Kreisliga B

Neu-Trainer Tobias Stevens macht GW Elben bisher unbesiegbar

Langjährige Altenhofer nun bei Grün-Weiß Elben: Torwart Sebastian Stevens (links) und Spielertrainer Tobias Stevens.

Langjährige Altenhofer nun bei Grün-Weiß Elben: Torwart Sebastian Stevens (links) und Spielertrainer Tobias Stevens.

Foto: meinolf Wagner

Elben.  Der langjährige Spieler des FC Altenhof ist mit seinem neuen Verein Grün-Weiß Elben perfekt in die Saison gestartet..

Die Vereinsfarben Grün und Weiß sind geblieben. Nur der Verein ist ein anderer. Vom Fußball-Bezirksligisten FC Altenhof sind Tobias Stevens und Sebastian Stevens zu Beginn der neuen Spielzeit zum B-Kreisligisten GW Elben gewechselt.

„Etwas Besseres konnte ich mir für meine erste Trainerstelle nicht vorstellen,“ gibt Tobias Stevens zu verstehen, „es ist sogar besser, als ich mir das vorgestellt habe“. Der Verein, die Mannschaft und das Umfeld seien überragend und ideal für die erste Trainerstation. Auch sportlich läuft es bestens: Der Kreisliga-A-Absteiger steht in der Kreisliga B zwei Punkte hinter dem Lokalrivalen FSV Gerlingen II und ist noch ohne Niederlage. Dennoch betrachte er Elben als ein Lehrjahr und er rechne noch mit vielen Anforderungen, sagt Tobias Stevens.

Große Umstellung

Die Umstellung von der Landesliga und Bezirksliga, die er beide mit dem FC Altenhof aktiv erlebt hat, ist enorm. „Eine ganz andere Welt“, betont Tobias Stevens. In Altenhof war er der Spieler mit der Nummer 8, die war sein Markenzeichen. Jetzt hat er ein deutliches Mehr an Verantwortung. „Einfach ist es nicht, die Doppelfunktion als Spielertrainer auszuüben, denn man muss als Vorbild voran gehen“.

Die Aufgabenstellung ist vielfältig. Die Gestaltung des Trainings, Einzelgespräche sind wichtig, denn das Grundgerüst der Mannschaft muss stimmen. Eine gute und intensive Vorbereitung war der Grundstock für den Spitzenplatz in der Kreisliga B nach dem Abstieg. „Natürlich hat der Gemeindepokal in Gerlingen mit dem 1:1 gegen den Westfalenligisten FSV Gerlingen, sowie einem torlosen Remis gegen den Bezirksligisten FC Altenhof für Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gesorgt,“ sagt Tobias Stevens, „damit konnte man nicht rechnen, denn die Neuausrichtung stand in meiner Agenda ganz vorne“, blickt Tobias Stevens zurück, „und der 2:1-Sieg gegen den Bezirksligisten FC Altenhof im Pokal hat den Fleiß in der Vorbereitung bestätigt“.

Nachfolger von Peter Struck

In Altenhof begleitete Tobias Stevens die erfolgreiche Zeit, die mit dem Aufstieg in die Landesliga gipfelte. Anfang des Jahres nahm der Elber Vorsitzende Michael Clemens mit Stevens Kontakt auf. „Er sagte mir, dass er eine sportliche Veränderung plane und sich vorstellen könne, bei GW Elben als Spielertrainer einzusteigen“, so Michael Clemens. Gesagt, getan. Stevens wurde als Spielertrainer Nachfolger von Peter Struck in Elben.

Es war Zeit für neue Herausforderungen für den Spieler, der in Altenhof jahrelang Leistungsträger war. „Wir haben uns unterhalten und hatten die gleiche Auffassung“, erklärt Tobias Stevens. An Erfahrungen mangelt es Tobias Stevens nicht, in seiner Zeit am Altenhofer Winterhagen hat er einiges erlebt. „Ich bin aus der Fußball-Bezirksliga in die Kreisliga A abgestiegen und habe einen Doppelaufstieg aus der Kreisliga in die Landesliga erlebt“, erinnert Tobias Stevens sich, „auch der Abstieg aus der Landesliga vor zwei Jahren hat mich in jeder Hinsicht weitergebracht“.

Für Tobias Stevens ist sein neues Aufgabenfeld unabhängig von der Liga: „Ich möchte die Mannschaft stabilisieren und etwas Neues aufbauen und so auch wieder Erfolg anstreben“. Verantwortung für eine Mannschaft zu übernehmen ist neu. „Als Spieler geht man auf den Platz und spult sein Programm herunter“, gab Tobias Stevens zu verstehen, „als Trainer oder Spielertrainer muss man das Gesamtpaket, den Verein immer Blick haben“.

Mit ihm wechselte sein Bruder Sebastian Stevens, der lange Zeit als Torwart höherklassig gespielt hatte, zu Grün-Weiß Elben. „Mein Bruder hat mich gefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte“, erinnert sich Sebastian Stevens an die Anfrage, „für mich war klar, dass zunächst meine gesundheitlichen Probleme behoben sein müssen, sonst wäre ich als Torwarttrainer meinem Bruder zur Hand gegangen. Solange es die Gesundheit mitmacht, werde ich auf dem Platz stehen“.

Ball wird flach gehalten

Sebastian Stevens lässt keinen Zweifel: „Es ist klar, dass mein Bruder Tobias den Hut auf hat, dennoch sprechen wir alles ab“.

Udo Zimmermann und der aktuelle Altenhofer Trainer Oliver Mack haben Tobias Stevens als Übungsleiter in seiner Altenhofer Zeit begleitet, wo er sicher die eine oder andere Idee und Trainingsinhalte mit nehmen konnte.

Doch wird bei GW Elben der Ball hinsichtlich der Zielsetzung flach gehalten: „Wir können, aber wir müssen nicht aufsteigen. Es gibt sechs oder sieben Mannschaften die den Anspruch haben“.

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