud zwei Angreifer für die Defensivkräfte Tim Haal und Sezai Kezer ein. Santana war es dann auch, der die beste Klever Gelegenheit auf dem Fuß hatte. Von Levon Kürkciyan freigespielt, lief er unbedrängt auf Oberhoff zu, der seinen Schuss jedoch mühelos hielt. Durch das Remis treten beide Mannschaften in der Tabelle auf der Stelle. Dennoch ist der Vorsprung des 1. FC Kleve vor einem Abstiegsplatz auf zwölf Punkte angewachsen. „Wir haben über 90 Minuten gezeigt, gewinnen zu wollen“, sagt Akpinar zufrieden.

So haben sie gespielt:

1. FC Kleve: Taner – Kezer (82. Hammoud), Dragovic, van Brakel (29. Rume), Schneider – Haal (71. Santana), Forster, Hühner, Terfloth – Klein-Wiele, Kürkciyan

VfB Hilden: Oberhoff – SanglMoulas, Serdar, Härtel – di Gaetano (66. Weber), Kunzl (62. Percoco), Mambasa, Zur Linden, Schaumburg (80. Krizanovic) – Falaye

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