Fußball

SV Hönnepel-Niedermörmter wechselt schon jetzt den Coach

Thomas von Kuczkowski hat Verständnis für die Entscheidung des Klubs. „Ich scheide nicht im Groll, ich habe den Job gerne gemacht“, sagt er.

Thomas von Kuczkowski hat Verständnis für die Entscheidung des Klubs. „Ich scheide nicht im Groll, ich habe den Job gerne gemacht“, sagt er.

Foto: Markus van Offern

Kalkar.  Thomas von Kuczkowski ist ab sofort nicht mehr Trainer des abstiegsgefährdeten Landesligisten. Sein Nachfolger soll schon feststehen.

Thomas von Kuczkowski ist nicht mehr Trainer der SV Hönnepel-Niedermörmter, die in der Fußball-Landesliga tief im Abstiegskampf steckt. Der Verein und der 48 Jahre alte Übungsleiter, der am Saisonende ohnehin aufgehört hätte, haben sich getrennt. Im beiderseitigen Einvernehmen, wie Norbert Giesen, Vorsitzender des Klubs, und Thomas von Kuczkowski am Mittwoch versicherten. Der neue Mann auf der Bank des Drittletzten soll am heutigen Donnerstag präsentiert werden.

Sven Schützek wohl der Nachfolger

Sven Schützek, vor wenigen Wochen beim Ligarivalen Fichte Lintfort entlassen, scheint der Übungsleiter zu sein, der den Club jetzt vor dem Abstieg in die Bezirksliga bewahren soll. Er war von 2012 bis 2015 schon einmal an der Düffelsmühle als Trainer des zweiten Teams der SV Hönnepel-Niedermörmter in der Bezirksliga aktiv.

Sein Name wurde am Mittwoch schon in Mannschaftskreisen des Landesligisten gehandelt. Norbert Giesen wollte die Personalie allerdings noch nicht bestätigen. „Wir haben eine Absprache mit dem neuen Trainer getroffen, dass wir seinen Namen noch nicht nennen werden“, sagte der Klubchef. Beim Testspiel beim A-Ligisten GSV Geldern wurde der SV Hönnepel-Niedermörmter am Mittwochabend von Co-Trainer Gerd Wirtz gecoacht.

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Klubs war, dass er schon jetzt einen Coach verpflichten kann, der auch in der kommenden Spielzeit auf der Bank sitzen soll.

„Wir dürfen nicht kurzfristig denken, sondern müssen langfristig über diese Saison hinaus planen und wollten jetzt schon Klarheit haben. Deshalb haben wir uns zu diesem Wechsel entschieden, obwohl der Zeitpunkt nicht gerade günstig ist. Der neue Trainer soll ja auch maßgeblich bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison eingebunden werden“, sagte Norbert Giesen. Er betonte, dass er die Saison mit von Kuczkowski beendet hätte, wenn sich diese Gelegenheit nicht ergeben hätte. „Wir sind mit der Arbeit von Thomas von Kuczkowski zufrieden. Es wird von uns kein böses Wort geben.“

Übungsleiter zeigt Verständnis

Auch von Thomas von Kuczkowski nicht. Er zeigte Verständnis für die Entscheidung der SV Hönnepel-Niedermörmter. „Ich kann nachvollziehen, dass der Verein schon jetzt den Trainer holt, mit dem er auch in die kommende Saison gehen will. Ich scheide nicht im Groll. Ich habe den Job bei der SV Hönnepel-Niedermörmter gerne gemacht, zumal der Verein mir in schwierigen Zeiten immer den Rücken gestärkt hat“, sagte er.

Der Coach, in der Winterpause der Saison 2018/19 verpflichtet, wurde zweimal schon infrage gestellt. Das erste Mal war das nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt geschehen, das zweite Mal nach einem Fehlstart in die laufende Saison.

„In beiden Fällen stand der Vorstand hinter mir, was nicht selbstverständlich war“, so von Kuczkowski. Der 48-Jährige will jetzt erst einmal eine Pause machen. „Es gibt derzeit keine Kontakte zu anderen Vereinen. Und ich muss auch nicht unbedingt, in der kommenden Spielzeit irgendwo als Trainer auf der Bank sitzen. Ich lasse alles in Ruhe auf mich zukommen“, sagte er.

Den einen oder anderen Sonntag will er allerdings noch an der Düffelsmühle verbringen. „Ich werde mir mit Sicherheit in dieser Saison noch Spiele ansehen und bin davon überzeugt, dass die Mannschaft den Abstieg vermeiden wird. Ich hätte das natürlich gerne mit dem Team geschafft“, sagte von Kuczkowski. Auch Norbert Giesen verbreitet Optimismus. „Ich gehe davon aus, dass wir in der Liga bleiben“, sagte der Klubchef.

Am Sonntag zum Schlusslicht

Die Mannschaft kann in den nächsten beiden Partien unter neuer sportlicher Führung schon wichtige Schritte zum großen Ziel machen. Denn es stehen richtungsweisende Begegnungen an. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, tritt die SV Hönnepel-Niedermörmter, die mit 15 Punkten nur zwei Zähler vom rettenden Ufer trennen, beim Schlusslicht DJK VfL Giesenkirchen an. Eine Woche später folgt die Heimpartie gegen den Vorletzten Blau-Weiß Dingden. „In diesen Begegnungen müssen wir unbedingt punkten“, sagte Norbert Giesen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben