Bezirksliga 5

Fußball-Magerkost zwischen Ottfingen und Attendorn

Der Ottfinger Kapitän Sebastian Erner setzt sich gegen die Attendorner Jerome König (links) und Ali Genc durch.

Der Ottfinger Kapitän Sebastian Erner setzt sich gegen die Attendorner Jerome König (links) und Ali Genc durch.

Foto: meinolf Wagner

Ottfingen/Attendorn.  278 Fans mussten sich im Kreisduell der Bezirksliga 5 zwischen dem SV Ottfingen und dem SV 04 Attendorn beim 1:1 mit Fußball-Magerkost begnügen.

Das hatte sich der SV Ottfingen anders vorgestellt. Die Elf vom Siepen befindet sich aktuell im Mittelfeld der Liga, bleibt aber immerhin in dieser Saison auch nach dem fünften Spiel (3 Siege, 2 Unentschieden) ungeschlagen.

Bis auf die Langzeitverletzten Patrick Diehl und Janis Kipping konnten die Hausherren auf den kompletten Kader zurückgreifen. Dennoch war SVO-Coach Uwe Kipping nur bedingt zufrieden: „ Die erste Halbzeit war das Beste, was ich in dieser Spielzeit von meinem Team gesehen habe“, resümierte er nach Spielschluss, „wir haben in der Anfangsphase gut kombiniert und über die Außenpositionen gut ins Spiel gefunden. Aber in letzter Konsequenz fehlte ein guter Kopfballspieler“.

Wenig Druck in Halbzeit zwei

Im zweiten Durchgang hat der SVO es nicht geschafft, den nötigen Druck aufzubauen. Kipping: „Natürlich ist der SV 04 Attendorn eine Mannschaft, die man nicht so eben weg hauen kann, er verfügt über exzellente Spieler, die mit einer einzigen Aktion der entscheidende Faktor sein können“.

Zu Beginn legte sich der SV Ottfingen mächtig ins Zeug, da konnten sich die Hansestädter kaum aus ihrer Umklammerung lösen. So war es nur eine Frage der Zeit, wann die Gastgeber das Führungstor bejubeln durften. In der ominösen 13. Minute war es dann so weit. Es war eine Gemeinschaftsproduktion der Familie Valido. Daniele Valido brachte seinen Bruder Luca in eine glänzende Position. Mit einem platzierten Flachschuss ließ er dem guten und stellungssicheren Attendorner Keeper Alex Goluas nicht die Spur einer Abwehrchance.

König wird gefoult und verwandelt selbst

Wer nun gedacht hatte, die Gastgeber würden ihre weiteren Chancen nutzen, wie die von Fabian Kolb in der 30. Minute, die Goulas glänzend vereitelte, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam der SV 04 Attendorn mit seiner einzigen Torchance zum 1:1-Ausgleich vor der Pause. Was war geschehen? Der Ottfinger Torhüter Gabriel Joos räumte den Attendorner Stürmer Jerome König unnötigerweise ab. Den fälligen Strafstoß nutzte der Gefoulte selbst in der 38. Minute zum Gleichstand. Nur eine Minute später stand Gabriel Joos erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Mit einer riesigen Aktion gegen Jerome König hielt er seine Mannschaft im Spiel.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Kein Tempo und keine Ideen hüben wie drüben. Nur in der 67. Minute wurde es noch einmal spannend, denn Schiedsrichter Nicolas Riedel verweigerte dem SVO einen glasklaren Elfmeter. In der Folgezeit hatte man den Eindruck, dass beide Teams mit einem Zähler zufrieden waren. Nur in der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Fabian Kolb ließ noch zwei dicke Chancen für die Schwarz-Gelben aus.

„Ich bin absolut zufrieden, denn unser Tagesziel haben wir mit einer engagierten Leistung erreicht“, bilanzierte der Attendorner Trainer Bayram Celik, „auch meine taktischen Aufgaben wurden von der Mannschaft tadellos umgesetzt. Man muss auch feststellen, dass der SV Ottfingen zu Hause eine Macht ist und immer mit einer Einzelaktion ein Spiel entscheiden kann, as wir im letzten Jahr an gleicher Stelle erlebt haben“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben